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Nuri Sahin und Sportdirektor Michael Zorc (r.) freuen sich über die Meisterschaft © getty

Michael Zorc spricht bei SPORT1 über die durchzechte Nacht in Dortmund. Jürgen Klopp lobt seine "außergewöhnliche Truppe".

Von Björn Seitner und Christian Arias Losada

München/Dortmund - Die Party der vergangenen Nacht war Michael Zorc noch deutlich anzusehen.

"Ich bitte zu entschuldigen, dass meine Gedankengänge noch nicht ganz so strukturiert sind", sagte Dortmunds Sportdirektor mit belegter Stimme im SPORT1-Doppelpass.

Viel geschlafen hatte der 48-Jährige nicht: "Als ich nach Hause bin, wurde es langsam hell. Und ich war noch lange nicht der Letzte."

Nachdem der BVB die siebte Deutsche Meisterschaft im eigenen Stadion gegen den 1. FC Nürnberg (Spielbericht) vorzeitig perfekt machte, brachen im Ruhrpott alle Dämme - Dortmund im Ausnahmezustand 391776(DIASHOW: Die Meisterfeier) .

"Ganz, ganz viel Party"

Dabei war Zorc sicher nicht der Einzige dessen Gedankengänge noch nicht geordent waren.

Nach den Feierlichkeiten in der Kabine des Signal Iduna Parks ging es für die Mannschaft erstmal zum Stamm-Italiener "Piazza Navona" in die Innenstadt und anschließend in die Disco "View", um die "Sau rauszulassen", wie Marcel Schmelzer auf SPORT1-Nachfrage bestätigte.

Auch Antonio da Silva hatte bezüglich der Abendplanung nur eins im Kopf: "Auf jeden Fall ganz, ganz viel Party. Denn wir haben uns diesen Titel verdient. Wir haben zwar noch zwei Spiele, aber wir lassen es krachen."

100.000 Fans in der Stadt

Als sich Zorc am Mittag als Erster nach dem Party-Marathon stellte, waren einige noch immer auf den Beinen: "Auf dem Weg zur Geschäftsstelle habe ich noch einige Leute und Fans von uns gesehen, die jetzt erst nach Hause sind." Vermutlich direkt zum Mittagsessen.

Auch in der Stadt gab es kein Halten: Nach offiziellen Angaben feierten 100.000 euphorische Fans den mit im Schnitt 22 Jahren jüngsten Deutschen Meister aller Zeiten.

Für den einen war es "wie ein Sechser im Lotto", für den anderen "wie die Weltmeisterschaft".

[kaltura id="0_u0azgkz7" class="full_size" title="Riesen Stimmung auf dem Borsigplatz"]

Kurz vor Mitternacht hatte sich überglückliche BVB-Coach Jürgen Klopp von der Meisterfeier noch im "ZDF" zu Wort gemeldet.

"Das größte Problem, das meine Mannschaft in den letzten Monaten hatte, war der Ausfall des Playstation-Networks, so dass sie nicht mittags auch noch spielen konnten", sagte Klopp amüsiert.

Schwer, in der Spur zu bleiben

Dass es in Wahrheit nicht ganz so einfach war, gab er dann aber doch noch zu. "Wir hatten Stress in den letzten Wochen, in der Spur zu bleiben", sagte der 43-Jährige mit einem Lob für den größten Konkurrenten Bayer Leverkusen.

Durch die 0:2-Niederlage der "Werkself" in Köln (Spielbericht) konnte die Borussia den Titel aber schon zwei Spieltage vor Schluss unter Dach und Fach bringen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Einer der Gründe für die überragende Dortmunder Saison war für Klopp "das Glück, bei der Auswahl der Spieler ein gutes Händchen gehabt zu haben".

"Eine außergewöhnliche Truppe"

Und weiter: "Diese Mannschaft hat es verstanden, wie das Spiel wirklich funktioniert und wieviel man davon profitiert, wenn der Nebenmann dazu bereit ist einem Arbeit abzunehmen. Jeder Einzelne in dieser Truppe ist in den drei letzten Jahren so viel besser geworden."

Ein Teil der Schale gehöre jedem Einzelnen nun ein Leben lang, freute sich Klopp für sein Team, das sich "untereinander überragend" verstehe.

"Das ist aber nicht ungewöhnlich bei der Altersklasse. Es ist eine außergewöhnliche Truppe", erklärte er die Stimmung innerhalb der Mannschaft.

Zeit auszuschlafen

Dass die Party der Dortmunder Youngster bis in die sonntäglichen Mittagsstunden reichte, ist daher auch nur logisch.

Zeit den Kater auszuschlafen haben die Dortmunder jedenfalls genug: Erst am Mittwoch steht das nächste Training an.

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