Das Trainerkarussell dreht sich schnell wie nie. Mit Werder und Lautern zeigen nun zwei Klubs, dass es auch anders geht.

Die Saison neigt sich dem Ende zu und schon jetzt steht fest, dass das Trainerkarussell einer der großen Aufreger dieser Saison ist.

Die Hälfte der Klubs haben ihre Trainer ausgetauscht, der VfB Stuttgart sogar zweimal. Louis van Gaal sollte bei Bayern zunächst zum Saisonende gehen, dann wurde er doch vorzeitig beurlaubt.

Und Ralf Rangnick und Felix Magath saßen sogar bei zwei Klubs auf der Trainerbank.

Dass der Verbleib eines Bundesliga-Trainers zeitlich begrenzt ist, ist nichts Neues. Nur haben sich die Hire-and-Fire-Intervalle drastisch verkürzt.

[image id="1a9bd97c-647c-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Allerdings bleibt der positive Effekt der Wechsel größtenteils aus - zumindest aktuell: Bayern lässt auch unter Andries Jonker in Frankfurt Punkte liegen, der HSV kommt auch unter Michael Oenning nicht über das Mittelmaß hinaus.

Noch offensichtlicher wird die Situation im Tabellenkeller. Dort haben sich zwei Klubs so gut wie gerettet, die trotz phasenweise sehr großem öffentlichen Druck ihre Trainer gehalten haben.

Thomas Schaaf und Marco Kurz sitzen in Bremen und Kaiserslautern nach turbulenten Saisonverlauf nach wie vor fest im Sattel und steuern nun ziemlich sicher auf das Happy-End zu.

Neben der offensichtlich guten Arbeit der Trainer wird der Erfolg dort aber auch deshalb möglich, weil mit Klaus Allofs und Stefan Kuntz Klub-Bosse am Ruder sitzen, die eine Menge Druck von ihren Trainern nehmen.

Sie sind es, die ihren Trainern den Rücken frei halten und ihnen so viel Zeit verschaffen, dass die Maßnahmen der sportlich Verantwortlichen auch aufgehen.

Es lohnt sich, die Nerven zu bewahren und auf Kontinuität auf der Trainerposition zu setzen.

Der Erfolg der Gespanne Allofs-Schaaf und Kuntz-Kurz sollte den Verantwortlichen bei dem einen oder anderen Verein zu denken geben.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel