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Marco Reus erzielte in 63 Spielen für Gladbach bisher 17 Tore © imago

Marco Reus ist Gladbachs beste "Waffe" im Abstiegskampf. Mit SPORT1 spricht er über die Chancen der Borussia und die Transfergerüchte.

Von Mathias Frohnapfel und Christoph Gschoßmann

München - Totgesagte leben länger.

Borussia Mönchengladbach stand in dieser Saison oftmals schon so dicht am Abgrund, dass selbst ausgesprochene Optimisten die Borussia abschrieben.

Seitdem Lucien Favre der Mannschaft neues Leben eingehaucht hat, zeigen die "Fohlen" aber immer wieder, dass sie eigentlich die Qualität für die Bundesliga besitzen. Dies bekamen zuletzt Dortmund und Hannover zu spüren.

Für die Hoffnungen der Gladbacher Fans steht besonders Offensivkünstler Marco Reus. Der Dribbler ist maßgeblich am Gladbacher Aufschwung beteiligt.

Kandidat bei Bayern

Zuletzt sicherte er dem VfL mit dem goldenen Tor zum 1:0 über 96 drei Punkte für den Klassenerhalt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mit neun Toren und neun Vorlagen ist Reus unumstrittener Topscorer seines Teams. Das weckt Begehrlichkeiten - seit Wochen wird Reus als Kandidat beim Rekordmeister Bayern München gehandelt.

Trotz seines Offensivpotenzials weiß er, dass vor allem die stark verbesserten Defensivleistungen der ehemaligen "Schießbude der Liga" (56 Gegentore in 22 Spielen) die Mannschaft zurück auf die Erfolgsspur brachten (SERVICE: Tabellenrechner).

Im SPORT1 -Interview spricht Reus über das Spiel gegen Freiburg, die Chancen der Borussia im Abstiegskampf und die Transfergerüchte um seine Person.

SPORT1: Herr Reus, gegen den SC Freiburg geht es für Gladbach darum, die Chance auf den Ligaverbleib zu wahren. Ist bei Ihnen vor der wichtigen Partie die Anspannung noch größer als sonst?

Marco Reus: Wir stehen doch schon die gesamte Rückrunde unter Druck - und haben vor allem in den letzten Spielen gezeigt, dass wir gut damit umgehen können. Natürlich wissen wir, dass wir auch am Samstag gewinnen müssen, aber ich denke nicht, dass die Anspannung dadurch größer ist als beispielsweise zuletzt gegen Dortmund oder Hannover.

[kaltura id="0_byiai0pt" class="full_size" title="Für Gladbach gilt: Alles oder nichts"]

SPORT1: Wie schwer wiegt der Vorteil, zu Hause zu spielen?

Reus: Das Stadion wird richtig voll sein, und die Fans haben uns bereits die gesamte Saison fantastisch unterstützt. So wird es auch am Samstag wieder sein, und natürlich hoffen wir, dass wir mit ihnen gemeinsam den nächsten Sieg erringen werden.

SPORT1: Sie sagten zuletzt: "Der Glaube an den Klassenerhalt ist riesig." Was macht Sie so sicher?

Reus: Weil wir einfach alle noch fest vom Klassenverbleib überzeugt sind. Das hat man doch an der Art und Weise gesehen, wie wir in den vergangenen Wochen gespielt haben. So tritt man nicht auf, wenn man nicht mehr dran glaubt.

SPORT1: In Hannover erzielten Sie das Siegtor. Wie viel Selbstvertrauen gibt Ihnen dieser Treffer?

Reus: Ich hätte zuvor eigentlich noch mehr Tore erzielen müssen, deswegen war ich unheimlich froh, dass dieser Ball rein gegangen ist. Klar freut man sich immer, wenn man selbst trifft, aber letztlich ist es ganz egal, wer die Tore schießt - vor allem in einem so wichtigen Spiel.

SPORT1: Gladbach wirkte zuletzt kompakter und defensiv gefestigter. Wie ist dabei die Rolle von Trainer Lucien Favre einzuschätzen?

Reus: Der Trainer stellt uns immer wieder hervorragend ein. Wir haben uns stabilisiert, stehen viel sicherer in der Abwehr und bekommen auch viel weniger Gegentore. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.

SPORT1: Sie werden unter anderem mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Wie geht es mit Ihrer Zukunft weiter? Gibt es auch Chancen, dass Sie in Gladbach bleiben?

Reus: Ich fühle mich bei Borussia sehr wohl, hier passt für mich alles. Nicht umsonst habe ich deshalb meinen Vertrag im November vorzeitig bis 2015 verlängert. Dass manchmal auch andere Vereine Interesse zeigen, ist ganz normal. Das gehört zum Geschäft, aber davon lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen.

SPORT1: Wie bewerten Sie die Aktionen der von Stefan Effenberg angeführten "Initiative Borussia?, die nach der Macht im Klub strebt?

Reus: Ich setzte mich mit diesem Thema nur sehr wenig auseinander. Wir befinden uns im Saisonfinale, haben ein großes Ziel vor Augen und nur darauf konzentrieren wir Spieler uns. Um alles andere kümmern sich der Vorstand und die Verantwortlichen.

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