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Hans-Joachim Watzke steht weiter zu Jürgen Klopp
Hans-Joachim Watzke (l.) hält seit 2005 das BVB-Zepter in der Hand © getty

Der BVB-Boss kalkuliert bereits mit den zu erwartenden Champions-League-Einnahmen. Trainer Klopp gibt sich genügsam.

Dortmund - Borussia Dortmund steckt im Planungsstress: Hinter den Kulissen arbeitet die Führung des Tabellenführers an einer Überraschungsfeier für die Fans, falls der BVB schon am Samstag Deutscher Meister wird.

Parallel werden schon Millionen-Investitionen für das Comeback in der Champions League geplant.

Die Klubspitze kalkuliert mit 20 Millionen Euro Einnahmen aus der Königsklasse, und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat genaue Vorstellungen von der Verwendung dieser Erlöse.

Zehn Millionen Euro für den Kader

"Wir werden gut die Hälfte für den Fußball brauchen, ein weiteres Viertel in die Stadion-Infrastruktur investieren, weil es da durch die mageren Jahre einen Investitionsstau gegeben hat", sagte Watzke der "Westfalenpost" und ergänzte:

"Und das restliche knappe Viertel werden wir dazu nutzen, einerseits ein paar Verbindlichkeiten abzubauen und andererseits noch Geld auf die hohe Kante zu legen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Klopp ist genügsam

Viel Geld für neue Spieler will Trainer Jürgen Klopp trotz der höheren Anforderungen in Europas Elitewettbewerb auch nicht ausgeben.

"Warum sollte ich drei Leute dazu holen, nur weil wir in der Champions League spielen? Statt Donnerstag spielen wir Mittwoch oder Dienstag - einen größeren Unterschied erkenne ich nicht", sagte der Coach im Interview mit "Sport Bild" zu seinen Personalplanungen.

Klopps demonstrative Gelassenheit beim Blick in die Zukunft ist auch für den Klub bei den Vorbereitungen auf den schon am Samstag in Mönchengladbach möglichen Titelgewinn Programm.

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Auf mögliche Feier vorbereitet

In einer offenbar zur geheimen Kommandosache erklärten Aktion sollen Mannschaft und Fans nach dem Spiel im Fall der Fälle zusammen feiern können.

Offiziell wollen die Schwarz-Gelben jedoch den Ereignissen - ein Sieg im Borussen-Duell würde bei einem Punktverlust von Verfolger Bayer Leverkusen bereits den siebten Titelgewinn bedeuten - nicht vorgreifen.

"Erst einmal fahren wir nach Gladbach, um da Fußball zu spielen", verlautete am Mittwoch von der Geschäftsstelle.

Stadt hält sich zurück

Auch die Stadt Dortmund hält sich mit Vorbereitungen zurück - zwangsläufig.

"Durch die Love-Parade-Katastrophe in Duisburg und die danach vorgeschriebene Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten ist es uns gar nicht möglich, eine Veranstaltung für die Fans wie Public Viewing oder ähnliches innerhalb weniger Tage aus dem Boden zu stampfen", erklärte Pressestellen-Leiter Udo Bullerdieck.

Die Aussicht auf Tausende von Fans, die im Zentrum gemeinsam den womöglich entscheidenden Schritt ihres Teams zur Meisterschaft erleben wollen, schreckt Dortmunds Stadtväter laut Bullerdieck auch in keinster Weise:

"Sollen sie sich eine Kneipe suchen und hoffentlich zusammen feiern - das klappt in der Regel bei jedem Bundesliga-Heimspiel auch."

Viele Fans gehen leer aus

Kein Heimspiel wie jedes andere wird im Falle des Titelgewinns der Saisonabschluss am 14. Mai gegen Eintracht Frankfurt.

21.000 Anhängern legten die Borussen durch die Benachrichtigung über die Zuteilung einer der noch verfügbaren Eintrittskarten schon kurz vor Ostern ein Überraschungs-Ei ins Nest.

Die Gewinner bei der Verlosungsaktion dürfen sich wahrlich glücklich schätzen.

375.064 andere Fans, die ebenfalls bei der voraussichtlichen Ehrung der Dortmunder als Meister 2011 im Stadion live dabei sein wollten, gingen leer aus.

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