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Bayerns Franck Ribery (l.) und Arjen Robben haben zusammen 22 Torvorlagen © getty

Nach dem Schalke-Sieg kracht es zwischen Bayerns Stars. Nicht zum ersten Mal muss sich Robben Eigensinnigkeit vorwerfen lassen.

Von Björn Seitner

München - Das Mannschaftstraining am Montag hatte Arjen Robben ausfallen lassen.

Den Niederländer plagt ein Magen-Darm-Infekt. Doch kein Grund zur Besorgnis, bis zum Spiel bei St. Pauli am Wochenende wird der Bayern-Dribbler wohl wieder fit sein.

Für mehr Unruhe sorgt dagegen ein neuerlicher Streit zwischen den Münchner Exzentrikern Robben und Franck Ribery.

Nach dem 4:1-Sieg über Schalke (Bericht) krachte es in der Kabine. Einmal mehr der Grund: Robbens Eigensinnigkeit.

"Arjen, Spiel ab!"

In der letzten Szene des Spiels setzte sich der 27-Jährige auf der rechten Außenbahn durch. (391037DIASHOW: 32. Spieltag)

Nach seinem frühen Tor in der sechsten Minute wollte er wohl auch den Schlusspunkt der Partie setzen. Sein Schuss ging jedoch daneben und sorgte für Unmut bei Ribery. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Arjen, Spiel ab! Du musst den Ball abgeben", fuhr der Franzose Robben laut "tz" daraufhin im Kabinen-Trakt lauthals an.

Ribery legt nach

"Wir sind ein Team, nicht nur Robben", schimpfte Ribery angeblich weiter.

Der Niederländer tat die Kritik mit einem kurzen "okay" ab - nicht genug für seinen Mitspieler.

Ribery legte nach: "Nichts okay! Du sagst okay, aber du machst nichts. Wir geben dir auch den Ball. Scheiße okay!" Nach dem Disput verließ der Franzose wortlos die Arena.

[kaltura id="0_x2erifzn" class="full_size" title="Bayern ist wieder im Rennen "]

Diskussion auf dem Platz

Schon vor dem Zwischenfall sagte Bastian Schweinsteiger Robben noch auf dem Platz die Meinung.

Szenen, die eine Gefahr illustrieren: dass sich Robben trotz seiner fußballerischen Qualitäten nicht isoliert. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass Robben einen besser postierten Mitspieler übersieht.

Erinnert sei an eine Szene des 20. Spieltags: Nach dem Spiel in Bremen ging Robben Teamkollege Thomas Müller an die Gurgel.

Bayern heiß im Endspurt

Zuvor hatte sich Müller mehrmals gestenreich darüber beschwert, dass sein Sturmkollege zu eigenwillig agierte. Gelernt hat Robben in dieser Hinsicht offenbar nicht viel.

Deutlich wird dies auch in der Statistik der Torvorlagen: Ribery führt mit 16 die Liga an, Robben konnte dagegen nur sechs Treffer vorbereiten.

Robben gelobt Besserung

Das Positive, das die Bayern aus dem Vorfall ableiten können: Er signalisiert, dass die Spieler den Liga-Endspurt wichtig nehmen - auch noch in der letzten Minute eines längst entschiedenen Spiels.

Einen Graben zwischen Robben und dem Rest des Teams kann Interimstrainer Andries Jonker im Kampf um die Champions League aber eben nicht gebrauchen.

Mit Ribery hat sich Robben folglich am Sonntag schon ausgesprochen und Besserung gelobt.

Den Wunsch, die Kugel auch mal abzugeben, will der Niederländer beherzigen: "Beim nächsten Mal mache ich das", versichert er. Ohne "okay".

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