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Stefan Kießling (vorne) erzielte in der zweiten Hälfte sein siebtes Saisontor für Bayer © getty

Die Werkself verpasst den Dreier gegen Hamburgs Notelf - nun kann der künftige Coach Bayer die Champions League kosten.

Leverkusen - Erst gab es Blumen, dann gellende Pfiffe und sogar lautstarke "Heynckes raus!"-Rufe:

Jupp Heynckes hat bei seinem letzten Heimspiel als Trainer von Bayern Leverkusen durch das 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV einen bitteren Abschied unter dem Bayer-Kreuz erlebt und muss mit seinem Team bis zum Saisonschluss um die schon sicher geglaubte direkte Teilnahme an der Champions League bangen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Vor dem letzten Spiel beim SC Freiburg ist der Vorsprung der Werkself, die seit 15 Spieltagen ununterbrochen auf Rang zwei liegt, gegenüber Heynckes künftigen Arbeitgeber Bayern München auf drei Punkte geschmolzen 398846(DIASHOW: Der 33. Spieltag).

Es gibt nun am letzten Spieltag ein Endspiel in Freiburg - beim Team vom künftigen Bayer-Coach Robin Dutt.

Kalte Dusche durch Westermann

Während sich der HSV für die 0:2-Pleite am vergangenen Wochenende einigermaßen rehabilitieren konnte, herrscht bei Bayer nach der Derby-Pleite beim 1. FC Köln (0:2) und dem Remis gegen die stark ersatzgeschwächten Norddeutschen Krisenstimmung.

Mitverantwortlich dafür war Heiko Westermann, der den Hausherren bereits in der 2. Minute mit dem 1:0 eine kalte Dusche verpasste, von der sich Leverkusen lange Zeit nicht erholte.

Erst nach dem Ausgleich durch Stefan Kießling (54.), der bei seinem siebten Saisontreffer den Ball gar nicht richtig getroffen hatte, wurde das Bayer-Spiel etwas besser.

Ballack auf der Bank

Heynckes hatte seiner Abschiedsvorstellung noch einmal für einen Paukenschlag gesorgt, indem er DFB-Kapitän Michael Ballack auf die Bank setzte.

Für Ballack, der in der 57. Minute eingewechselt wurde, stand wieder Kapitän Simon Rolfes in der Anfangsformation.

Großen Applaus gab es vor dem Spiel für Sami Hyypiä, der ebenso wie Heynckes seinen letzten Auftritt unter dem Bayer-Kreuz hatte.

Hyypiä muss vom Feld

Der 37-jährige Finne, der in der 33. Minute wegen Knöchelproblemen vorzeitig vom Feld musste, beendet im Sommer seine Karriere und wird für ein Jahr in seine Heimat zurückkehren, um seine Trainerausbildung zu absolvieren.

2012 erhält Hyypiä bei Bayer eine Anstellung als Co-Trainer.

Gegen den HSV konnte der Publikumsliebling aber ebenso wenig den frühen Rückstand verhindern wie seine Abwehr-Kollegen.

Bayer zu zaghaft

Beflügelt durch das 1:0 nahm die Hamburger Verlegenheitself das Heft in die Hand und brachte die Gastgeber ein ums andere Mal in große Verlegenheit. Bayer spielte über weite Strecken viel zu lethargisch, sodass es schon nach einer Viertelstunde von den Rängen schallte: "Wir wollen euch kämpfen sehen!"

Die Hamburger verbuchten in der 29. Minute noch eine dicke Chance durch Paolo Guerrero. Anschließend machten "Heynckes raus"-Rufe die Runde.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 25.000 Zuschauern zunächst dasselbe Bild. Bayer agierte viel zu zaghaft, leistete sich zudem immer wieder katastrophale Abspielfehler.

Erst nach dem 1:1 erhöhte Bayer den Druck und setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte. So ergaben sich auch Großchancen für Hamburg: Die größte vergab Joker Jonathan Pitroipa, der es kurz vor Schluss fertig brachte, den Ball aus zwei Metern nicht an Rene Adler vorbeizubringen.

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