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Als Profi absolvierte Bayern-Coach Jürgen Klinsmann 65 Spiele für den FCB © getty

Wechselt Ribery? Hat der FC Bayern Interesse an Jovanovic? Vorm Duell gegen Hoffenheim gibt es beim Meister viele brenenden Fragen.

Über den FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Störfeuer können tödlich sein.

Jürgen Klinsmann, Trainer des FC Bayern, weiß das und erklärt das Trainingszentrum an der Säbener Straße deshalb aktuell zur "rauchfreien Zone".

Vor dem Top-Spiel gegen1899 Hoffenheim (ab 20 Uhr LIVE) versucht der Coach, sich auf das Sportliche zu konzentrieren und etliche Nebenschauplätze außer Acht zu lassen.

Dabei sind die brennend interessant.

Das heißeste Gerücht: Die Bayern (Teamseite) haben angeblich Stürmer Milan Jovanovic von Standard Lüttich im Visier.

Der serbische Nationalspieler bestätigte im belgischen Fernsehen das Interesse des deutschen Rekordmeisters.

Auch Madrid und Sevilla wollen Jovanovic

Stolze zehn Millionen Euro soll der 27-Jährige kosten, steht aber wohl auch auf der Liste von Real Madrid und des FC Sevilla.

Klinsmann will davon nichts gehört haben. "Davon weiß ich absolut nichts", sagt er.

Auch mit einem eventuellen Abgang von Franck Ribery (Spielerporträt) beschäftigt er sich gedanklich überhaupt nicht.

Präsident Franz Beckenbauer hatte befürchtet, dass der zurzeit grandiose Franzose vorzeitig aus dem Vertrag gekauft werden könnte.

Ribery ist unverkäuflich

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärt den Superstar derweil nun aber einmal mehr für unverkäuflich.

"Es gibt keine Summe der Welt, die uns da auch nur eine Sekunde überlegen lassen könnte. Absolut keine! Der Vorstand ist sich komplett einig: Franck Ribery hat einen Vertrag bis mindestens 2011 - er ist unverkäuflich", lässt er im Interview mit dem vereinseigenen Magazin verlauten.

Auch zum Fall des abwanderungswilligen Podolski bezog der Bayern-Boss noch einmal klar Stellung.

Podolski muss bleiben

Man habe dem 1. FC Köln "ganz klar mitgeteilt, dass es in der Winterpause keine Chance gibt, Lukas Podolski zu verpflichten. Gesichert wird er die Rückrunde beim FC Bayern verbringen, dann sehen wir weiter."

Ob "Poldi" gegen Hoffenheim auflaufen kann, ist eher unwahrscheinlich. Er begann nach Rückenproblemen am Mittwoch erst wieder mit dem Aufbautraining.

Derweil musste Sturm-Kollege Klose nach dem Training - ebenfalls wegen Rückenproblemen - zum Arzt.

Klinsmann gab aber sogleich Entwarnung. "Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Es dürfte am Freitag kein Problem sein." Der Bayern-Coach rechnet auch fest mit Tim Borowski, der seine Knieprobleme überwunden hat. Zudem ist in dieser Woche auch Abwehrchef Martin Demichelis wieder ins Training eingestiegen.

Van Bommel "Gespräch auf fairer Basis"

Ob die Vertragsverlängerung mit Kapitän Mark van Bommel (Kontrakt läuft aus) ebenfalls unproblematisch verläuft, wird sich erst noch zeigen.

"Es wird nächste Woche ein Gespräch geben, das auf einer fairen Basis ablaufen wird", verrät van Bommel (Spielerporträt) , der zuletzt auch mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht wurde.

Das Werben um Anatolij Timoschtschuk (Zenit St. Petersburg), der ihn im defensiven Mittelfeld verdrängen könnte, nimmt er (noch) gelassen zur Kenntnis.

"Das ist Sache des Vereins. Ich vermute auch dort wurde ein Gespräch auf fairer Basis geführt", sagt der Niederländer auf Nachfrage von Sport1.de.

Dass seiner Mannschaft bei einem Ausrutscher gegen Hoffenheim die Häme der Fußball-Nation sicher wäre, stört ihn überhaupt nicht.

Keine Bedenken vor Hoffenheims Offensive

"Dieses Thema haben wir doch bei jedem Spiel, dass wir nicht verlieren dürfen. Wir können damit leben und wissen, was wir tun müssen."

Insbesondere wollen die Münchner ihr Spiel durchziehen und sich nicht nach dem Gegner richten.

Selbst der starken Hoffenheimer Offensive will Klinsmann deshalb keine besondere Beachtung schenken: "Wir haben schon in der Champions League ganz andere Kaliber gehabt und zu Null gespielt."

Auch die verbalen Scharmützel der vergangenen Tage will der frühere Bundestrainer gar nicht bemerkt haben. Das Thema würde die Fans beschäftigen, "wir wollen die sportlichen Fragen positiv beantworten. Alles andere ist zweitrangig".

"Die Zeit ist gekommen, die Führung zu übernehmen", fügte der Coach noch an.

Allerdings sei der FC Bayern "nicht so vermessen, dass wir mit dem Torverhältnis rumspielen".

Nur bei einem Erfolg mit vier Toren Differenz würden die Münchner die Spitzenposition von Hoffenheim übernehmen. Die Mannschaft sei "bis in die Haarspitzen motiviert", meinte Klinsmann weiter und sprach von einem "Sechs-Punkte-Spiel".Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

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