vergrößernverkleinern
Sascha Riether (r.) erzielte sein zweites Saisontor © getty

Bremen beginnt gut, lässt sich aber vom kampfstarken VfL den Schneid abkaufen - und agiert in Hälfte zwei zu ideenlos.

Bremen - Felix Magath ist mit dem VfL Wolfsburg im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag geglückt.

Die Niedersachen setzten sich bei Werder Bremen durch einen Treffer von Sascha Riether in der 22. Minute mit 1:0 (1:0) durch.

Mit dem zweiten Sieg innerhalb von sechs Tagen hat der Meister von 2009 zumindest bis Samstagnachmittag den Relegationsplatz verlassen und kletterte auf Platz 14.

Der Klub von der Weser verpasste es dagegen, den Klassenerhalt mit einem Heimsieg perfekt zu machen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Wagner fehlt verletzt

Bremens Trainer Thomas Schaaf hatte seine Elf im Vergleich zum 3:1-Erfolg beim FC St. Pauli nur auf einer Position umgebaut.

Für den verletzten Stürmer Sandro Wagner rückte der Österreicher Marko Arnautovic in die Mannschaft. Gäste-Coach Magath vertraute der selben Startelf, die vergangene Woche 4:1 gegen Köln gewann.

Im Weserstadion entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel, in dem beide Teams ihr Heil in der Offensive suchten.

Jubiläum für Frings

Die erste Gelegenheit hatten die Gastgeber in der 9. Minute. Torsten Frings, der sein 400. Bundesligaspiel absolvierte, zog einen Freistoß aus halblinker Position auf das Tor von Diego Benaglio, der mit dem abgefälschten Ball leichte Probleme hatte.

In der Folgezeit übernahm die Elf von Thomas Schaaf das Kommando, brachte Wolfsburg aber nicht ernsthaft in Gefahr 391037DIASHOW: Der 32. Spieltag.

Nach der Führung für die Mannschaft von Felix Magath war Werder kurz geschockt, Silvestre zwang seinen eigenen Torhüter Tim Wiese mit einer zu kurzen Kopfballrückgabe zu einer Parade (28.).

Werder zu harmlos

Danach versuchte Werder, die Kontrolle zurückzugewinnen. Die Gastgeber konnten aber keine große Torgefahr ausstrahlen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Bremer erneut den besseren Start und hatten in der 55. Minute durch Marko Marin die Ausgleichschance auf dem Fuß.

Der Schuss des Technikers aus 15 Metern war allerdings zu schwach, um Benaglio zu überwinden.

VfL verpasst Vorentscheidung

Kurz darauf folgte ein gefährlicher Konter der Wolfsburger, den Grafite beinahe per Distanzschuss zum 0:2 abgeschlossen hätte.

In der Schlussphase entwickelte sich eine packende Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Marcel Schäfer (69.) und Simon Kjaer (72. ) verpassten die Vorentscheidung für Wolfsburg per Kopf.

Wolfsburgs Regisseur Diego, 2009 Pokalsieger mit Werder, wurde von den 40.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion nach seiner Auswechslung in der 79. Minute mit Sprechchören verabschiedet.

Schaaf hadert

Schaaf zeigte sich nach Abpfiff sichtlich enttäuscht: "Wir haben zu keiner Sekunde Druck aufgebaut. Die Offensive war zu schwach, da war keine Überzeugung im Spiel", sagte der Werder-Coach.

Magath gefiel dagegen vor allem die zweite Hälfte seines Teams.

"Wir haben hier nicht ganz unverdient gewonnen. Unser Start war gut, dann aber haben wir den Bremern immer mehr das Feld überlassen. In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser und zielstrebiger."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel