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Jürgen Klopp übernahm im Juli 2008 den Trainerposten in Dortmund © getty

Bei einem Dortmunder Sieg und einem Punktverlust Leverkusens wäre der Titelkampf entschieden. Beim BVB glaubt man nicht daran.

Dortmund - Jürgen Klopp ist und bleibt ein unverbesserlicher Realist.

Die Möglichkeit, dass Borussia Dortmund bei einem Erfolg schon am Ostersamstag als Deutscher Meister feststehen könnte, scheint in den Überlegungen des 43-Jährigen vor dem Gastspiel beim Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) keine Rolle zu spielen.

"Wir wollen gewinnen und drei Punkte, mehr interessiert mich in diesem Moment nicht. Den Rest können wir nicht beeinflussen", sagte Klopp, der nicht mit Schützenhilfe von 1899 Hoffenheim bei Bayer Leverkusen rechnet. (TABELLENRECHNER: So wird Dortmund Meister)

Schlechte Erinnerungen an Gladbach

Der BVB-Coach ist überzeugt, dass Hoffenheim, so wie es sich in den letzten Spielen präsentiert habe, "in Leverkusen nichts gewinnen wird". (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Außerdem treffe der BVB auf einen Gegner, "für den es ums Überleben geht".

Nur ungern erinnert sich Klopp an das letzte Saisonspiel in Gladbach vor zwei Jahren, als der BVB gegen defensive Gastgeber über ein 1:1 nicht hinauskam und die Teilnahme an der Europa League verspielte.

Diesmal, so Klopp, hoffe er auf "ein positives Erlebnis".

Blechkarawane Richtung Niederrhein

So wie die BVB-Fans. Am Samstag wird sich eine Blechkarawane durch das Ruhrgebiet in Richtung Niederrhein bewegen.

Rund 20.000 Dortmunder Fans werden zum Borussia-Park nach Mönchengladbach reisen, um den möglichen großen Coup vor Ort zu erleben und zu feiern.

Da die Gladbacher bereits frühzeitig mit dem Verkauf der Eintrittskarten begannen, sicherten sich zahlreiche BVB-Anhänger in weiser Voraussicht ihre Tickets.

Gutes Omen für Dortmund

Dass die Meisterschale demnächst in einer Vitrine in Dortmund stehen wird, ist selbst für die größten Pessimisten keine Frage mehr.

[kaltura id="0_dhn4g973" class="full_size" title="Dortmund: Ohne Sahin zumTitel"]

Die Vergangenheit spricht für die Schwarz-Gelben. Denn findige Statistiker haben herausgefunden: Wann immer ein Team mit sieben Siegen in die Saison gestartet war, hieß der Meister am Ende Borussia Dortmund.

Das traf auf Bayern München (1995/96) und den 1. FC Kaiserlautern (2001/02) zu. In der laufenden Saison war "Wegbereiter" ausgerechnet der FSV Mainz 05, der ehemalige Klub von Klopp.

Titel vor eigenem Publikum

Natonalspieler Mats Hummels glaubt wie sein Trainer nicht an eine Osterüberraschung. "Leverkusen wird uns den gefallen nicht tun", sagte er dem "kicker".

Allerdings glaubt der Innenverteidiger grundsätzlich fest an den Titel: "Wenn wir so weiterspielen, sollte nichts mehr schiefgehen."

Ohnehin wäre den Borussen eine Entscheidung eine Woche später im eigenen Stadion gegen den 1. FC Nürnberg (30. April) vermutlich viel lieber.

Dickel verspricht "Riesensause"

Ob in Gladbach oder Dortmund: Eine ganze Region rüstet bereits für eine "Riesensause", so Publikumsliebling und Stadionsprecher Norbert Dickel.

Der "Held" des Pokalfinales 1989 in Berlin ist überzeugt: "Wenn es dann so weit ist, dann geht in Dortmund der Punk ab."

Die BVB-Youngster kennen die Mega-Partys nach den letzten drei Meisterschaften 1995, 1996 und 2002 nur vom Hörensagen.

Ansturm auf Tickets

Doch allein die Kartenwünsche für das Saisonfinale sprechen Bände.

Allein 400.000 Anhänger bemühten sich um ein Ticket für das letzte Saisonspiel am 14. Mai gegen Eintracht Frankfurt.

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