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Der Kölner Torschütze Chihi (l.) im Duell mit dem Frankfurter Debütanten Dudda © getty

Die Elf von Trainer Volker Finke gewinnt in Frankfurt gegen eine desolate Eintracht und stellt den Klassenerhalt sicher.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt droht nach der dritten Pleite unter Trainer Christoph Daum weiter der direkte Abstieg aus der Bundesliga:

Die Hessen verloren gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Köln nach einer desaströsen Vorstellung verdient 0:2 (0:1) und rutschten auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

Damit ist die Elf von Trainer Christoph Daum am letzten Spieltag beim neuen Deutschen Meister Borussia Dortmund zum Siegen verdammt. 398846(DIASHOW: Der 33. Spieltag)

Der FC sicherte sich dagegen nach dem zweiten Sieg unter Volker Finke mit nunmehr 41 Punkten den Klassenerhalt.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schwere Ausschreitungen im Frankfurter Fan-Block

Nach Abpfiff kam es zu schweren Ausschreitungen im Frankfurter Fan-Block. Rund 150 aufgebrachte Fans versuchten das Spielfeld zu stürmen und wurden von der Polizei zurückgedrängt.

Dabei wurden Schlagstöcke und Reizgas eingesetzt.

"Präsident Peter Fischer hat die Situation durch Gespräche mit den Ultras gerade noch gerettet. Sonst wäre das hier alles eskaliert", sagte Frankfurts Vizepräsident Axel Hellmann.

Spieler entschuldigen sich

Aufsichtratsboss Wilhelm Bender meinte: "Das Verhalten der Fans ist einfach nur furchtbar."

Die Profis der Eintracht flüchteten zunächst in die Kabine. Hunderte Polizisten stellten sich vor den Block der Frankfurter Ultras, es kam zu ersten Festnahmen. Anschließend ginge die Eintracht-Spieler aber nochmal zu den Fans und entschuldigten sich für den Absturz auf den direkten Abstiegsplatz.

Frankfurt bricht ein

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena sorgten Adil Chihi (24.) und Lukas Podolski (90.+3, Foulelfmeter) bei sommerlichen Temperaturen für die Siegtreffer der Gäste.

Dabei waren die Gastgeber zunächst mit reichlich Herzblut in die Partie gegangen. Die Hessen kämpften gegen das vor dem Spiel mit nur sechs Punkten auswärtsschwächste Bundesliga-Team in den ersten 20 Minuten um jeden Zentimeter.

Nach dem dreitägigen Trainingslager in Bitburg war der Eintracht anzumerken, dass sie sich noch einmal gegen den drohenden vierten Abstieg wehren wollte.

Doch bei den arg verunsicherten Frankfurtern war die Anfangs-Euphorie schnell verflogen.

Gekas' Abseitstor nicht erkannt

Denn nach der ersten guten Kölner Chance durch Torschütze Chihi, der in der 16. Minute freistehend an Frankfurts Schlussmann Ralf Fährmann scheiterte, drehte sich das Blatt zugunsten der Elf von Übergangstrainer Finke.

Auch nach Chihis Führungstor waren die Gäste feldüberlegen, hatten aber auch Glück, dass Referee Felix Brych Sekunden vor der Pause ein Billard-Tor von Theofanis Gekas (45.) wegen Abseitsstellung nicht anerkannte.

Zahlreiche Kölner Chancen

Nach dem Seitenwechsel setzten die Frankfurter, bei denen der erst 18 Jahre alte Innenverteidiger Julian Dudda sein Debüt in der Bundesliga feierte, noch einmal alles auf eine Karte.

Der Tscheche Fenin rückte als zweite Spitze neben Gekas in den Angriff, zudem sollte der Brasilianer Caio als "Zehner" für Torgefahr sorgen.

Doch für Gefahr sorgten erneut zunächst nur die Kölner. Erst scheiterte Novakovic aus halblinker Position an Fährmann (51.), Sekunden später lief Podolski frei auf den Eintracht-Keeper zu und lupfte den Ball in dessen Arme (52.).

Ein Tor von Novakovic wurde zudem wegen Abseitsstellung aberkannt (62.).

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