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Igor de Camargo (l.) erzielte für Gladbach in 18 Spielen sieben Tore © getty

Borussen-Stürmer de Camargo scheint doch fit zu sein, Frankfurts Vorstand appelliert an die Fans und Diego spielt in der B-Elf.

Von Björn Seitner

München - Der Countdown läuft: Bis Samstag schwitzen die drei verbliebenen Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengldabach und Eintracht Frankfurt noch.

Doch am frühen Abend wird dann feststehen, wer dem FC St. Pauli in die Zweite Liga folgt, wer in die Relegation muss und wer die Rettung feiern darf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1 blickt in dieser Woche täglich auf das Keller-Trio.

Donnerstag: Borussen-Stürmer Igor de Camargo scheint nun doch fit zu sein, Frankfurts Vorstand appelliert in einem offenen Brief an die Fans und Patrick Helmes bereitet Felix Magath Sorgen.

Borussia Mönchengladbach (16., 35 Punkte, Tordifferenz -17)

48 Stunden vor der Entscheidung strotzen die "Fohlen" nur so vor Selbstbewusstsein.

Nicht nur Havard Nordtveit will gegen Hamburg den "letzten Schritt zur Rettung machen".

Am 30. Spieltag war Gladbach noch Letzter. Eine Woche später 17. und seit dem 32. Spieltag hat die Borussia den Klassenerhalt wieder selbst in der Hand.

"Wir haben viel gekämpft um in dieser Situation zu sein", erklärte Innenverteidiger Dante bei "Radio 90.1".

De Camargo offenbar fit

Mittlerweile sei Gladbach "ein gut funktionierendes Kollektiv", findet Nordtveit, der mit Roman Neustädter auch am 34. Spieltag die Doppel-Sechs der "Fohlen" bildet.

Eine weitere positive Nachricht: Zu diesem Kollektiv könnte sich nun doch Igor de Camargo gesellen. Die letzten beiden Trainingseinheiten konnte der Stürmer erfolgreich absolvieren und ist nun zumindest als Joker eine Alternative für Trainer Lucien Favre.

Einen zusätzlichen Motivationsschub erhielt Marco Reus, der sich nach seiner Nominierung für die Nationalelf sicher noch einmal von seiner besten Seite zeigen will (402015DIASHOW: DFB-Kader für Uruguay und die EM-Quali).

[kaltura id="0_52z07aj9" class="full_size" title="Abstiegskampf hoch drei"]

Eintracht Frankfurt (17., 34 Punkte, Tordifferenz -16)

Nach seiner Wutrede am Dienstag hatte sich Eintracht-Coach Christoph Daum bei der letzten Pressekonferenz vor dem Spiel in Dortmund wieder unter Kontrolle. (ZUM VIDEO: Daums Wutrede)

Trotz der schlechtesten Ausgangsituation der drei Teams will Daum jedoch nicht um jeden Preis gewinnen: "Wir werden auf Erfolg spielen und Erfolg heißt für mich mindestens ein Punkt."

Der 57-Jährige hofft also auf einen Ausrutscher der Gladbacher, die man dank des besseren Torverhältnisses auch mit nur einem Zähler gegen den Deutschen Meister überholen würde.

Offener Brief des Vorstands

Seine Spielern sollen die "Dinge selbst in die Hand nehmen", fordert Daum, der in den vergangenen Tagen mit einigen Profis Einzelgespräche geführt hat.

Dass der BVB die Partie gegen die Eintracht Ernst nimmt, bestätigte Daum persönlich: "Die Dortmunder haben sich akribisch vorbereitet, es waren sogar Beobachter bei unserem Training."

Währenddessen appellierten Präsident Peter Fischer und Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen in einem offenen Brief an die Fans, die Mannschaft mit "bedingungslosem Zusammenhalt, Treue, Zuversicht und Fairness" zu unterstützen.

VfL Wolfsburg (15., 35 Punkte, Tordifferenz -7)

Für einen "unwahrscheinlichen Fall" hält Wolfsburg-Trainer Felix Magath den möglichen Abstieg des Deutschen Meisters von 2008 in die Zweite Liga (Artikel: Magath stichelt und spendet Luxus-Auto).

Noch unwahrscheinlicher wird der Fall dadurch, dass Torjäger Grafite nach abgesessener Gelbsperre in die Mannschaft zurückkehrt.

"Es war eine sehr schwierige Saison mit vielen Problemen, die auch für mich eine Katastrophe gewesen ist", resümierte der Brasilianer und zeigte sich voller Tatendrang: "Ich war gegen Kaiserslautern ja leider nicht dabei, aber dadurch bin ich jetzt umso motivierter."

Helmes am Fuß verletzt

Dennoch räumt der Stürmer ein, dass seine Mannschaft "insgesamt ein Problem im Offensivspiel" hat. 398846(DIASHOW: Tops und Flops 33. Spieltag)

Magath zeigte sich mit der Trainingswoche seiner "Wölfe" sehr zufrieden. Für eine Überraschung sorgte der ehemalige Schalke-Coach, indem er Diego und Arne Friedrich in die B-Mannschaft verfrachtete.

Dies muss jedoch im Hinblick auf die Partie gegen Hoffenheim nichts heißen. Auch Diego verunsicherte die Umstellung im Training nicht: "Ich bin mir sicher, dass ich spiele."

Sorgen macht ihm dagegen, dass Patrick Helmes nach dem Training mit Fußproblemen behandelt werden musste. Deshalb könne es durchaus sein, dass "es Veränderungen in der Startelf geben wird", wie Magath erklärte.

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