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Arturo Vidal hat mittlerweile 114 Ligaspiele für Leverkusen absolviert © getty

Nach dem überzeugenden Sieg gegen Hoffenheim ist Bayer Leverkusen die Teilnahme am Millionenspiel nun kaum noch zu nehmen.

Leverkusen - Selten war bei Bayer Leverkusen die Vorfreude auf das rheinische Derby beim Erzrivalen 1. FC Köln so groß 386023(DIASHOW: Der 31. Spieltag).

"Da wollen wir die nächsten drei Punkte holen und möglichst schon die Teilnahme an der Champions League perfekt machen. Je früher, desto besser", sagte Nationaltorwart Rene Adler nach dem mühsamen 2:1 (1:1) der Werkself gegen 1899 Hoffenheim (Spielbericht).

Sollte Leverkusen am kommenden Samstag in der Domstadt gewinnen, könnte Bayer schon am drittletzten Spieltag die Sektkorken knallen lassen.

"Das wäre eine schöne Sache, wenn wir frühzeitig planen können", sagte Rudi Völler (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Leverkusens Sportdirektor freute sich am Abend auch noch über den Ausrutscher von Bayern München in Frankfurt (1:1) und die Pleite von Spitzenreiter Borussia Dortmund in Mönchengladbach (0:1).

Nach ganz oben schielt er jedoch nicht mehr.

"Spätestens nächste oder übernächste Woche werden die Dortmunder wahrscheinlich die Schale in der Hand halten", vermutete er bei LIGA total!

Blick auf BVB: "Utopisch"

Bayer-Keeper Rene Adler sah das ähnlich: "Ich denke, das ist utopisch, nach Dortmund zu schauen. Nach dem Spiel in München haben sie uns alle schon auf Platz vier geschrieben, jetzt sollen wir wieder nach oben schauen. Die sollten alle mal die Kirche im Dorf lassen."

Ruhig angehen wird es auch Leverkusens Coach Jupp Heynckes. Er hatte sich mit einer schweren Grippe ins Stadion geschleppt.

Königsklasse vor Augen

Dass dieser nächste Saison womöglich mit den Bayern in der Europa League spielt und Leverkusen in der Königsklasse, sei nach dem Sieg gegen Hoffenheim weder dem Chef noch seinem treuen Gefolgsmann durch den Kopf gegangen, versicherte Co-Trainer Peter Hermann.

Das Leverkusener Urgestein, das mit an die Isar wechselt, hatte bereits unter der Woche das Training geleitet und vertrat auch nach dem Match seinen Chef beim Interview-Marathon.

"Was das für den Verein bedeutet, kenne ich nur aus der Zeitung. Mit den Millionen kenne ich mich nicht aus", sagte Hermann zur fast sicheren Teilnahme an der Champions League.

Mit den Punkten dagegen schon. "Noch haben wir es nicht geschafft, wir brauchen noch einen Sieg", erklärte er angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf den Dritten Hannover 96.

Hoffenheim bricht ein

Die Bayer-Fans, die ihre Mannschaft nach 45 Minuten mit einem Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet hatten, feierten nach dem schmeichelhaften Erfolg am Ende schon die Rückkehr auf die große europäische Fußball-Bühne.

Dabei sah es gegen das Team aus dem Kraichgau lange Zeit so aus, als würden Michael Ballack und Co. im Saisonendspurt noch einmal vom Erfolgsweg abkommen.

Hoffenheim, das noch nie ein Ligaspiel gegen die Werkself gewann, war in der 28. Minute durch Gylfi Sigurdsson, der später noch den Pfosten traf, in Führung gegangen.

In der 40. Minute gelang Michal Kadlec das glückliche 1:1, ehe sechs Minuten nach der Pause Arturo Vidal einen katastrophalen Patzer von Ryan Babel zum Siegtreffer für Bayer nutzte.

Starke frustriert

"Wenn man sich die Dinger selbst reinhaut, braucht man sich nicht zu wundern. Normalerweise hätten wir einen Punkt mitgenommen", sagte Hoffenheims starker Torwart Tom Starke nach dem Auftritt bei seinem früheren Klub.

Hoffenheims scheidender Trainer Marco Pezzaiuoli, der mit seinem Team zum fünften Mal in Folge auf fremden Platz verlor, flüchtete sich in Durchhalteparolen: "Wir wollen in den letzten drei Saisonspielen noch unsere Ziele erreichen und die beste Bundesliga-Rückrunde für Hoffenheim klar machen."

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