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Franck Ribery wechselte 2007 von Olympique Marseille nach München © getty

Der Bayern-Präsident glaubt, dass zwei europäische Top-Vereine ihr Netz schon nach dem Mittelfeld-Magier ausgeworfen haben.

Von Martin Hoffmann

München - Ein Ziel, mit dem Jürgen Klinsmann sein Amt als Trainer bei den Bayern angetreten ist, lautet den Erfolg seines Teams unabhängiger von Franck Ribery zu machen.

So ganz ist ihm das nicht gelungen: Die aktuelle Erfolgswelle seines Teams ist untrennbar mit dem Mittelfeld-Magier verbunden.

Die Serie von zwölf Pflichtspielen ohne Niederlage - sie begann in dem Spiel, in dem Ribery (Spielerporträt) wieder von Anfang an dabei war und seitdem wieder Glanzvorstellungen am Fließband abliefert.

Entsprechend groß ist die Erleichterung, dass Ribery nun trotz seines lädierten Knöchels grünes Licht für das Spitzenspiel in Leverkusen (Sa., ab 15 Uhr LIVE) bekommen hat.

Aber der großartige Lauf Riberys stellt die Bayern auch schon wieder vor ein Problem: Wie lange können sie diesen Ribery noch halten?

"Er wird immer seinen Markt haben"

Bayerns-Präsident Franz Beckenbauer wirft diese Frage in der "tz" nun wieder auf.

"Es ist doch klar: So ein Mann wie der Ribery wird immer seinen Markt haben", erklärt der "Kaiser".

Um gleich klarzustellen: "Aber wir würden ihn natürlich nicht an irgendwen abgeben. Da müsste schon ein ganz Großer kommen."

Den vermögenden Liga-Konkurrenten Hoffenheim zählt er nicht dazu: "Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen."

Chelsea und Real als Top-Kandidaten

Zwei Vereine fallen Beckenbauer stattdessen spontan ein: "Ich denke schon, dass Chelsea (Teamprofil) und Real Madrid (Teamprofil) Interesse an ihm haben. Bei denen wird sicher über ihn gesprochen."

Abwegig ist der Gedanke nicht: Die "Königlichen" waren schon mit Ribery in Kontakt, als er noch bei Marseille kickte und bevor er zu Bayern wechselte.

Und bei Chelsea ist Ribery in diesem Jahr auf einer Liste mit Spielern aufgetaucht, die Klubboss Roman Abramowitsch angeblich an die Stamford Bridge holen will.

Besser als Europas Top-Stars

Das Interesse der großen Klubs in Europa wird womöglich noch größer, wenn sie Wind von einer Statistik bekommen, die nun in der "Bild"-Zeitung veröffentlicht worden ist.

Die Firma "opta-Sport-Daten" hat Riberys Arbeitsnachweis mit dem von anderen auf dem Kontinent aktiven Top-Stars verglichen - und Ribery schlägt sie in so ziemlich allen Belangen.

Spitzenspieler wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Kaka, Frank Lampard, Steven Gerrard, Rafael van der Vaart und Ronaldinho - sie alle hängt Ribery in diversen Statistiken ab.

Immer am Ball, immer präzise

Ribery hat die meisten Ballkontakte, die größte Schussgenauigkeit, die beste Chancenverwertung - und geht auch in die meisten Zweikämpfe, wo er am häufigsten gefoult.

Fazit der "Bild": "Ribery ist der beste Fußballer der Welt."

Umso schmerzhafter wäre es, wenn Bayern ihn verlieren würde.

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