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Anatoly Timoschtschuk soll 14 Millionen Euro Ablöse kosten © imago

Der FC Bayern will den Ukrainer angeblich erst im Sommer holen, dann sollen auch Mario Gomez und andere ein Thema werden.

Von Mathias Frohnapfel

München - Der FC Bayern wirbt immer heftiger um Anatoly Timoschtschuk, allerdings gibt es noch Hürden zu überwinden.

Ein erstes Gespräch zwischen den Bayern-Bossen fand bereits am Sonntag in einem Münchner Nobelhotel statt.

Der Profi von Zenit St. Petersburg gilt als ein Wunschspieler Jürgen Klinsmanns.

"Es geht nicht darum, den Spieler im Winter zu holen. Wir reden vom nächsten Sommer", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge danach der "Bild".

Darüber hinaus seien noch "einige Dinge" zu klären. Und: "Der Spieler möchte zudem noch etwas Bedenkzeit."

Ausstiegsklausel bei Zenit

Der Ukrainer, der Zenit als Kapitän zum UEFA-Cup-Sieg führte, besitzt angeblich eine Ausstiegsklausel und könnte im Frühjahr 2009 verfügbar sein. Die vorab festgesetzte Ablöse: 14 Millionen Euro.

Laut "Bild" hat der FC Bayern dem 29-Jährigen vier Millionen Euro netto pro Jahr angeboten.

Manager Uli Hoeneß erklärte aber, er wisse nichts von einer sportärztlichen Untersuchung des Mittelfeldspielers in München. Zudem schloss er erneut Transferaktivitäten nach der Hinrunde aus:

"In der Winterpause wollen wir keinen neuen Spieler holen. Wir haben einen guten Kader."

Gegen einen sofortigen Wechsel Timoschtschuks spricht auch die Tatsache, dass er nicht mehr in der Champions League spielberechtigt wäre.

Gomez für Podolski?

Zur nächsten Saison brachte Hoeneß erneut Mario Gomez als Ersatz für Lukas Podolski ins Spiel.

Beim Besuch des Fanklubs im oberbayrischen Aiglsbach am Sonntag erklärte er, dass der VfB zwar aktuell blocke. Aber: "Wenn von Stuttgarter Seite ein Signal kommt, würden wir uns neu mit dem Thema beschäftigen."

Bei Podolski hat sich Hoeneß offenbar mit der Freigabe des wechselwilligen Reservisten abgefunden. "Dass er zum Saisonende gehen wird, kann ich mir mittlerweile gut vorstellen", sagte er dem "kicker".

"Wir wissen, dass Köln interessiert ist. Wenn wir einen Ersatz finden, werden wir ihn gehen lassen."

Köln bietet angeblich Vorkaufsrecht auf Geromel

Die Kölner bieten der "Bild" zufolge angeblich neben 10 Millionen Euro Ablöse auch das Vorkaufsrecht auf den Innenverteidiger Pedro Geromel. Der 22-Jährige spielt bisher eine starke Saison.

Darüber hinaus sind die Bayern nach Angaben der "tz" weiter am Schalker Rafinha interessiert.

Zudem zeigte sich Hoeneß zuversichtlich, die Fußballkünste von Ze Roberto für ein weiteres Jahr in München zu halten. "Wenn wir wollen, dass er bleibt, dann bleibt er", sagte er.

Bei Ze Roberto "bis zum Frühjahr warten"

Sein Trick: "Ze ist alt und gut. Aber mit ihm bei diesen Temperaturen zu reden, ist der größte Fehler. Da musst du bis zum Frühjahr warten, dann sieht alles gleich viel besser aus."

Zudem gab der Manager auch Einblick in seine Vorstellungen für die eigene Nachfolge. "Wir haben noch keine konkreten Ideen, aber ich kann ihnen versichern: Wir werden keinen Nadelstreifen-Typen holen, der nur auf der Tribüne sitzt", erklärte er.

Zugleich machte der Hoeneß, der sein Amt Ende 2009 aufgeben und dann Nachfolger von FCB-Boss Franz Beckenbauer werden will, deutlich: "Sollte ich Präsident werden, werde ich ein sehr aktiver sein."

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