vergrößernverkleinern
Christoph Daum holte mit Eintracht Frankfurt bislang in sechs Spielen lediglich drei Punkte © getty

Frankfurts Trainer versucht mit Botschaften Selbstvertrauen zu vermitteln, Wolfsburg will Zug fahren und Gladbachs Arango wettet.

Von Jakob Gajdzik

München - Der Countdown läuft: Bis Samstag schwitzen die drei verbliebenen Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengldabach und Eintracht Frankfurt noch.

Doch am frühen Abend wird dann feststehen, wer dem FC St. Pauli in die Zweite Liga folgt, wer in die Relegation muss und wer die Rettung feiern darf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1 blickt in dieser Woche täglich auf das Keller-Trio.

Freitag: Christoph Daum versucht es mit Motivations-Plakaten, Wolfsburg zeigt bei Klassenerhalt viel Fannähe und Gladbachs Arango hofft auf eine Wette.

Eintracht Frankfurt (17. Platz, 34 Punkte, Tordifferenz -16)

Trainer Christoph Daum feuert die letzte Patrone im Abstiegskampf ab.

Vor der Partie beim Meister aus Dortmund (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) versucht der Coach seinen Spielern mit gezielten Motivations-Plakaten das nötige Selbstvertrauen einzuimpfen.

"Siegertypen" heißt die Überschrift, die die abgestürzten "Adler" beim BVB zu einem Höheflug motivieren soll.

"Er muss schneller laufen und mehr kämpfen"

"Jeden Morgen erwacht ein Spieler der Eintracht. Er weiß, er muss schneller laufen und mehr kämpfen als der beste Spieler unseres Gegners, sonst wird er verlieren", heißt es auf einem der Plakate unter anderem.

Daum hofft, mit diesen Parolen das Letzte aus seinen Spielern heraus zu kitzeln und in Dortmund das schier Unmögliche möglich zu machen (KOLUMNE: IM Garten des Guru).

[kaltura id="0_52z07aj9" class="full_size" title="Abstiegskampf hoch drei"]

"Versuche den Mut vorzuleben"

"Der Mut, den man dafür benötigt, versuche ich vorzuleben und auf alle zu übertragen. Wir müssen mit diesem Mut und Entschlossenheit nach vorne spielen und zeigen, wozu wir in der Lage sind", sagte der 57-Jährige vor der Partie.

Kürzertreten im Training muss allerdings momentan Alexander Meier. Der Mittelfeldspieler laboriert an Adduktorenproblemen.

Borussia Mönchengladbach (16., 35 Punkte, Tordifferenz -17)

Die Gladbacher Spieler haben sich in den Flieger Richtung Hamburg gesetzt und glauben fest an den Klassenerhalt.

"Die Mannschaft hat die Qualität gezeigt, die in ihr steckt. Sie hat gezeigt, dass sie mit Druck umgehen kann", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Trainer Lucien Favre ergänzte: "Der HSV hat eine gute Mannschaft, aber es ist völlig egal, gegen wen wir spielen. Mit einem Sieg haben wir mindestens die Relegation sicher. Wir haben immer mit der Überzeugung gearbeitet, dass wir es schaffen. Und jeder kann die Tabelle lesen: Am Samstag ist alles möglich."

Nicht alleine wird Juan Arango nach Hamburg reisen. Der Mann aus Venezuela bringt seine ganze Familie mit.

Arango will Wette gewinnen

Der Grund spielt beim HSV. Mit Tomas Rincon trifft Arango auf seinen Landsmann und Zimmerpartner bei der Nationalmannschaft.

Während Arango sich mit der Borussia im Hotel auf das Spiel vorbereitet, bleibt die Familie bei den Rincons.

Es geht auch um eine Wette. Der Verlierer muss dem Sieger zum Essen einladen.

Mit einem Sieg bei den Hanseaten kann Arango also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

VfL Wolfsburg (15., 35 Punkte, Tordifferenz -7)

Ganz viel Fannähe wird man bei VfL Wolfsburg erleben, sollten die Niedersachsen den Klassenerhalt schaffen.

Der "Samba-Zug", den die Fans nach Hoffenheim nehmen, um ihre Elf im Kampf um den Klassenerhalt nach vorne zu peitschen, könnte auf der Rückfahrt nach Wolfsburg umso voller werden.

Magath nimmt seine Bahncard mit

Macht der VfL den Klassenerhalt perfekt, fahren die Spieler mit den Fans zurück - ebneso wie Trainer Felix Magath.

"Die Spieler können die Zugfahrt genießen, wie sie wollen. Es ist auch vorgesehen, dass ich mitfahre", sagte Magath und witzelte: "Ich fahre gern Zug, ich habe auch eine Bahncard. Dann wird es preiswerter für mich."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel