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Milivoje Novakovic (M.) erzielte seine Saisontreffer 15 und 16 © getty

Leverkusen ist drückend überlegen, vergibt aber beste Chancen. Köln zeigt sich eiskalt und trifft zwei Mal durch Novakovic.

Köln - Bayer Leverkusen hat ausgerechnet beim 1. FC Köln endgültig die deutsche Meisterschaft verspielt.

Die Elf von Trainer Jupp Heynckes verlor beim rheinischen Rivalen mit 0:2 (0:0) und verhalf Borussia Dortmund damit zum vorzeitigen Titelgewinn.

Während Bayer dennoch die Champions-League-Teilnahme so gut wie sicher hat, gelang Köln im ersten Spiel unter seinem Interimstrainer Volker Finke ein Big Point im Abstiegskampf.

Mit seinen Saisontreffern 15 und 16 (67. und 83.) machte Torjäger Milivoje Novakovic den ersten Heimsieg der Kölner gegen die Werkself seit 14 Jahren perfekt 391037(DIASHOW: Der 32. Spieltag).

Finke kehrt erfolgreich zurück

Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Frank Schaefer zeigten die Gastgeber nach zuvor drei Niederlagen in Folge aufsteigende Tendenz. Finke saß erstmals seit dem 20. Mai 2007 in Deutschland wieder auf einer Trainerbank (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften RheinEnergieStadion begannen beide Teams angesichts der Bedeutung des Spiels äußerst verkrampft und nervös.

Leverkusen, das sich letztmals 2005 für die Königsklasse qualifizieren konnte, wirkte zwar abgeklärter, die Gastgeber machten fehlende spielerische Klasse aber mit großem Kampfgeist wett und hatten in der 13. Minute auch die erste gute Möglichkeit.

Nach einer Hereingabe von Lukas Podolski verpasste Torjäger Milivoje Novakovic nur knapp.

Castro vergibt die Führung

Die Gäste waren in der Folgezeit zwar um Spielkontrolle bemüht, verzettelten sich zunächst aber immer wieder bei ihren Angriffsbemühungen.

Bayer-Star Michael Ballack musste sich bei jeder Ballberührung Pfiffe der Kölner Fans anhören.

Die FC-Anhänger reagierten damit auf Ballacks unsportliches Verhalten vom 20. März, als der DFB-Kapitän nach dem 2:0 von Leverkusen gegen Schalke "Scheiß FC Köln" ins Megafon gebrüllt hatte.

Mit einem tollen Pass auf Gonzalo Castro leitete Ballack aber in der 24. Minute die erste gute Möglichkeit für die Leverkusener ein.

Leverkusen vergibt beste Chancen

Die Kölner, bei denen im Gegensatz zur 1:4-Pleite in Wolfsburg am vergangenen Sonntag der Portugiese Petit, der zuletzt gesperrte Podolski, Kevin Pezzoni und Adil Chihi wieder in der Startelf standen, waren im ersten Durchgang bedeutend aktiver, ohne ihrerseits allerdings klare Torchancen gegen das beste Rückrundenteam zu erarbeiten.

Nach der Pause waren die Gäste dominanter und hätten in der 51. Minute in Führung gehen müssen, doch Stefan Kießling scheiterte an der Latte.

Wenig später verpasste erneut Novakovic die mögliche FC-Führung, Ballack hatte seinerseits in der 63. Minute noch eine gute Gelegenheit.

Die Führung für den FC fiel dann aus heiterem Himmel. Nach Vorarbeit von Miso Brecko ließ Novakovic Nationaltorwart Rene Adler keine Chance.

Beste Kölner waren Podolski und Youssef Mohamad die Besten, Renato Augusto und Sami Hyypiä ragten bei Leverkusen und heraus.

Adler: "Gebrauchter Tag"

Leverkusens Torwart Rene Adler war sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

"Anfang der ersten Halbzeit haben wir den Kampf nicht so angenommen. Dass wir es besser können, haben wir dann in der zweiten Halbzeit gezeigt. Natürlich kam dann Pech dazu, dass bei uns die Dinger nicht gefallen sind. Köln macht dann aus dem Nichts die Tore. Für uns war es ein gebrauchter Tag", so der Bayer-Keeper.

Bayer-Coach Jupp Heynckes zeigte sich als fairer Verlierer im Meisterschaftsrennen.

"Dortmund ist völlig zurecht Meister. Sie haben über weite Strecken der Saison hervorragend Fußball gespielt. Auch mir persönlich hat der Fußball der Dortmunder sehr gut gefallen. Herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft und Jürgen Klopp. Sie können stolz auf ihre Leistung sein", sagte der Leverkusener Trainer.

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