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Mario Gomez schoss in Frankfurt sein 23. Saisontor © getty

Der Rekordmeister strauchelt in Frankfurt, ein Elfmetertor des Stürmers verhindert aber eine Pleite in einer turbulenten Partie.

Frankfurt/Main - Bayern München ist im Fernduell mit Hannover 96 um die Qualifikation für die Champions League gestrauchelt, Mario Gomez hat dem Rekordmeister aber zumindest einen Punkt gesichert.

Der Angreifer traf in der 89. Minute per Foulelfmeter zum 1:1 (0:1)-Endstand bei Eintracht Frankfurt.

Doch auch durch das 23. Saisontor des Nationalstürmers konnte das Team von Interimstrainer Andries Jonker (56 Punkte) Hannover (57) nicht vom dritten Platz verdrängen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Die Hessen waren durch das erste Bundesliga-Tor von Sebastian Rode (54.) in Führung gegangen. Der überragende Eintracht-Schlussmann Ralf Fährmann brachte die Gäste mit mehreren Glanzparaden zur Verzweiflung 386023(DIASHOW: Der 31. Spieltag).

Nicht wiederzuerkennen

"Wir sind sehr enttäuscht", erklärte Jonker: "In dieser Situation müssen wir einfach gewinnen, und wenn du zu einem Abstiegskandidaten wie Frankfurt reist, dann musst du einfach die drei Punkte holen."

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena waren die Bayern im Vergleich zum souveränen 5:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen insgesamt nicht wiederzuerkennen.

Vor allem im Mittelfeld wurde der rotgesperrte Arjen Robben schmerzlich vermisst. Der angeschlagene Bastian Schweinsteiger konnte auch wegen seiner Knöchelprobleme kaum Akzente setzen.

Zudem bekamen Anatoliy Tymoshchuk und Franck Ribery das Spiel der Bayern nicht in den Griff. Zahlreiche Fehlpässe beim Spielaufbau und Pfiffe der mitgereisten Anhänger waren die Folge.

Butt muss früh retten

Bereits nach drei Minuten musste sich Bayern-Keeper Jörg Butt nach einem Schuss von Martin Fenin bereits das erste Mal ganz lang machen.

Glück hatten die Münchner, als Halil Altintop nach einem klugen Pass von Patrick Ochs aus 13 Metern freistehend über das Tor schoss (22.).

Zudem setzte Frankfurts Torjäger Theofanis Gekas einen 16-Meter-Schuss nur ganz knapp über das Bayern-Gehäuse (27.).

Probleme beim letzten Pass

Die Bayern waren vor der Schlussphase nur zu Beginn der ersten Hälfte richtig gefährlich. Erst rettete dabei Fährmann in höchster Not gegen Ribery (5.).

Zudem hatten anschließend Thomas Müller (6.) und der etwas zu uneigenützige Miroslav Klose (7.) gute Möglichkeiten zur Bayern-Führung.

Ansonsten hatten die Bayern im Angriffsspiel immer das Problem, dass der letzte Pass nicht beim Mitspieler ankam.

Aufregung gab es in der ersten Hälfte zusätzlich noch, als ein Getränkebecher aus der Fankurve in Richtung Ribery geworfen wurde - aber sein Ziel verfehlte.

Fährmann mit Glanzparade

Nur 120 Sekunden nach Wiederanpfiff hätte es dann aber 1:0 für die Gäste stehen müssen, doch Fährmann rettete der Eintracht nach einem Drehschuss von Mario Gomez mit einer Glanzparade zunächst das Remis.

Kurz darauf sorgte der überragende Youngster Rode mit einem Flachschuss ins linke Toreck der Münchner für die überraschende Führung der Gastgeber.

In der 71. Minute hatte Gekas dann die Chance zur Vorentscheidung, doch der freistehende Grieche setzte den Kopfball knapp über das Tor.

Ein Elfer verwehrt, einer gepfiffen

In der 83. Minute verwehrte Schiedsrichter Jochen Drees den Bayern einen klaren Elfmeter, nachdem Ricardo Clark den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt hatte. Zuvor hatte Drees schon nicht auf den Punkt gezeigt, als Müller nach einem Duell mit Köhler im Strafraum zu Fall kam (63.).

Kurz zuvor hatte Gekas die ultimative Chance zur Vorentscheidung ausgelassen - er traf aus fünf Metern den Ball nicht.

Nach dem Foul von Fenin an Luiz Gustavo zeigte Drees dann doch auf dem Punkt - womit er wiederum die Frankfurter gegen sich aufbrachte. Gomez verwandelte, ließ dann in der Nachspielzeit noch eine Gelegenheit zum Siegtreffer aus.

Eintracht-Coach Christoph Daum musste wegen Meckerns die letzten Minuten auf der Tribüne verbringen.

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