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Borussia Mönchengladbach steht vor dem letzten Spieltag auf dem Relegationsplatz © getty

Bei der Borussia gilt die Konzentration dem Klassenerhalt. Reus' Nominierung ist eine Randnotiz. Dante freut sich bereits.

Mönchengladbach - Selbst das bevorstehende Debüt von Marco Reus in der Nationalmannschaft 402015(DIASHOW: Das DFB-Aufgebot) war nur eine Randnotiz.

"Es wäre schön für ihn, wenn er es bekommen würde", sagte Lucien Favre nur und lenkte die Aufmerksamkeit sofort wieder auf den Abstiegskampf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Freitagnachmittag stieg der Borussia-Tross in den Flieger Richtung Hamburg (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER), und der Glaube an den Klassenerhalt könnte fester kaum sein.

"Die Mannschaft hat die Qualität gezeigt, die in ihr steckt. Sie hat gezeigt, dass sie mit Druck umgehen kann", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Auch Favre zuversichtlich

Und Favre ergänzte: "Der HSV hat eine gute Mannschaft, aber es ist völlig egal, gegen wen wir spielen. Mit einem Sieg haben wir mindestens die Relegation sicher. Wir haben immer mit der Überzeugung gearbeitet, dass wir es schaffen. Und jeder kann die Tabelle lesen: Am Samstag ist alles möglich."

Nach drei Erfolgen ohne Gegentor in Serie gegen den späteren deutschen Meister Borussia Dortmund, bei Hannover 96 und gegen den SC Freiburg ist die Resignation rund um den Borussia-Park längst in grenzenlose Zuversicht umgeschlagen.

Grenzenlose Zuversicht

Favre, der Mitte Februar den glücklosen Michael Frontzeck als Trainer ersetzt hat, steht für den Gladbacher Erfolg.

Der ruhige Schweizer drehte an den richtigen Stellschrauben und hatte zudem Glück, dass er mit weniger Verletzungspech zu kämpfen hatte als sein Vorgänger.

"Lucien Favre hat den Hebel genau so angesetzt, wie wir es erwartet haben. Er ist ein Trainer, der sehr akribisch arbeitet, und jeder Spieler wird optimal ins Kollektiv eingearbeitet. Er macht klare Ansagen, ist aber auch emotional", sagte Eberl.

Dante: "Endspiele sind geil"

Die Stringenz seiner Arbeit führte zum Erfolg, und dieser stattete die Gladbacher Profis mit einem Selbstbewusstsein aus, von dem die Konkurrenz aus Wolfsburg und Frankfurt nur träumen kann.

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"Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir in Hamburg gewinnen", sagte Mike Hanke. Die positive Serie lässt die Spieler offensichtlich auch mit der Drucksituation relativ entspannt umgehen.

"Wir haben in den letzten Wochen immer Druck gehabt, und mit Druck spielst du einfach besser", sagte Havard Nordtveit.

Abwehrchef Dante, der sich im Falle eines Klassenerhalts von seiner Haarpracht trennen will, ergänzte im "kicker": "Ich liebe Druck, Spiele, die dir alles abverlangen. Endspiele sind geil."

"Effe" macht Pause

8000 Gladbacher Fans begleiten das Team nach Hamburg zum "Endspiel", das Reus für "lebenswichtig" hält und dem eventuell noch zwei weitere in der Relegation gegen den VfL Bochum oder die SpVgg Greuther Fürth folgen.

Deshalb spielt auch nicht nur seine Nominierung für die Nationalmannschaft im Moment keine Rolle, auch die "Initiative Borussia" um Revoluzzer Stefan Effenberg legt angesichts der anstehenden Entscheidungen eine Pause ein.

Ein Tor des "Tigers" ist da schon eher Thema.

Alle Borussen denken derzeit gerne an die Saison 1997/98 zurück, als die Borussia am letzten Spieltag durch einen 2:0-Sieg beim VfL Wolfsburg die Rettung perfekt machte. Das 1:0 erzielte damals Effenberg.

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