St. Pauli steigt nach schwacher Leistung ab. In Frankfurt gibt es Randale. Und in Leverkusen benehmen sich die Fans daneben.

Als Aufsteiger direkt wieder abzusteigen ist keine Schande. Doch wie sich der FC St. Pauli beim 1:8 gegen den FC Bayern von seinen eigenen Fans verabschiedet hat, war erbärmlich.

Erbärmlich für die Fans und schade für Trainer Holger Stanislawski, der bei seinem letzten Auftritt am Millerntor einen besseren Abgang verdient gehabt hätte.

Zumindest lief in Hamburg alles friedlich ab.

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Die Ausschreitungen in Frankfurt nach der Niederlage gegen Köln waren der traurige Tiefpunkt eines aus Sicht der Hessen deprimierenden Spieltags.

Nachdem einige Chaoten das Spielfeld gestürmt hatten und von der Polizei wieder in ihren Block gedrängt worden waren, griff Eintracht-Präsident Peter Fischer schlichtend ein und verhinderte noch Schlimmeres.

Ohne die Randale in irgendeiner Form rechtfertigen: Die große Enttäuschung auch bei den friedlichen Fans ist mehr als verständlich.

Frankfurt spielte gegen Köln wie ein Absteiger und steht nach einer katastrophalen Rückrunde völlig zu Recht auf Platz 17.

Es ist unerklärlich, wie eine Mannschaft im Abstiegskampf sich spielerisch und kämpferisch derart desolat präsentieren kann.

Trainer Christoph Daum, während des Spiels und nach der Pleite völlig ratlos, steht vor seinem ersten Abstieg aus der Bundesliga.

Nicht viel anders wirkt Felix Magath. Sein VfL Wolfsburg steht zwar ein klein bisschen besser da und kann den Klassenerhalt immer noch aus eigener Kraft schaffen.

Doch die Niedersachsen patzten auch gegen Kaiserslautern und müssen weiter zittern.

Sollte Wolfsburg am letzten Spieltag in Hoffenheim nicht gewinnen und Mönchengladbach beim Hamburger SV siegen, müssten die Niedersachsen in die Relegation gegen den Dritten der Zweiten Liga.

Was die Gladbacher, die nach einer äußerst schwachen Vorrunde abgeschlagen Letzter waren, unter Trainer Lucien Favre erreicht haben, verdient Respekt.

Was Respekt heißt, scheinen einige Anhänger von Bayer Leverkusen dagegen nicht zu wissen. Nach dem 1:1 gegen Hamburg müssen die Rheinländer um die direkte Champions-League-Qualifikation zittern.

Auch hier ist die Enttäuschung der Zuschauer nachvollziehbar.

Aber die Schmährufe gegen den nach der Saison zum FC Bayern wechselnden Trainer Jupp Heynckes ("Heynckes raus") waren einfach nur peinlich!

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