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Matthias Sammer wurde 2002 als Trainer mit Borussia Dortmund Meister © getty

Matthias Sammer vergleicht den Meisterkampf von 2002 mit dem laufenden. Er glaubt nicht an ein Einbrechen der Dortmunder.

Von Tobias Hlusiak

München - Geht die Borussia noch ein?

Es sind nur noch fünf Punkte Vorsprung (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Borussia Dortmunds Vorsprung an der Tabellenspitze ist nach der unerwarteten Niederlage in Mönchengladbach (Bericht) geschrumpft 386023(DIASHOW: Der 31. Spieltag).

Der Verfolger aus Leverkusen scharrt mit den Hufen, muss in den letzten drei Spielen aber auf mindestens zwei Ausrutscher des Tabellenführers hoffen.

Parallelen zu 2002

Dass ein solcher Vorsprung noch verspielt werden kann, weiß Bayer aus eigener Erfahrung.

Im Meisterschaftskampf 2002 führte die Werkself nach dem 31. Spieltag mit fünf Toren und der deutlich besseren Tordifferenz vor dem BVB.

In den folgenden beiden Spielen kassierte Leverkusen jeweils eine Niederlage gegen Bremen und in Nürnberg. Weg war die Tabellenführung - schließlich wurde die Titelparty in Dortmund gefeiert.

Neun Jahre später ist die Ausgangsposition genau umgekehrt.

"Die Meisterschaft ist entschieden"

Dortmund grüßt von der Tabellenspitze, stützt sich auf ein vermeintlich dickes Polster von fünf Punkten und empfängt am kommenden Spieltag den Club.

Danach geht es nach Bremen.

Der damalige Meistertrainer Matthias Sammer ist sich trotzdem sicher: "Die Meisterschaft ist entschieden!"

Borussia werde sich den Titel nicht mehr nehmen lassen, gab sich Sammer auf "sky" zuversichtlich.

[kaltura id="0_udjnm8gd" class="full_size" title="Klopp Wer nerv s wird dem ist nicht zu helfen "]

Sammer verspottet Leverkusen

2002 stellte sich die Ausgangsposition laut dem DFB-Sportdirektor grundlegend anders dar.

"Das war ja damals auch Leverkusen", meint Sammer trocken. "Und das hier ist Borussia Dortmund. Aus der Tradition sage ich, das ist entschieden."

Auch in der Mannschaft scheint der Glaube an ein grandioses Scheitern im Zielspurt nicht eben weit verbreitet zu sein.

"Ich mache mir keine Sorgen, wir müssen nur unsere beiden Heimspiele gewinnen", rechnet Torhüter Roman Weidenfeller vor, der mit erst 18 Gegentreffern in 30 Spielen der große Rückhalt seines Teams ist, der "WAZ" vor.

"Man wird sehen, was hier los ist"

Realistisch betrachtet würden der Borussia schon vier Punkte aus den verbleibenden drei Partien gegen Nürnberg, Bremen und Frankfurt reichen.

Immer vorausgesetzt, Leverkusen gestaltet seine verbleibenden Aufgaben gegen Köln, Hamburg und Freiburg allesamt siegreich.

"Letzte Woche waren wir angeblich schon Deutscher Meister, jetzt haben wir lediglich ein Spiel verloren", relativiert Kevin Großkreutz die Pleite beim Tabellenletzten.

"Wir holen die nötigen vier Punkte und dann wird man schon sehen, was hier los ist."

Hummels sieht keine weiche Knie

Auch Nationalspieler Mats Hummels ist sich der eigenen Stärke weiterhin bewusst.

"Weiche Knie? Haben wir immer noch nicht. Weiter geht's", sagte der Nationalspieler, wohlwissend, dass es so nicht weitergehen kann. Insgeheim gestand der Innenverteidiger ein Einstellungsproblem ein.

"Es hat uns wohl doch nicht geholfen, vor dem Spiel Hoffenheim die Daumen zu drücken. Trotzdem bin ich relativ sicher, dass wir in der nächsten Woche die passende Antwort auf diese Niederlage geben werden."

Klopp: "Bis zum Ende arbeiten"

Trainer Jürgen Klopp warnt ohnehin seit Wochen gebetsmühlenartig davor, die Preise im Titelkampf zu früh zu verteilen.

"So lange wir uns mit dem Thema Meisterschaft beschäftigen, ist mir klar, dass wir bis zum Ende schwer arbeiten und alles investieren müssen", ist er sich sicher.

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