vergrößernverkleinern
Arturo Vidal spielt seine zweite Saison bei Bayer Leverkusen © getty

Bei Sport1.de spricht Arturo Vidal vor dem Spiel gegen den FC Bayern über seine Entwicklung und Leverkusens Aufschwung.

Das Gespräch führte Thorsten Mesch

Leverkusen - Das war nicht sein Tag. Als Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag in Bielefeld bei der 1:2-Niederlage das 0:2 kassiert hatte, brachte Trainer Bruno Labbadia mit Theofanis Gekas und wechselte Arturo Vidal aus.

Die winterlichen Temperaturen machten dem 21-Jährigen zu schaffen, er leistete sich viele Fehler und haderte mit Schiedsrichterentscheidungen.

"Ich war schlecht im Pass-Spiel und langsam bei der Ballannahme", räumt Vidal im Interview mit Sport1.de ein.

Es war eines seiner schlechtesten Spiele, seit der Defensiv-Allrounder ("Ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt") im vergangenen Sommer vom chilenischen Traditionsverein Colo Colo an den Rhein gewechselt war.

Bielefeld abhaken

Ansonsten bescheinigt ihm Leverkusens Sportchef Rudi Völler eine positive Entwicklung. "Er hat eine starke Hinrunde gespielt, war aber zuletzt etwas im Tief", sagte Völler dem "kicker", "aus dem muss er sich jetzt rausziehen." Am besten mit einer guten Leistung am Samstag im Spitzenspiel.

"Jetzt müssen wir das Spiel in Bielefeld abhaken, die Köpfe hochnehmen, denn es wartet ein sehr schweres Spiel gegen Bayern auf uns", sagt Vidal, der bisher alle 14 Bundesligaspiele bestritten und dabei drei Tore erzielt und zwei Treffer vorbereitet hat.

Bei Sport1.de spricht Arturo Vidal vor dem Spiel gegen den FC Bayern (Sa., ab 15 Uhr LIVE) über seine Entwicklung, Leverkusens Aufschwung in dieser Saison und Bruno Labbadia.

Sport1.de: Rudi Völler hat Sie gelobt. Er hat gesagt, Sie haben bisher eine sehr gute Hinrunde gespielt. Wie beurteilen Sie selbst Ihre Leistung?

Arturo Vidal: Ich glaube, dass ich mich hier in Leverkusen weiterentwickelt habe und gereift bin. Aber auch die neuen Spieler, die zu Beginn der Saison dazugekommen sind, tragen zum Erfolg bei. Renato Augusto, Henrique, Michal Kadlec und Patrick Helmes sind sehr gute Spieler, die dem Team enorm weiterhelfen. Deshalb stehen wir in der Liga so gut da.

Sport1.de: Letztes Wochenende in Bielefeld lief es nicht besonders. Bayer verlor 1:2 und musste die Tabellenführung an Hoffenheim abgeben. Warum?

Vidal: Wir haben superschlecht gespielt und eine Niederlage kassiert, die wir nicht erwartet hatten. Das Positive an solchen Spielen ist, dass sie dich dazu bringen, über deine Leistung nachzudenken. Was hast du falsch gemacht? Was war gut?

Sport1.de: Was hat der Trainer Ihnen über Ihre Fehler oder guten Aktionen gesagt?

Vidal: Dass das Spiel von uns sehr schlecht war. Ich war schlecht im Pass-Spiel und langsam bei der Ballannahme. Solche Dinge beeinflussen die Leistung sehr stark, was sehr schade ist, denn wir haben in den Spielen zuvor sehr gute Leistungen gezeigt. Jetzt müssen wir das Spiel in Bielefeld abhaken, die Köpfe hochnehmen, denn es wartet ein sehr schweres Spiel gegen Bayern auf uns.

Sport1.de: Wie in Leverkusen sorgt auch in München ein neuer Trainer für frischen Wind. Wie schätzen Sie den FC Bayern ein?

Vidal: Jürgen Klinsmann ist neu, aber die Spieler sind dieselben wie in der letzten Saison. Nach einigen Problemen zu Beginn der Saison sind die Bayern stark zurückgekommen.

Sport1.de: In der letzten Saison begann für Leverkusen mit einer Niederlage in München der Absturz von einem Champions-League-Platz auf Rang sieben. Ist die Mannschaft in dieser Saison gefestigter?

Vidal: Wir haben eine bittere Erfahrung gemacht, aber wie schon gesagt haben wir uns weiterentwickelt und sehr gute Spieler dazubekommen.

Sport1.de: Was sind die Hauptunterschiede zur letzten Saison?

Vidal: Letztes Jahr waren viele Spieler neu oder unerfahren. Jetzt sind die Neuen auch gleich Stammspieler. Sie haben viel zum Erfolg beigetragen. In Bielefeld, in Karlsruhe und gegen Berlin zuhause haben wir Punkte abgegeben. Das wollen wir in der Rückrunde besser machen und am Ende Meister werden.

Hier geht es zum zweiten Teil...

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel