Den ersten Ausreißer hat der FCB kassiert, nun soll Hoffenheim folgen. Doch vielleicht bleibt der Titelkampf spannend.

Das nennt man wohl langen Atem.

Nach schwieriger Anlaufphase hat der FC Bayern rechtzeitig unter Jürgen Klinsmann in die Spur gefunden.

Zumindest der erste Ausreißer wurde mit Bayer Leverkusen drei Spieltage vor der Winterpause eingefangen.

Nun kommt es für den seit mittlerweile 13 Pflichtspielen unbesiegten Rekordmeister zum großen Showdown mit Überraschungs-Spitzenreiter Hoffenheim.

Und wie zu erwarten, begannen die Münchner unmittelbar nach dem souveränen 2:0 in der BayArena mit dem Säbelrasseln.

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Allen voran einmal mehr die Abteilung Attacke: Für Uli Hoeneß ist der Sieg im Gipfeltreffen - und im Prinzip wohl auch die Meisterschaft - schon so gut wie sicher, denn: "Wir sind besser als Hoffenheim."

Es wird hochinteressant zu beobachten, ob die junge und unerfahrene Hoffenheimer Mannschaft diesen Psychospielchen, der ungewohnten Kulisse und Atmosphäre in der ausverkauften Allianz Arena sowie der extrem gestiegenen Erwartungshaltung gewachsen sein wird.

So oder so: Alles andere als ein Bayern-Heimsieg wäre mehr als eine Überraschung.

Gut möglich also, dass schon am nächsten Freitag ganz im Sinne von Uli Hoeneß eine Vorentscheidung über den Titel fällt.

Vielleicht käme es bei einer herben Hoffenheimer Pleite zum seit dem 1. Spieltag prognostizierten Einbruch des Aufsteigers.

Dann ginge vermutlich alles seinen erwarteten Weg und die Bayern würden unaufhaltsam der 22. Meisterschaft entgegen stürmen.

Denn Hoffenheim ist schon so etwas wie die letzte Hoffnung aller Nicht-Bayern-Fans. Wesentlich stärker besetzte Teams wie Bremen, Schalke, HSV oder Stuttgart werden fast sicher nicht mehr in den Titelkampf eingreifen.

Auch Hertha BSC kann man trotz des Höhenflugs bis auf Platz drei nicht ernsthaft als Meisterkandidat bezeichnen.

Und Leverkusens harm- und mutloser Auftritt gegen Angstgegner Bayern zeigte erneut, dass Bayer (noch) nicht reif für die absolute Spitze ist.

Bleibt also Hoffenheim - zumindest bis zum kommenden Spieltag.

Sollte das Rangnick-Team aber allen Experten ein weiteres Mal die lange Nase zeigen und auch dem großen FC Bayern Paroli bieten, dann kann es wirklich einen spannenden Titelkampf geben.

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