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Dante wechselte in der Winterpause 2008/09 aus Lüttich zu Gladbach © getty

Im Falle des Klassenerhalts muss Dante zum Friseur. Christoph Daum rastet aus. Felix Magath lässt die "Wölfe" weiter leiden.

Von Christian Stüwe

München - Der Aufschwung von Borussia Mönchengladbach lässt sich vor allem an der Stabilisierung der Abwehr festmachen.

Nur acht Gegentreffer kassierte die Borussia unter dem neuen Trainer Lucien Favre. (ZUR MELDUNG: Standard-Wut und jede Menge Frust)

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen machte der Schweizer Marc-Andre ter Stegen zum Stammtorwart. Der 19-Jährige dankt es bisher mit starken Leistungen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zum anderen wurde in der Winterpause mit Martin Stranzl ein starker Verteidiger geholt, der nun mit dem in der Rückrunde weitgehend verletzungsfreien Dante ein stabiles Innenverteidiger-Duo bildet.

Doch sollte Gladbach am Samstag beim HSV gewinnen und sich den Relegationsplatz - oder bei Patzern der Konkurrenz sogar den direkten Klassenerhalt - sichern, käme der Brasilianer in eine schwierige Situation.

"Egal, was mit meinen Haaren passiert"

In den dunkelsten Zeiten, als die Borussia abgeschlagen am Ende der Tabelle stand, hatte Dante versprochen, sich im Falle des Klassenerhalts eine Glatze scheren zu lassen.

Nun, wo zumindest die Relegation in greifbarer Nähe ist, muss der 27-Jährige mehr denn je um sein Markenzeichen, die üppige Afromähne, bangen.

Und Dante steht zu seinen Aussagen.

"In unseren Köpfen ist nur noch Hamburg", erklärte er im "Express": "Wir müssen erst dort bestehen, und wenn wir dort wirklich die Klasse halten sollten, dann ist mir egal, was mit den Haaren passiert."

Favre warnt

Allerdings hat sich die Situation in Gladbach geändert. Die Borussia hat dreimal in Folge gewonnen und ist auf den angepeilten Relegationsplatz vorgerückt.

Zum ersten Mal seit langer Zeit hat die Borussia wieder etwas zu verlieren.398846(DIASHOW: Tops und Flops 33. Spieltag)

Deshalb gibt der besonnene Trainer einmal mehr den Mahner.

"Wir sind glücklich, wir sind Tabellen-16.", sagte Favre, "aber wir haben noch nichts erreicht. Wir müssen in Hamburg unbedingt gewinnen, wir müssen diese drei Punkte holen, um sicher die Relegation zu erreichen."

SPORT1 zeigt, was bei den anderen Abstiegskandidaten los ist.

[kaltura id="0_o0f0a5fo" class="full_size" title="Daums Wutrede"]

Eintracht Frankfurt (17., 34 Punkte, Tordifferenz -16)

Bei Eintracht Frankfurt standen auch am Dienstag einmal mehr die Geschehnisse Abseits des Platzes im Blickpunkt.

Trainer Christoph Daum legte sich mit einem Reporter an, der fragte, ob er im Abstiegsfalle gescheitert sei.

"Wir sind hier die Angreifbaren, wir liegen am Boden, alles klar, vernichten Sie uns. Aber wir kommen wieder, verlassen Sie sich darauf", giftete Daum und forderte angesichts seiner Erfolge mehr Respekt ein. (ZUM VIDEO: Daums Wutrede)

Dabei ist neu, dass Daum von "wir kommen wieder" sprach. Denn bisher galt der Abschied des Coaches im Abstiegsfall als sicher.

Doch nach dem Dienstagstraining deutete Daum erstmals an, dass er sich nun wohl auch vorstellen könne, mit der Eintracht in die Zweite Liga zu gehen.

Neues gibt es auch bei der möglichen Besetzung des Manager-Postens.

Nachdem am Montag noch Dietmar Beiersdorfer gehandelt wurde, gilt nun der frühere Hoffenheimer Jan Schindelmeiser als heißer Kandidat.

VfL Wolfsburg (15., 35 Punkte, Tordifferenz -7)

Während bei der Eintracht derzeit kaum über Fußball geredet wird, konzentriert sich der VfL Wolfsburg voll und ganz auf das fußballerische Einmaleins.

Am Dienstag drillte Trainer Felix Magath seine Schützlinge schon ab 9 Uhr früh, Zweikampfverhalten wurde geübt.

"So muss das aussehen, ich bin zufrieden", freute sich Magath, als die Spieler verschwitzt das Trainingsgelände verließen.

Wieder nicht dabei waren Diego und Josue, die Brasilianer stehen aber nach ihren muskulären Problemen unmittelbar davor, wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen.

"Bis zum Spiel ist es noch ein paar Tage hin und wir sind ganz guter Dinge", erklärte Magath angesichts der personellen Situation: "Es ist auf jeden Fall schon besser geworden."

Anders sieht es bei Patrick Helmes aus, der seine Schwindelgefühle noch nicht überwunden hat und am Dienstag wieder den Arzt konsultierte.

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