vergrößernverkleinern
Beck (l.) konnte mit Hoffenheim in der Liga noch nie gegen den VfB gewinnen. © getty

Hoffenheim spielt eine starke erste Hältfe und profitiert von einem VfB-Patzer. Doch Stuttgart kämpft - und dreht richtig auf.

Sinsheim - Der VfB Stuttgart hat mit toller Moral einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der Bundesliga gemacht.

Die Schwaben setzten sich am drittletzten Spieltag trotz eines Rückstands 2:1 (0:1) im baden-württembergischen Derby bei 1899 Hoffenheim durch und können mit 39 Punkten auf dem Konto gelassen in die ausstehenden zwei Partien gehen.

Auch wenn VfB-Trainer Brunno Labbadia das anders sieht: "Für uns war das ein Riesensieg. Trotzdem sind wir noch nicht gerettet."

Nationalstürmer Cacau (63.) und der Serbe Zdravko Kuzmanovic (68. ) per Foulelfmeter trafen für den VfB (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Peniel Mlapa hatte die Hoffenheimer, die in der Bundesliga noch nie gegen den VfB gewinnen konnten, nach einem haarsträubenden Stuttgarter Abwehrfehler in Führung gebracht (14.).

Hoffenheim mit starkem Beginn

Die 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena hatten in den ersten Minuten starke Gastgeber gesehen.

Die Kraichgauer, in deren Kader acht frühere Stuttgarter stehen, starteten mit viel Tempo und Aggressivität in die Partie 391037(DIASHOW: Der 32. Spieltag).

Nennenswerte Torchancen konnten sich die Hoffenheimer, die ohne Tobias Weis, Sejad Salihovic, Boris Vukcevic und Chinedu Obasi auskommen mussten, zunächst aber nicht erarbeiten.

Mlapa nutzt VfB-Patzer

Als der VfB gerade besser ins Spiel kam, leisteten sich Innenverteidiger Serdar Tasci und Torwart Sven Ulreich in Gemeinschaftsproduktion einen katastrophalen Fehler.

Tasci brachte Ulreich mit einem Rückpass völlig unnötig in Schwierigkeiten, der Torwart brachte den Ball nicht unter Kontrolle, und Mlapa bedankte sich mit seinem vierten Saisontor.

Nur zwei Minuten später hatten die Stuttgarter, bei denen Philipp Degen, Cristian Molinaro, Johan Audel und Timo Gebhart fehlten, die große Möglichkeit zum Ausgleich. Der niederländische Außenverteidiger Khalid Boulahrouz traf aber nur den Pfosten (16.).

Vorsah rettet in höchster Not

Im Anschluss entwickelte sich ein weitgehend ausgeglichenes Derby mit zahlreichen verbissen geführten Zweikämpfen im Mittelfeld.

Dabei waren die Gäste zwar um den Ausgleich bemühte, dem VfB fehlte es aber an der nötigen Kreativität im Offensivspiel und an der Durchschlagskraf im Angriff.

In dieser Phase brachten allerdings auch die Hoffenheimer in der Offensive kaum etwas zustande. Nur ein Distanzschuss des Isländers Gylfi Sigurdsson sorgte für Gefahr (33.).

Kurz vor der Pause drehten die Schwaben noch einmal auf. Zunächst prüfte Kuzmanovic den Hoffenheimer Torwart Tom Starke mit einem abgefälschten Weitschuss (39.), dann klärte 1899-Innenverteidiger Isaac Vorsah nur wenige Sekunden später in höchster Not vor Cacau.

Ulreich pariert glänzend

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hätten wiederum die Hoffenheimer, die entschlossen aus der Kabine kamen, für die Vorentscheidung sorgen können.

Zunächst scheiterte der Niederländer Ryan Babel aus kurzer Distanz per Kopf an Ulreich (52.), dann musste der VfB-Torhüter einen Schuss des Österreichers David Alaba parieren (53.).

Nach einer Stunde wurde der VfB wieder stärker, was sich sofort durch das achte Saisontor Cacaus bemerkbar machte. Kurz darauf foulte Vorsah den Österreicher Martin Harnik im Strafraum. Kuzmanovic ließ sich die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen.

Beste Spieler auf Seiten der Hoffenheimer waren der frühere Stuttgarter Sebastian Rudy und Alaba. Bei den Stuttgartern konnten Harnik und Cacau überzeugen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel