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Andries Jonker gewann als Co-Trainer 2010 mit dem FCB das Double © getty

Bayern-Coach Jonker will Bayer mit einem frühen 1:0 unter Druck setzen. Ihm fehlt aber ein möglicher Ersatz für Gelbsünder Ribery.

Vom FC Bayern berichtet Martin Hoffmann

München - Andries Jonker hat es nicht in der Hand, ob sein letztes Pflichtspiel als Trainer des FC Bayern das gewünschte Ergebnis bringt.

Sein Team braucht einen Sieg gegen den VfB Stuttgart und muss zugleich hoffen, dass Bayer Leverkusen, der Konkurrent um Platz zwei, in Freiburg verliert (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Jupp Heynckes, sein Nachfolger, hat mit seinem Noch-Klub den kürzeren Weg in die direkte Champions-League-Qualifikation (SERVICE: Der SPORT1-Tabellenrechner).

Trotzdem sagt Jonker auf SPORT1-Nachfrage: "Ich würde nicht mit Leverkusen tauschen wollen. Es ist immer die schwierigere Aufgabe, etwas nicht verlieren zu dürfen."

Jonker kennt die Handgriffe

Jonker gibt auch in seinem letzten Pressetermin als Bayern-Chefcoach nicht die Art von Lautsprecher, die sein alter Chef Louis van Gaal war.

Aber das heißt nicht, dass er nicht weiß, mit welchen Handgriffen er jetzt die Psycho-Trickkiste bedienen muss.

Die eigene Aufgabe so groß wie nötig, aber so klein wie möglich reden ? und die des Fernduell-Gegners ins Riesenhafte.

"Ein frühes 1:0 wäre gut"

"Leverkusen hat den Druck, sie dürfen nicht verlieren", betont er - und will mit seinem Team alles dafür tun, dass die Werkself den "Flattermann" bekommt, den schon Thomas Müller ihr gewünscht hat.

"Ein frühes 1:0 wäre gut", betont er: "Leverkusen will seinen Platz festhalten und je früher wir Druck machen, desto besser." Man wolle vom Start weg "volle Kanne Gas geben".

Allerdings fehlt Jonker ein wichtiger Gasgeber: Mittelfeld-Wirbler Franck Ribery, der am letzten Spieltag eine Gelbsperre aussitzt.

[kaltura id="0_y6tz14pf" class="full_size" title="Gomez Bin unendlich dankbar "]

Altintop verlässt den Klub

Verzichten muss er auch auf die Ersatz-Option Hamit Altintop, dessen Comeback wegen Rückenschmerzen aufgeschoben werden muss.

Für Altintop fällt damit das letzte Heimspiel in der Allianz Arena ins Wasser.

Wie der FCB am Freitagnachmittag mitteilte, wird der Türke genauso wie Torwart Thomas Kraft (zu Hertha BSC) und auch Andreas Ottl den Verein verlassen.

Altintop verlängerte seinen Vertrag auf eigenen Wunsch nicht und wird bei Real Madrid gehandelt. Die Zukunft von Ottl ist offen 241095(DIASHOW: Die Planspiele des FC Bayern).

Schweinsteiger mit an Bord

Fit für das Stuttgart-Spiel sind dagegen aller Voraussicht nach Bastian Schweinsteiger, der zuletzt unter Rückenproblemen litt, und der von einer Erkältung geplagte Daniel van Buyten.

Verteidiger Breno (Meniskus-OP) fällt sicher aus.

Bei Luiz Gustavo (Knochenhautreizung) sehe es dagegen "schwierig aus", so Jonker. "Uns gehen die Spieler schon etwas aus", meint der Coach, der vor dem Gegner Stuttgart "Respekt" hat.

Immerhin hat kein anderes Team aus den vergangenen elf Spielen so viele Punkte geholt (23) wie der VfB ? keines außer Bayern.

Ein Ohr in Freiburg

Der Rekordmeister hat noch nicht entschieden, ob er während des Spiels das Zwischenergebnis aus Freiburg auf der Anzeigetafel zeigen will.

"Mir ist es egal", sagt Jonker: "Wir sind im 21. Jahrhundert, die Leute haben ihre Mobiltelefone, man wird es so oder so mitbekommen."

Er selbst will auch permanent auf dem Laufenden gehalten werden: "Ich werde Dinge anpassen, wenn es nötig ist."

Keine Gedanken an das Heynckes-Dilemma

Keine großen Gedanken macht sich Jonker darüber, wie die Interessenkonflikte von Heynckes und dem künftigen Bayer-Coach Robin Dutt (Bericht: "Allein die Frage ist respektlos") das Spiel Leverkusen - Freiburg beeinflussen werden.

"In einer sehr besonderen Situation", befänden sich die beiden zwar, aber: ?Ich bin aber fest überzeugt, dass sie die Verpflichtung erfüllen, die sie ihren momentanen Vereinen gegenüber haben.?

Alles andere, so Jonker ?hat in der Bundesliga auch keinen Platz?.

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