Kölns Trainer entscheidet sich gegen einen Chefcoach-Vertrag. Das erscheint zunächst kurios, ist aber vor allem nur konsequent.

Frank Schaefers Entscheidung, nach der aktuellen Saison nicht weiter als Cheftrainer des 1. FC Köln arbeiten zu wollen, wirkt auf Außenstehende kurios.

Ein Platz auf der Bank eines Bundesligisten gilt gemeinhin als Traumjob. Er ist sehr gut bezahlt, man steht im Mittelpunkt des Interesses.

Doch genau das ist es, was Schaefer nicht braucht. Und vor allem nicht will.

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Seine Person in den Vordergrund zu stellen, liegt Schaefer fern. Das schnelllebige Geschäft der Bundesliga ist nicht seins.

Für Schaefer ist kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit an der Basis des Vereins wichtiger als der kurzfristige Ruhm.

Sein ist ihm wichtiger als Schein. Die negativen Begleiterscheinungen des Profigeschäfts hat er in den vergangenen Wochen am eigenen Leib erlebt.

Dass in der Öffentlichkeit darüber spekuliert wurde, sein christlicher Glaube sei der Grund für sein Zögern, den Vertrag als Cheftrainer zu unterschreiben (Bericht), hat nicht in seine Wertvorstellungen gepasst.

Genauso wie die Tatsache, dass Interna aus dem Kreis der Mannschaft nach außen getragen wurden.

In der Bundesliga wird Schaefer nur noch vier Mal auf der Bank sitzen, dann wird er wohl wieder als Trainer der U 23 arbeiten und in der Regionalliga gegen Verl oder Elversberg um Punkte kämpfen.

Schaefer verlässt die Bundesliga. Aber er kann erhobenen Hauptes gehen.

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