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Cacau spielt seit 2003 in Stuttgart und hat 67 Tore für den VfB erzielt © imago

Vor dem Derby gegen Hoffenheim spricht Cacau über die starke Rückrunde des VfB und darüber, wie weit er gehen würde, um seinem Klub beizustehen.

Von Christoph Gschoßmann und Mathias Frohnapfel

München - Der Kapitän schreitet voran.

Stuttgart braucht ihn, und Cacau stellt sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft des VfB. Woche für Woche läuft der Stürmer derzeit trotz Schmerzen für die Schwaben auf.

Und gegen Hamburg half dem VfB nicht nur die bloße Präsenz des Nationalspielers - Cacau führte seine Elf mit einer bärenstarken Leistung und zwei Treffern zum Sieg.

Unterschätzen wird der leidgeplagte Angreifer seine Beschwerden aber sicher nicht. Zu häufig warfen ihn Verletzungen in seiner Karriere zurück.

"Eine Operation wird bei mir notwendig sein", berichtet der Rechtsfuß im Gespräch mit SPORT1.

Doch dem großen Ziel, dem der VfB sich nach seiner katastrophalen Rückrunde verschrieben hat, ordnet er alles unter.

Die Schwaben haben mit einer großartigen Rückrunde den Kopf fast aus der Schlinge gezogen. In der Rückrundentabelle Sechster, steht Stuttgart mit 36 Punkten deutlich über dem Strich.

Am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) gastieren die Schwaben zum Derby in Hoffenheim. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Erneut werden die Schmerzen den 77-maligen Bundesligatorschützen nicht davon abhalten können, für "seinen" VfB Stuttgart die Knochen hinzuhalten.

Im SPORT1-Interview spricht Cacau über seine Leistenprobleme, die Gründe für die starke Rückrunde seines Teams und Trainer Bruno Labbadia.

SPORT1: Nach einer langen Zeit ohne Tore haben Sie am Wochenende wieder doppelt getroffen. War es eine Erlösung für Sie?

Cacau: Es war natürlich schön wieder zu treffen, denn die vergangenen Wochen waren sowohl für mich als auch für unsere Mannschaft nicht einfach. Am Ende hat natürlich die Freude über den verdienten 3:0-Erfolg noch etwas mehr überwogen, da wir damit einen nächsten wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht haben.

SPORT1: Sie haben eine Leistenoperation aufgeschoben. Muss man solche Opfer im Abstiegskampf bringen?

Cacau: Jeder Spieler gibt alles, damit wir es am Ende schaffen, über dem Strich zu stehen. Eine Operation bei mir wird notwendig sein, doch ich stelle mich selbstverständlich in den Dienst des Teams und versuche zu helfen. Dafür muss man auch Schmerzen aushalten können, zumindest so lange, wie es medizinisch noch vertretbar ist.

SPORT1: Macht die Mannschaft in Hoffenheim den Ligaverbleib perfekt?

Cacau: Sicher hätten mit einem Sieg und dann 39 Punkten gute Chancen, aber dafür fehlen uns noch drei Zähler. Durch die vergangenen beiden Erfolge haben wir weiter Selbstvertrauen gewonnen. Wir wollen am Samstag so auftreten wie gegen den HSV, dann dürften wir unserem Ziel ein weiteres Stück näher kommen.

SPORT1: Wie groß ist der Anteil Labbadias daran, dass es in der Rückrunde so viel besser läuft?

Cacau: Bruno Labbadia hat großen Anteil daran, dass wir uns wieder in einer besseren Ausganssituation befinden, als noch Ende des letzten Jahres. In der Vorbereitung auf die Rückrunde haben wir die Grundlagen vor allem im physischen Bereich geschaffen. Durch taktische Umstellungen sind wir stabiler geworden und treten geschlossener auf.

SPORT1: Der VfB Stuttgart ist in der Rückrundentabelle immerhin Sechster. Wie konnte es passieren, dass die Mannschaft zuvor solche Probleme hatte?

Cacau: Über diese mögliche Ursachen ist bereits viel geredet worden. Aktuell beschäftigen wir uns nur damit, wie wir den Klassenerhalt schaffen, darauf liegt der gesamte Fokus.

SPORT1: Wie sehr motiviert Sie das Derby gegen Hoffenheim?

Cacau: Es motiviert mich nicht der Gegner Hoffenheim, sondern dass wir am Samstag dem Klassenverbleib mit einem guten Ergebnis ein entscheidendes Stück näher kommen können.

SPORT1: Die Hoffenheimer stehen im Niemandsland der Tabelle. Macht es das für den VfB einfacher?

Cacau: Wenn man sich in unserer Situation befindet, dann gibt es keine einfachen Spiele. Hoffenheim stellt seine Qualität immer wieder unter Beweis, zuletzt bei ihrem Auswärtsspiel in Leverkusen. Wir müssen mit der richtigen Einstellung in diese Partie gehen und wieder unsere Leistung bringen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir am Ende nicht mit leeren Händen nach Hause fahren werden.

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