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Lala (l.) und Cherundolo bejubeln bereits den elften Auswärtssieg der Saison © getty

Mit beeindruckender Effektivität holen die Niedersachsen einen klaren Sieg in Freiburg. Der Traum "Champions League" lebt weiter.

Freiburg - Das Überraschungsteam Hannover 96 hat seiner Erfolgsgeschichte in der laufenden Saison ein weiteres Kapitel hinzugefügt und Rekordmeister Bayern München im Fernduell um den Qualifikationsplatz zur Champions League vorerst wieder überholt.

Die Niedersachsen setzten sich zum Auftakt des 31. Spieltags 3:1 (2:0) beim SC Freiburg durch. 386023(DIASHOW: Der 31. Spieltag)

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw erzielten der norwegische Nationalstürmer Mohammed Abdellaoue (24.), Jan Schlaudraff (31.) und Konstantin Rausch (58.) die Tore für den Tabellendritten, der zumindest bis Samstagnachmittag zwei Punkte vor den Münchnern liegt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Slomka: "Fast perfekt"

"Wir haben in der ersten Halbzeit fast perfekt gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir kämpferisch überzeugt", sagte Hannovers Trainer Mirko Slomka. "Das Gegentor hat uns noch etwas in Bedrängnis gebracht."

Der FC Bayern tritt bei Eintracht Frankfurt an. Hannover wird nach dem siebten Auswärtssieg in dieser Saison mit großer Sicherheit in der kommenden Saison erstmals seit 19 Jahren wieder auf der internationalen Bühne spielen.

Für Freiburg traf der eingewechselte Jan Rosenthal (79.). "Wir hatten eine schlechte Passqualität", bemängelte SC-Trainer Robin Dutt. "Hannover hatte eine gute Kontertaktik und war eiskalt im Abschluss. Das haben sie sehr gut gemacht."

Ausverkauftes Stadion

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen in den ersten Minuten überlegene Gastgeber.

Die Freiburger, die ohne Torwart Simon Pouplin, Oliver Barth, Felix Bastians, Yacine Abdessadki, Johannes Flum sowie Tommy Bechmann auskommen mussten, setzten Hannover früh unter Druck und drängten die Gäste in die Defensive.

Nennenswerte Torchancen konnten sich die Breisgauer zunächst aber nicht erarbeiten.

Slomka gibt frei

Die Niedersachsen, bei denen Torjäger Didier Ya Konan und Mittelfeldspieler Sergio Pinto (beide gesperrt) fehlten, agierten zunächst abwartend.

Die Gäste, die sich nach der Rückkehr aus dem Breisgau über einen von Trainer Mirko Slomka versprochenen Kurzurlaub während der Osterfeiertage freuen dürfen, brachten in der Offensive zunächst so gut wie nichts zustande.

Dennoch wäre Hannover mit dem ersten gefährlichen Vorstoß fast in Führung gegangen.

Abdealloue trifft zur Führung

Nach guter Vorarbeit von Lars Stindl scheiterte Abdellaoue aus kurzer Distanz am stark reagierenden Freiburger Torwart Oliver Baumann (14.). Sieben Minuten später verfehlte Konstantin Rausch mit einem Direktschuss nur knapp das Freiburger Tor. Ab diesem Zeitpunkt dominierte Hannover das Spiel.

In der 24. Minute machte es Abdellaoue besser als zehn Minuten zuvor. Der Angreifer erzielte nach der starken Vorbereitung von Schlaudraff sein zehntes Saisontor. Kurz darauf sorgte Julian Schuster auf der Gegenseite mit einem Freistoß für ein wenig Gefahr (27.).

Wesentlich gefährlicher blieben aber die Gäste bei ihren Kontern. Nach einem öffnenden Pass von Altin Lala traf Schlaudraff zum vierten Mal in dieser Spielzeit.

Früher Freiburger Wechsel

Die beste Chance der Freiburger im ersten Abschnitt vergab Anton Putsila. Der Weißrusse scheiterte nach gutem Zuspiel von Cedrick Makiadi in der 41. Minute an Hannovers Torwart Ron-Robert Zieler.

Insgesamt zeigten die Gastgeber, bei denen der frühere 96-Profi Rosenthal schon in der 38. Minute für den schwachen Daniel Caligiuri eingewechselt wurde, im ersten Durchgang eine enttäuschende Vorstellung.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Freiburger zunächst nicht steigern. Die Defensive der Gäste hatte das Geschehen weitgehend im Griff.

Fehler von Toprak

Nach einem Fehler des Freiburger Innenverteidigers Ömer Toprak, der bereits in den zurückliegenden Spielen gepatzt hatte, sorgte Rausch nach Vorarbeit von Manuel Schmiedebach per Kopf mit seinem vierten Saisontor für die Vorentscheidung.

Auf der anderen Seite scheiterte Rosenthal in der 70. Minute zunächst an Zieler, ehe ihm knapp zehn Minuten später der Freiburger Ehrentreffer gelang.

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