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Horst Heldt war vor seinem Wechsel zu Schalke für den VfB als Sportdirektor tätig © imago

Schalkes Sportchef Heldt spricht im SPORT1-Doppelpass über die Zukunft des Nationalkeepers, Neuers Tränen und die S04-Finanzlage.

München - Trotz seines angekündigten Abschieds von Schalke 04 steht die große Mehrheit der Fans weiter hinter Nationalkeeper Manuel Neuer.

Horst Heldt freut das natürlich vor dem großen Saison-Schlusspurt der Königsblauen, die im Champions-League-Halbfinale am Dienstag Manchester United (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) empfangen.

Im SPORT1-Doppelpass spricht der S04-Sportdirektor über Neuers Entscheidung, die Tränen des Torhüters und die 0:1-Heimniederlage (Bericht) gegen Kaiserslautern.

Horst Heldt über:

den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung gegen Lautern:

"Das kann ich nicht ansatzweise gelten lassen, weil die, die gespielt haben, ihr Bestes gegeben haben. Wir hatten auch die Chancen, haben nur die Tore nicht gemacht. Natürlich ist es so, dass wir am Dienstag ein wichtiges Spiel vor der Brust haben. Wenn sich gegen Lautern ein Stammspieler verletzt hätte, hätten die Leute gesagt, wie man nur so dämlich sein kann, die A-Mannschaft spielen zu lassen."

die finanzielle Notwendigkeit des Neuer-Transfer im Sommer:

"Warten wir das Ganze erst mal ab. Wir haben in dieser Saison nicht nur einen sportlichen Erfolg, sondern auch einen wirtschaftlichen Erfolg generiert. Von daher muss Schalke 04 erst mal gar nichts. Ich bin ganz entspannt."

die Vertragssituation von Manuel Neuer:

"Die Feststellung, dass Manuel Neuer uns mitgeteilt hat, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird, ist bitter genug für uns. Ich denke auch, dass der Verein es versäumt hat, frühzeitig den Vertrag mit Neuer zu verlängern, sogar noch vor der WM 2010. In dieser Saison haben Felix Magath, Ralf Rangnick und ich alles versucht, Manuel noch zu überzeugen.

Neuers Zukunft:

"Es ist der einzige Fakt, den wir im Moment haben, dass er sich entschieden hat, den Vertrag nicht zu verlängern. Zu einem Geschäft, wie in diesem Fall, gehören immer drei Parteien. Und es bleibt ein Fakt, dass auch der abgebende Verein, ein Wörtchen mitzureden hat."

angeblich abgeschlossene Verhandlungen:

"Ich muss mich schon wundern, wenn Zeitungen mehr wissen als die Verantwortlichen bei diesem Transfer."

Schalkes Zukunft nach Neuer:

"Schalke hat es vor und wird es auch nach Manuel Neuer geben. Es ist natürlich bitter, wenn wir Neuer 2012 verlieren werden. Es ist letztendlich aber so, dass der Verein über allem steht und damit zurecht kommen wird."

die Tränen von Manuel Neuer:

"Der Manuel ist ein Torwart und kein Schauspieler. Das kam schon von innen heraus. Es ist eine sehr, sehr schwierige Entscheidung gewesen, sich für Karriere, Geld und Titel zu entscheiden. Ich nehme es ihm ab. Für mich ist Neuer ein Paradebeispiel, wie ein Profi sich verhalten sollte. Er hat sich 20 Jahre mit dem Verein identifiziert und wird auch immer Schalker bleiben. Ich ziehe den Hut vor seinen Leistungen. Gegen Lautern hat er auch toll gespielt."

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