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Franz Beckenbauer glaubt nicht mehr an den Halbzeit-Titel für den FCB © getty

Franz Beckenbauer ist wieder von der Meisterschaft des FC Bayern überzeugt, glaubt er aber nicht mehr an den Halbzeit-Titel.

München - Franz Beckenbauer ist wieder von der Meisterschaft des FC Bayern überzeugt, glaubt er aber nicht mehr an den Halbzeit-Titel.

"Die zweite Halbzeit war sicher eindrucksvoll", sagte der "Kaiser" "Premiere" nach dem 2:0 bei Bayer Leverkusen.

"Inzwischen kann man über 90 Minuten diese kompakte Leistung sehen."

Platz eins werde sein Klub aber frühestens im Januar erreichen.

"Obwohl sie in München verlieren werden"

"Ich glaube, dass Hoffenheim Herbstmeister wird - obwohl sie in München verlieren werden", meinte der FCB-Präsident.

"Aber selbst wenn Bayern alle Spiele gewinnt, schaffst Du das nicht", meinte er weiter mit Blick auf die um acht Tore schlechtere Tordifferenz seines Klubs.

Der Höhenflug der Truppe aus dem Kraichgau nötigt Beckenbauer höchsten Respekt ab, er verglich die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick sogar mit der legendären Bayern-Elf der 60er Jahre mit der Achse Maier-Beckenbauer-Müller.

"Die Begeisterung dort ist einfach unglaublich. Das erinnert mich ein bisschen an uns, an den Aufstieg 1965. Da sind wir mit Begeisterung und Euphorie gleich Dritter geworden."

Ribery Hauptgrund für den Bayern-Aufschwung

Den Aufschwung der seit 13 Spielen ungeschlagenen Bayern führte der FCB-Boss vor allem auf Franck Ribery zurück:

"Er hat die Richtung vorgegeben. Der hat einen ganz anderen Zug reingebracht. Da mussten die anderen einfach mitziehen", lobte Beckenbauer den Fanzosen, der er als einen der zwei besten Spieler der Welt bezeichnete.

"Ribery und der kleine Lionel Messi sind derzeit wohl die besten Spieler der Welt. Das sind Tänzer, keine Fußballspieler."

Sorge um Verbleib des Franzosen

Beckenbauer bekräftigte dabei auch seine Sorge, dass Ribery den Angeboten der finanzkräftigeren internationalen Konkurrenz erliegen könnte.

Im Falle einer lukrativen Offerte "kann man immer auf den Vertrag pochen, aber wenn der finanzielle Anreiz groß genug ist, weiß man nie", sagte er.

Riberys Vertrag bei den Bayern läuft noch bis Juni 2011 und der 25-Jährige hat bereits mehrfach betont, dass er sich in München sehr wohl fühlt.

Bayern-Manager Uli Hoeneß will Ribery "für kein Geld der Welt" abgeben, sollte Real Madrid oder Manchester United allerdings ein gutes Angebot abgeben, könnte der FC Bayern schwach werden - im Falle eines Wechselwunsches Riberys.

Es nütze nichts, einen Spieler gegen dessen Willen zu halten, so Beckenbauer.

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