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Felix Magath (l.) ist seit seiner Rückkehr nach Wolfsburg noch ohne Sieg © imago

Vor dem Abstiegsduell gegen Köln überrascht Felix Magath mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Auch die VfL-Fans sollen mithelfen.

Wolfsburg/Köln - Die VW-Bosse drohen, die Fans sind stocksauer, und "Magier" Felix Magath probiert schon die ungewöhnlichsten Tricks.

Vor dem Kellerduell gegen den 1. FC Köln herrscht beim VfL Wolfsburg der Ausnahmezustand. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Am Sonntag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) müssen die "Wölfe" unter gewaltigem Druck eine landläufige Meinung widerlegen: dass sie keinen Abstiegskampf können.

Magath versuchte am Karfreitag, die Stimmung im Lager des Meisters von 2009 etwas aufzulockern.

Magath: "Möchte rechtzeitig in den Urlaub"

"Ich plane nicht mit der Relegation, ich möchte rechtzeitig in Urlaub gehen", sagte Magath, ließ aber dennoch keine Zweifel aufkommen, dass die Lage bitterernst ist: "Es wurde viel geredet, auch schon vor mir. Jetzt müssen Taten folgen. Wir brauchen drei Punkte."

Noch am Mittwoch hatte "Quälix" für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Er gab seinen Spielern frei.

In so einer Situation sei es wichtig, "das zu tun, was die Spieler nicht erwarten", sagte Magath. Womöglich hatten die VfL-Profis nach den endlosen Standpauken etwas Zeit zur Besinnung tatsächlich bitter nötig gehabt.

Nicht nur von Magath waren die Spieler, die beim 2:2 gegen den direkten Abstiegskonkurrenten FC St. Pauli erneut wie satte Fußball-Millionäre aufgetreten waren, in den Senkel gestellt worden.

Garcia Sanz droht mit Konsequenzen

Auch VW-Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz drohte unverhohlen: "Wenn die Mannschaft jetzt nicht konsequent agiert, dann werden wir eben Konsequenzen ziehen."

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"Eine besondere Drucksituation"

Am Dienstag stellten sich Diego und Co. im Fan-Saal der Wolfsburger Arena den erbosten Anhängern, die überdeutlich machten, dass sie die "Schnauze voll" haben.

"Es ist schon eine besondere Drucksituation", sagte Kapitän Marcel Schäfer.

Zumindest glauben die Spieler, bei der Aussprache einen Schulterschluss mit dem Anhang vollzogen zu haben.

"Es ist unheimlich gut, dass die Fans trotz der schwierigen Situation weiter hinter uns stehen", sagte Diego Benaglio: "Was gewesen ist, können wir leider nicht mehr verändern. Aber es ist noch nicht zu spät. Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln und sich auf das Spiel gegen Köln zu fokussieren. Denn keine Frage: Wir müssen es einfach gewinnen."

Magath holt die Fans mit ins Boot

Felix Magath will sich komplizierte Rechnereien am liebsten ersparen, ihm gefallen Aufgaben mit wenigen Variablen.

Entsprechend simpel fällt auch seine Analyse der Situation aus:

"Wir wollen alle nicht in die zweite Liga runter, weder Fans, noch Spieler. Insofern sitzen wir alle in einem Boot, und jetzt rudern wir ans rettende Ufer."

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