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Mario Gomez (l.) wechselte 2009 vom VfB Stuttgart zum FCB © getty

Bayerns Offensive übertrumpft den Meister aus Dortmund - auch dank Mario Gomez. Der Stürmer will jetzt die Torjägerkrone.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Die Bayern können doch noch einen Titel in dieser Saison holen.

In einer Saison ohne Trophäen wird plötzlich die Torjägerkanone zur begehrten Auszeichnung für die Münchner (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mario Gomez liegt zwei Runden vor Saisonende auf Platz eins der besten Torschützenliste - mit immerhin zwei Treffern Vorsprung auf den Freiburger Pappis Cisse (DATENCENTER: Die Torjäger).

Richtig. Jener Mario Gomez, den Ex-Trainer Louis van Gaal um ein Haar im Sommer nach Liverpool abgeschoben hätte.

Ein Machtwort des Vorstands verhinderte das. Die Bayern sind darüber heilfroh genauso wie natürlich Gomez selbst.

Eigene Bestmarke eingestellt

Auch beim 4:1-Sieg über Schalke (Bericht) macht der 25-Jährige seine Bude.

"Wenn ich noch zwei gute Spiele abliefere, dann werde ich auch noch mal treffen", kündigte der Stürmer danach selbstbewusst an (391037DIASHOW: 32. Spieltag).

Seine eigene Bestmarke aus der Saison 2008/2009, als ihm im Stuttgarter Dress gleichfalls 24 Tore gelangen, hat er bereits eingestellt.

Was beweist: Der durchaus nicht unsensible Stürmer Gomez funktioniert auch in München.

Offensive übertrumpft Dortmund

Auch dank ihm überragt Bayerns Offensive in der Liga. Mit 71 Toren liegt der FCB was die Treffer angeht sogar vor Meister Dortmund (64 Tore).

Das freut Gomez, ärgert ihn aber auch. Denn dahinter lauert die Erkenntnis, dass das Starensemble wegen einer wackeligen Architektur aus Defensive und Offensive viele Punkte liegen ließ.

"Man hat gesehen, dass wir vom Potenzial her weiter nach oben gehören", befindet Gomez.

Und fügt an: "Unsere Meisterschaft in diesem Jahr ist Platz drei. Die Dortmunder sollen jubeln, sie sollen feiern, sollen es genießen."

[kaltura id="0_x2erifzn" class="full_size" title="Bayern ist wieder im Rennen "]

Kampfansage an den BVB

Rekordverdächtige vier Mal schnürte Gomez in dieser Saison einen Dreierpack.

Auch deshalb sendet er den dezenten Hinweis an den BVB, dass die Schale nur verliehen sei oder wie Gomez sagt: "Nächstes Jahr wollen wir diesen Platz wieder haben."

Müller will "Kuhe vom Eis ziehen"

Damit liegt Gomez logischerweise ganz auf Linie der Teamkameraden wie Thomas Müller, mit dem er auch gegen Schalke wieder prächtig harmonierte.

"Wir müssen jetzt topfit sein und die Kuh vom Eis ziehen", befindet Müller vor der Partie auf St. Pauli am Samstag.

Auch er ist enttäuscht, "dass wir so wenig aus der Saison gemacht haben."

Platz drei und die Champions-League-Qualifikation ist jetzt das Minimalziel, für das Bayern kämpft.

Robben treibt an

Flügelflitzer Arjen Robben ist überzeugt, dass nichts mehr schiefgeht.

"Wenn wir in den nächsten Spielen auch so auftreten wie gegen Schalke, kann uns nichts passieren. Wir müssen natürlich was machen. Wir bekommen nichts umsonst", sagte der Niederländer.

Sollte Bayern bei St. Pauli und im letzten Saisonspiel gegen Stuttgart tatsächlich wirbeln, dürfte auch Gomez wieder treffen.

Ein Argument für die Nationalelf?

Der "Torero" hat längst die Last abgelegt, die angesichts seines 30-Millionen-Euro-Transfers von Stuttgart nach München lange auf ihm lastete.

Beim FC Bayern fügte sich auch deshalb Miroslav Klose lange in die Rolle des Edel-Jokers. In der Nationalelf sind die Rollen der beiden Stürmer vertauscht, aber auch dort lauert Gomez.

Als möglicher Torschützenkönig der Bundesliga hätte er ein Argument mehr auf seiner Seite.

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