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Mario Gomez (r.) traf für den FC Bayern zum 1:0 © getty

Bayern trumpft in Hamburg auf und sichert sich endgültig Platz drei. St. Pauli steigt nach der Niederlage ab.

Hamburg - Rekordmeister Bayern München hat mit einem Kantersieg den Bundesliga-Abstieg des FC St. Pauli endgültig besiegelt.

Der entthronte Meister setzte sich mühelos bei den Hamburgern mit 8:1 (2:0) durch und festigte damit auch seine Champions-League-Ambitionen.

Platz drei ist bereits nach Hannovers 1:2-Niederlage in Stuttgart endgültig gesichert (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der FC Bayern schaffte mit dem 8:1 den höchsten Auswärtssieg seiner Bundesliga-Geschichte, 1979 hatte der FCB in Gladbach 7:1 gewonnen.

Für St. Pauli war es indes die höchste Niederlage der Klubgeschichte in der Bundesliga und bereits das elfte Spiel ohne Sieg in Folge.

Dabei wurde den Gästen vor 24.487 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion der Führungstreffer praktisch geschenkt.

Gomez eröffnet Torfestival

Nach einer völlig verunglückten Rückgabe von Abwehrspieler Markus Thorandt in der zehnten Minute kam Bayern-Torjäger Mario Gomez an den Ball und hatte keine Mühe, St. Paulis Torhüter Thomas Kessler aus kurzer Distanz zu überwinden. 398846(DIASHOW: Der 33. Spieltag)

Es war der 25. Saisontreffer des Nationalspielers.

Tor Nummer 26. gelang dem ehemaligen Stuttgarter sieben Minuten nach Wiederbeginn nach guter Vorarbeit von Arjen Robben.

Eger mit dem Ehrentreffer

Für das zwischenzeitliche 2:0 hatte der Belgier Daniel van Buyten mit einem Kopfballtreffer in der 32. Minute gesorgt. Robben selbst war es vorbehalten, in der 54. Minute das 3:0 zu erzielen, ehe Franck Ribery (75.) zum 5:0 traf.

Für den Franzosen ist die Saison nach seiner fünften Gelben Karte vorzeitig beendet.

In der 78. Minute kamen die Gastgeber durch Marcel Eger noch zum Ehrentreffer, bevor erneut Robben (84.), Gomez (86.) und Ribery (88.) den Endstand erzielten.

Bayern klar überlegen

Erst Sekunden vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Torsten Kinhöfer geriet das Bayern-Tor erstmals in Gefahr.

Mittelfeldspieler Dennis Daube scheiterte aber aus kurzer Distanz an Keeper Jörg Butt.

Je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde die Überlegenheit der Mannschaft von Interimstrainer Andries Jonker, die zum achten Mal in Folge ungeschlagen blieb.

Die stark ersatzgeschwächten Platzherren waren in vielen Situationen und Zweikämpfen zweiter Sieger und konnten von Glück sagen, dass die Münchner mehrfach die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen ließen.

St. Pauli-Fans finden sich mit Abstieg ab

An eine Wiederholung der Sensation vom Februar 2002, als die Norddeutschen an gleicher Stelle den damaligen Weltpokalsieger mit 2:1 besiegt hatten, war nie zu denken.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Platzherren mit einer kurzen Offensivphasen, das Blatt noch einmal zu wenden.

Nach dem Doppelschlag durch Gomez und Robben war die Partie endgültig entschieden. Dennoch feierten sich die St. Pauli-Fans, sie hatten sich offensichtlich mit dem Abstieg längst abgefunden.

Stanislawski wird verabschiedet

Vor dem Spiel war St. Paulis Trainer Holger Stanislavski nach 18 Jahren am Millerntor als Spieler, Sportdirektor, Vize-Präsident und Trainer unter großem Beifall des Publikums verabschiedet worden.

Der Coach wechselt im Sommer zusammen mit Co-Trainer Andre Trulsen zu 1899 Hoffenheim.

Die Mittelfeldspieler Matthias Lehmann und Fin Bartels waren die besten Akteure bei St. Pauli. Auf Seiten der in Bestbesetzung angetretenen Münchner verdienten sich die Torschützen Gomez und Robben die Bestnoten.

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