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Wer muss in die Zweite Liga - Christoph Daum (r.) oder Felix Magath? © imago

Wolfsburg verhängt ein Wechselverbot, Frankfurts Coach rudert nach dem Wutausbruch zurück, in Gladbach will man nichts hören.

Von Martin Volkmar

München - Der Countdown läuft:

Bis Samstag schwitzen die drei verbliebenen Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengldabach und Eintracht Frankfurt noch.

Doch am frühen Abend wird dann feststehen, wer dem FC St. Pauli in die Zweite Liga folgt, wer in die Relegation muss und wer die Rettung feiern darf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1 blickt in dieser Woche täglich auf das Keller-Trio.

Mittwoch: Felix Magath erteilt für den Abstiegsfall ein Wechselverbot, Christoph Daum tut sein Wutausbruch vom Dienstag schon wieder leid und Lucien Favre will keine Zwischenergebnisse hören.

VfL Wolfsburg (15., 35 Punkte, Tordifferenz -7)

Felix Magath ist angespannt und schläft schlecht. Denn dem einstigen Meistercoach droht mit den "Wölfen" der erste Abstieg seiner Karriere.

Immerhin hat der sportliche Alleinherrscher bei den Niedersachsen vorgesorgt und allen Spielern ein Wechselverbot erteilt.

"Wir haben am Montagabend gemeinsam mit dem Präsidium des Aufsichtsrates einstimmig beschlossen, bei allen Spielern, die eine Option für die 2. Liga haben, diese auch zu ziehen", sagte Magath.

"Spieler müssen die Suppe auslöffeln"

"Die Spieler, die uns diese Suppe dann eingebrockt hätten, sollten diese auch auslöffeln müssen."

Allerdings hofft der 57-Jährige, den Worst Case noch zu vermeiden: "Der Abstieg wäre für mich persönlich eine Katastrophe. Aber wir haben es noch selbst in der Hand."

Immerhin lichtet sich rechtzeitig das Lazarett. Josue und Diego kehrten ins Mannschaftstraining zurück und können wohl in Hoffenheim spielen.

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Borussia Mönchengladbach (16., 35 Punkte, Tordifferenz -17)

Die Zuversicht bei den "Fohlen" vor dem Duell beim HSV ist nach drei Siegen in Folge riesengroß. "Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir Samstag nicht gewinnen", sagte Mike Hanke SPORT1. .398846(DIASHOW: Tops und Flops 33. Spieltag)

Dabei will Lucien Favre alles nur auf die eigene Leistung fokussieren. "Ich schaue nur auf uns. Wir müssen alle sehr konzentriert sein", sagte der Coach dem "Express".

Daher hat der Schweizer jegliche Informationen über die Zwischenstände aus den anderen Stadien - per Radio oder SMS - verboten.

Allerdings müssen die Borussen wohl auf Stürmer Igor de Camargo verzichten, der seit fast zehn Wochen ausfällt und vermutlich nicht mehr fit wird.

Eintracht Frankfurt (17., 34 Punkte, Tordifferenz -16)

Am Tag nach seiner Wutrede ruderte Christoph Daum zurück. "Ich ärgere mich darüber", sagte der Trainer. "Das eine oder andere Wort würde ich nicht mehr so drastisch sagen."

Unter anderem hatte er dem "Hessischen Rundfunk" vorgeworfen, dass er ihn "über den Haufen schießen" wolle. (ZUM VIDEO: Daums Wutrede)

Die Kritik an seiner Arbeit wies er trotz nur drei Punkten in sechs Spielen aber zurück. "Besser kann man nicht arbeiten, als wir es in den letzten Wochen getan haben", meinte der 57-jährige.

Daum: Nur die Resultate haben gefehlt

Gefehlt hätten nur die Resultate: "Und Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport."

Doch ausgerechnet am Samstag bei Borussia Dortmund will er seinen ersten Sieg als Eintracht-Coach holen:

"Die öffentliche Meinung ist ja: Ihr braucht das Spiel gar nicht mehr zu spielen. Deshalb haben wir keine Drucksituation. Wir können nur positiv überraschen."

Wobei auch am Mittwoch im Trainingsspiel erneut die Chancenverwertung mangelhaft war.

"Damit bin ich sehr unzufrieden", gab Daum zu, dessen Team in der Rückrunde gerade mal sechs Tore erzielt hat. (ZUR MELDUNG: Standard-Wut und jede Menge Frust)

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