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Seit 12. Dezember 2010 ist Bruno Labbadia (l.) Cheftrainer beim VfB Stuttgart © getty

Durch den Sieg in Hoffenheim hat Stuttgart den Klassenerhalt fast sicher. Labbadia warnt jedoch vor verfrühten Feierlickeiten.

Sinsheim - Die Mimik von Bruno Labbadia zeugte von großer Erleichterung, die Aussagen des vom Abstiegskampf gezeichneten Trainers warnten eindringlich vor verfrühter Freude.

"Nicht in dieser verrückten Saison", antwortete der Coach des VfB Stuttgart nach dem 2:1 (0:1) im baden-württembergischen Derby bei 1899 Hoffenheim (Spielbericht) auf die Frage, ob die Schwaben mit ihren 39 Punkten auf dem Konto nun den Klassenerhalt feiern können.

Tatsächlich dürfen die Stuttgarter angesichts von fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz sowie der ausstehenden Spiele gegen Hannover 96 und Bayern München die Korken noch nicht knallen lassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Es sieht ganz gut aus"

"Es sieht jetzt natürlich ganz gut aus. Der Sieg war aber angesichts der anderen Ergebnisse bitter notwendig", erklärte Labbadia.

Und weiter: "Wir sind immer noch nicht gerettet. Es gibt keinen Anlass, sich auszuruhen. Wir brauchen noch einen Punkt."

VfB beeindruckt mit toller Moral

Dennoch spricht die Vorstellung des VfB im Kraichgau für die Schwaben.

Die Stuttgarter, die in der Bundesliga noch nie gegen Hoffenheim verloren haben, setzten sich vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena dank ihrer tollen Moral trotz eines Rückstands durch 391037(DIASHOW: Der 32. Spieltag).

Nationalstürmer Cacau (63.) und der Serbe Zdravko Kuzmanovic (68.) per Foulelfmeter drehten die Partie, in der die Gastgeber durch Peniel Mlapa in Führung gegangen waren (14. ).

Erlösende Party gegen 96?

"Wir haben einen großen Schritt gemacht, nachdem wir in den vergangenen Monaten viele kleine Schritte gemacht haben. Dennoch reicht dieser Schritt leider immer noch nicht", sagte Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic.

Der hofft nun auf die erlösende Party nach dem Spiel am kommenden Samstag gegen Hannover.

"Beim Blick auf die anderen Ergebnisse sieht man, wie wichtig der Sieg war. Es gibt doch nichts Schöneres, als im Heimspiel vor vollem Haus den Sack endgültig zuzumachen" erklärte Bobic.

"Wir sind noch nicht durch"

Beim Blick auf das Hannover-Spiel hob Labbadia aber bereits mahnend den Zeigefinger.

"Wir haben mit Hannover eine harte Nuss vor der Brust", sagte der Coach, der seine Profis schon nach dem Abpfiff in Hoffenheim auf Linie gebracht hatte. "Wir sind noch nicht durch, aber mit einem Dreier am Samstag haben wir es dann geschafft", meinte Nationalspieler Christian Träsch.

Auch Torschütze Kuzmanovic war noch nicht in Feierlaune: "Rechnerisch haben wir es noch nicht geschafft. Wir müssen gegen Hannover gewinnen."

Hoffenheim blickt auf die nächste Saison

Obwohl die Hoffenheimer nur einen Punkt mehr als der VfB auf dem Konto haben, ist die Luft bei den Kraichgauern raus.

In Hoffenheim richten sich bereits alle Blicke auf die nächste Saison unter dem neuen Trainer Holger Stanislawski. Um dem Nachfolger des erfolglosen Marco Pezzaiuoli einen guten Start zu ermöglichen, werden vermeintliche Unruhestifter schon jetzt aussortiert.

So soll der kroatische Abwehr-Routinier Josip Simunic die Hoffenheimer nach Saisonende verlassen.

"Er war nicht im Kader, weil er dem Kader auch nächste Saison nicht mehr angehören soll", sagte Pezzaiuoli. Simunic, der noch bis zum Ende der nächsten Saison im Kraichgau unter Vertrag steht, war schon während der laufenden Spielzeit von Pezzaiuoli wegen mangelhafter Einstellung zum Sondertraining abkommandiert worden.

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