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Tim Wiese spielt seit 2005 für Werder Bremen und absolvierte 155 BL-Spiele © getty

Der Wechsel des Nationaltorwarts lässt eine Kettenreaktion folgen. SPORT1 blickt auf mögliche Auswirkungen des Torwart-Karussells.

Von Dustin Werk

München - "Wenn ein Dominostein umfällt, fallen meist noch ein paar andere." Dieser Satz von Werder-Manager Klaus Allofs bringt allerlei Spekulationen ins Rollen.

Mit dem Dominostein ist der wahrscheinliche Wechsel von Schalke-Torwart Manuel Neuer zu Bayern München gemeint. Schließlich hinterließe Neuer eine gewaltige Lücke im Schalker Tor.

Und wer könnte ihn besser ersetzen, als einer seiner Ersatzmänner in der Nationalmannschaft?

Tim Wiese bringt Erfahrung aus der Champions League mit, ist ein exzellenter Torwart und kein Präzedenzfall. Neuers Vorgänger Frank Rost wechselte ebenfalls von Werder zu Schalke.

Werder braucht Geld

Außerdem soll Wiese bei Bremen zum Verkauf stehen.

"Wenn ein Angebot kommt, werden wir uns damit auseinandersetzen", ließ Allofs die Bereitschaft, den Keeper abzugeben, durchblicken.

Denn, die Norddeutschen brauchen Geld. Wieses Marktwert liegt bei rund zehn Millionen Euro. Außerdem läuft sein Vertrag nur noch bis 2012. Zeit, Kasse mit dem 29-Jährigen zu machen.

"Meine Konzentration gilt erst einmal Werder Bremen und dem Klassenerhalt. Danach wird man sehen, wie es weitergeht", wich Wiese den Spekulationen aus.

Sollte er den Verein verlassen, hinterließe er wiederum Platz für eine neue Nummer Eins im Werder-Kasten.

Chance für Mielitz

Mit Sebastian Mielitz hat Bremen bereits einen guten Torwart parat, der auch schon in der Champions League ran durfte.

"Im letzten Jahr hat man gesehen, dass man ihn auch ins kalte Wasser schmeißen kann und er sich dort behaupten kann", so Allofs.

Allerdings soll der Werder-Manager bereits Kontakt zum Berater von Hannovers Torhüter Ron-Robert Zieler aufgenommen haben. Die Ablösesumme für den 22-Jährigen würde wohl zwischen einer und zwei Millionen Euro liegen.

Zieler erregt überall Interesse

Zieler hat auch das Interesse der Schalker geweckt. Ebenso wie Freiburgs Oliver Baumann. Deutschlands U21-Nationaltorwart könnte aber ebenso wie Zieler bald bei Bremen im Tor stehen.

Mit dem Wechsel von Neuer wäre auch die Zeit von Thomas Kraft beim FC Bayern abgelaufen.

Sowohl der HSV als auch Hertha BSC sollen Interesse bekundet haben.

Rost liebäugelt mit dem Ausland

Hamburg und Stammkeeper Rost trennen sich nach der Saison ebenfalls. Der 37-Jährige hatte zunächst versichert, seine Karriere beenden zu wollen. Nun würde er gern noch einmal seinen Horizont erweitern.

"Mich würde das Ausland reizen, aber es müsste passen und die Option müsste auch sportlich vernünftig sein", sagte Rost dem "kicker".

Das Comeback des vier Jahre älteren Jens Lehmann beim FC Arsenal habe ihn in dieser Ansicht noch bestärkt: "Exakt dieses Beispiel zeigt ja, dass im internationalen Fußball durchaus ein Mangel an Torhütern mit Erfahrung und der nötigen Fitness besteht."

Steigt Drobny auf?

Mit Jaroslav Drobny haben die Hamburger bereits die vielleicht beste Nummer Zwei der Liga. Unwahrscheinlich, dass sich der Tscheche ein weiteres Jahr auf die Bank setzt, sollte Kraft an die Elbe wechseln.

Die Voraussetzungen um Hamburgs Stammtorwart zu sein, hat Drobny in jedem Fall. Sollte Kraft kommen, würde der Tscheche wohl ins Ausland gehen.

Kraft vielleicht zur Hertha

Dass sich die Berliner Hertha nach dem Aufstieg auf der Torwartposition verstärken möchte, ist kein Geheimnis. Als mögliche Kandidaten werden der in Hannover zu Nummer zwei abgestiegene Florian Fromlowitz und eben Kraft gehandelt.

In der Hauptstadt hätte der Noch-Münchner die Chance, unumstrittene Nummer eins zu werden.

Nach dem Trainer-Karussell dreht sich jetzt auch das der Torhüter.

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