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Daniel van Buyten absolvierte in dieser Saison acht Liga-Spiele für den FCB © getty

Daniel van Buyten ist heiß auf die Partie gegen Hoffenheim. Zumal er mit der FCB-Abwehr auf den stärksten Sturm der Liga trifft.

Von Thorsten Mesch und Mathias Frohnapfel

München - Die Stärke der Hoffenheimer hat Daniel van Buyten längst ausgemacht.

"Sie rechnen nicht", sagt der Bayern-Abwehrspieler (Spielerporträt) über den kommenden Gegner.

Soll heißen: Die Spieler der Überraschungsmannschaft stellen keine großen Überlegungen an, wie viel Luft ihnen noch bleibt, bevor sie zum nächsten Sprint ansetzen. "Sie machen es einfach."

Um so mehr freut sich van Buyten auf das Spitzenspiel in der Allianz Arena (ab 20 Uhr LIVE).

Herausforderungen reizen den Belgier.

Der 30-Jährige hofft auf einen weiteren Einsatz von Beginn an, wie zuletzt beim 2:0-Sieg in Leverkusen.

Die Hoffenheimer haben in Vedad Ibisevic den momentan erfolgreichsten Angreifer der Liga - Bayern hat die Erfahrung und einen Riesen-Appetit, den ersten Platz der Liga zu erobern. Der stehe ja den Roten, so glauben sie in München, von altersher zu.

Vor dem Gipfeltreffen zwischen Ersten und Zweiten sprach Sport1.de mit van Buyten über einen offensivfreudigen Kontrahenten, den eigenen Erfolgshunger und Übersetzungsdienste für Franck Ribery.

Sport1.de: Herr van Buyten, am Freitag geht es gegen die momentan beste Offensive der Liga. Wie bereiten Sie sich auf die Duelle mit Ibisevic, Ba, Obasi und Co. vor?

Daniel van Buyten: Wir werden uns die ganze Woche auf Hoffenheim vorbereiten. Sie haben einen sehr guten Lauf, aber wir wollen auch Herbstmeister werden. Es wird natürlich ein sehr gutes Spiel werden und wir hoffen, dass wir die drei Punkte holen.

Sport1.de: Nur die drei Punkte oder auch die Tabellenführung? Die winkt ja bei einem Sieg mit vier Toren Unterschied.

Van Buyten: Im Fußball ist alles möglich. Wichtig ist, dass wir dieselbe Einstellung haben wie in Leverkusen. Wir wollten unbedingt gewinnen. Jeder war voll konzentriert und wenn wir so auftreten, ist es sehr schwer, uns zu stoppen. Wenn wir Herbstmeister werden wollen, müssen wir Tore machen, aber auch hinten sehr gut stehen.

Sport1.de: In Leverkusen durften Sie selbst wieder einmal über die volle Distanz gehen. Hatten Sie mit mehr Arbeit gerechnet?

Van Buyten: Wir hatten Arbeit. Kießling und Helmes sind viel gelaufen und wir wussten, dass Leverkusen bei Balleroberung schnell nach vorne spielt. Leverkusen hat spielerisch große Qualitäten. Wir wussten, dass wir da mitgehen mussten und die Zweikämpfe annehmen mussten.

Sport1.de: Aus Hoffenheim kommen forsche Töne. Kapitän Selim Teber sagt: "Wir fahren nach München, um zu gewinnen". Sind Sie überrascht von so viel Selbstvertrauen?

Van Buyten: Wenn du Erster bist und fast die halbe Saison ist schon vorbei, dann kannst du so etwas auch ruhig sagen. Warum sollen sie das nicht sagen? Wir wissen, was auf uns zukommt und werden sehen, wer die bessere Mannschaft ist.

Sport1.de: Motivieren Sie denn die Sprüche aus Hoffenheim?

Van Buyten: Wenn ich Hoffenheimer wäre, wäre ich auch sehr motiviert. Aber wenn du zu motiviert bist, machst du manchmal Fehler. Vielleicht sind sie zu mutig und machen hinten ein paar Lücken auf. Die müssen wir ausnutzen. Und wir werden uns auf die Partie vorbereiten wie auf ein Champions-League-Spiel.

Sport1.de: Sie sind zuletzt für Martin Demichelis ins Team gerückt. Auch Andreas Ottl hat sich in Leverkusen nahtlos eingefügt. Welche Bedeutung haben die "Ergänzungsspieler"?

Van Buyten: Die Spieler, die nicht so oft zum Zug kommen, sind hungrig. Sie zeigen einfach, dass auch sie zur Mannschaft gehören. Das ist manchmal ganz gut, wenn du nach mehreren Spielen auf einmal andere Spieler rein bringst. Sie bringen einen zusätzlichen Schwung, der nur schwer zu stoppen ist.

Sport1.de: Sie sind gut mit Franck Ribery befreundet, übersetzen oft für ihn. Was sagen Sie zu seiner Leistung in den vergangenen Wochen?

Van Buyten: Die ist phänomenal. Unglaublich.

Sport1.de: Für gegnerische Verteidiger muss er ein Albtraum sein.

Van Buyten: Ich bin nach dem Spiel zu Franck gegangen um ihm zu gratulieren. Dabei habe ich gehört, wie Leverkusens Manuel Friedrich gesagt hat: "Wie sollen wir gewinnen, wenn wir ihn gegen uns haben?"

Sport1.de: Sie genießen es, mit Ribery in einer Mannschaft zu spielen, oder?

Van Buyten: Es ist ein Highlight, wenn man mit so einem Spieler spielen kann. Was er macht, sieht immer sehr gut aus. Vor allen Dingen: Alles, was er macht, bringt immer etwas für die Mannschaft. Natürlich ist auch etwas Show dabei, aber es bringt jedes Mal Gefahr - oder er macht selbst ein Tor. Für mich ist Franck der beste Spieler, mit dem ich in meiner Laufbahn gespielt habe. Ich habe wirklich sehr viel Spaß dabei, ihm zuzugucken und mit im zu spielen.

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