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Rangnicks vorheriger Co-Trainer Mirko Slomka übernimmt im Januar 2006 den Trainerposten auf Schalke. 2006/2007 führt er das Team auf den zweiten Tabellenplatz und in der folgenden Saison in der Champions League bis ins Viertelfinale. Trotz der guten Bilanz trennt sich Schalke im April 2008 - der Vorstand vermisst die "Weiterentwicklung" des Teams
Mirko Slomka trainierte Schalke bis April dieses Jahres © getty

Mirko Slomka kritisiert Andreas Müller. Die Fehleinkäufe des Schalke-Managers seien ihm in Gelsenkirchen zum Verhängnis geworden.

München - Mirko Slomka hat Schalkes Manager Andreas Müller scharf kritisiert.

Man könne schon sagen, dass Müllers Fehleinkäufe "mir zum Verhängnis geworden sind", sagte der ehemalige Schalker Trainer im Interview mit der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" mit Blick auf seine Entlassung bei den Königsblauen im April 2008.

"Ich will zu diesem Thema nur noch eins sagen, und das können Sie interpretieren, wie Sie wollen: Ich werde nie wieder einen Spieler akzeptieren, mit dem ich nicht selber mindestens einmal am Tisch gesessen habe und den ich nicht mindestens einmal live gesehen habe", sagte der 41-Jährige.

Seit seiner Trennung von Schalke such Slomka einen neuen Klub.

Fans fordern Müllers Entlassung

Die Schalker Fans hatten nach der 0:2-Niederlage (Spielbericht) im UEFA-Cup gegen Manchester City am Donnerstag lautstark Müllers Entlassung (Nachbericht) gefordert.

Müllers Einkäufe des vergangenen Winters - Ze Roberto, Albert Streit und Vicente Sanchez - kamen nie über die Reservistenrolle hinaus, ebenso Carlos Grossmüller und Peter Lövenkrands.

Slomka kann sich derweil eine Rückkehr nach Gelsenkirchen grundsätzlich vorstellen. Schalke sei ein Superklub, etwas Besonderes. Da verbiete es sich zu sagen: nie wieder.

Allerdings kritisiert er das aktuelle Schalker Konzept. "Ich habe immer gelesen und gehört, dass man auf Schalke schöneren Fußball sehen will, aber die Stärken dieses Kaders liegen eindeutig im Verhindern von Toren."

Slomka habe den Eindruck, "man will jetzt mit denselben Leuten auch spielerische Akzente setzen. Aber wo sind denn die Spieler mit der filigranen Technik für ein schnelles Kurzpassspiel?"

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