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Noch sind die Bayern und Jürgen Klinsmann (r.) Favorit gegen Rangnicks Hoffenheimer © getty

Uli Hoeneß und die Bayern sticheln vor dem Top-Spiel in Richtung Hoffenheim. Sport1.de analysiert was an ihren Aussagen dran ist.

Von Matthias Becker

München - So langsam wird es heiß vor dem mit Spannung erwarteten Duell zwischen dem FC Bayern und 1899 Hoffenheim am Freitagabend (ab 20 Uhr LIVE).

Schon am Wochenende eröffnete Bayern-Manager Uli Hoeneß seine Lieblingsdisziplin "Psychokrieg" und schickte die ersten Giftpfeile in Richtung des Tabellenführers.

Dort reagiert man relativ gelassen und höchstens verwundert auf die "Misstöne aus München" (Mäzen Dietmar Hopp).

Doch was ist dran an den Aussagen der Bayern? Sport1.de macht den Fakten-Check.

? "Die Erfahrung spricht für den FC Bayern, sich vor dieser Kulisse zu bewähren." (Franz Beckenbauer)

In der Tat ist es eine Frage, ob die Hoffenheimer auch in der vollbesetzten Allianz Arena bestehen können.

Im bisherigen Saisonverlauf musste Hoffenheim nur in Berlin und Köln vor Kulissen über 50.000 Zuschauern antreten. Während es in Köln zu einem 3:1-Sieg reichte, setzte es bei der Hertha eine 0:1-Niederlage (Spielplan und Ergebnisse) .

In allen anderen großen Arenen der Liga müssen die Hoffenheimer erst in der Rückrunde antreten.

Beunruhigen lässt man sich davon im Kraichgau aber nicht. Auch weil man mit Dr. Hans-Dieter Hermann einen Sportpsychologen in den eigenen Reihen hat, der vor der Heim-WM 2006 die deutsche Nationalmannschaft auf die große Drucksituation vorbereitete.

Im Gespräch mit Sport1.de gibt Hermann sich geheimnisvoll: "Natürlich machen wir uns ein paar Gedanken. Aber das behalten wir schön für uns. Auf jeden Fall freuen wir uns. Es ist einfach eine tolle Geschichte, dass wir da stehen und nun dieses Spiel haben."

"Da wird übrigens viel mehr Geld gezahlt, als sie alle rum erzählen. Trotz der Finanzkrise hat der Herr Hopp schon noch ein paar Euro übrig." (Uli Hoeneß)

Zwar investierte Hoffenheim schon in der vergangenen Zweitliga-Saison einen zweistelligen Millionenbetrag in die Verpflichtung von Carlos Eduardo, Demba Ba und Chinedu Obasi (Spielerporträt)

Von den Verhältnissen beim Rekordmeister ist man aber noch weit entfernt.

So dürften Sejad Salihovicund Obasi mit geschätzten zwei Millionen Euro Jahresgehalt die Spitzenverdiener des Aufsteigers sein, während die Top-Stars der Bayern jeweils um die fünf bis sechs Millionen Euro kassieren dürften.

"Mit den Gehältern von Toni, Ribery und Klose könnten wir unseren gesamten Kader finanzieren", schickt 1899-Manager Jan Schindelmeiser seine Antwort nach München.

Auch die Etats der Teams sind kaum zu vergleichen. Während die Bayern mit rund 80 Millionen Euro Branchenprimus sind, rangiert Hoffenheim nach Aussage Schindelmeisers im unteren Mittelfeld der Liga. Den niedrigsten Etat hat Energie Cottbus mit 23 Millionen Euro.

Hopp wundert sich, "warum Herr Hoeneß es nötig hat, sich über die Gehälter anderer Vereine auszulassen", beantwortet die Frage in der "Bild" aber auch gleich selbst: "Er will nur Unruhe stiften."

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