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Lucas Barrios (r.) verpasste einen dritten Treffer vom Elfmeterpunkt © getty

Dortmund dreht gegen die Eintracht in Halbzeit zwei einen Rückstand noch um. Die Hessen dürfen nur kurz von der Rettung träumen.

Dortmund - Meister Borussia Dortmund hat Eintracht Frankfurt mit einem Sieg zum Abschluss einer historischen Saison in die Zweitklassigkeit gestürzt.

Mit einem 1:3 (0:0) verlor das Team von Trainer Christoph Daum die Fernduelle gegen den VfL Wolfsburg sowie Borussia Mönchengladbach und muss zum insgesamt vierten Mal nach 1996, 2001 und 2004 absteigen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sebastian Rode (46.) hatte die Frankfurter Hoffnung auf den Klassenerhalt mit dem Führungstor genährt, bevor Lucas Barrios mit seinem 15. Saisontreffer (67.) den hochverdienten Ausgleich erzielte. 404216(DIASHOW: Der 34. Spieltag)

"14. Mai wird in die Geschichte eingehen"

Für das 2:1 sorgte Eintracht-Verteidiger Marco Russ per Eigentor (72.), wiederum Barrios (90.+1) setzte den Schlusspunkt.

Dede verschoss für Dortmund in seinem Abschiedsspiel noch einen Foulelfmeter (81.), Frankfurts Marcel Titsch-Rivero sah vor dieser Szene die schnellste Rote Karte (80.) der Bundesliga-Geschichte, er war erst 43 Sekunden zuvor eingewechselt worden.

"Das ist schon eine skurrile Situation: Wir feiern die deutsche Meisterschaft, und die Eintracht steigt ab. Das ist zweifellos ein großer Tag für den BVB. Der 14. Mai wird in die Geschichte eingehen", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp nach dem Spiel.

Bruchhagen glaubt an direkte Rückkehr

Als BVB-Präsident Reinhard Rauball um 17.42 Uhr in seiner Funktion als Liga-Präsident Dortmunds Kapitän Roman Weidenfeller unter dem ohrenbetäubenden Jubel der 80.720 Zuschauer die begehrte Meisterschale überreichte und damit den Startschuss für eine rauschende Party bis zum Sonntagabend gab, hatten die Eintracht-Profis die Bundesliga-Bühne verlassen und waren in den Katakomben der Arena verschwunden.

"Ich bin mir sicher, dass wir in einem Jahr mit einer starken Mannschaft wieder da sind", erklärte Frankfurts Vereinsboss Heribert Bruchhagen, räumte aber auch ein: "Das ist ein unerwartet schwerer Rückschlag."

Der schnellen Rückkehr schloss sich auf Trainer Christoph Daum an: "Wir werden möglichst schnell die Planungen für die Zweite Liga aufnehmen. Das Ziel kann nur der Wiederaufstieg sein."

Fährmann hält Frankfurt im Spiel

Die Borussen im letzten Saisonspiel mit sicherem Kombinationsspiel frühzeitig das Regiment übernommen und mit einem Distanzschuss von Robert Lewandowski ein erstes Signal gesetzt.

In der 12. Minute hatten die BVB-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, doch Lucas Barrios scheiterte mit einem weiteren Foulelfmeter an Torhüter Ralf Fährmann. Benjamin Köhler hatte Jakub Blaszczykowski im Strafraum zu Fall gebracht.

Schon zwei Minuten später musste Fährmann erneut gegen Barrios klären und beim nächsten Angriff einen Kopfball des nicht minder freistehenden Lewandowski parieren.

Randale nach Führungstreffer

Die Eintracht wirkte völlig überfordert und präsentierte sich in dieser Phase wie ein Zweitligist, von einem Aufbäumen war nichts zu sehen. Die wenigen Angriffsversuche der Gäste blieben ohne Überraschungsmomente.

Der BVB hingegen zeigte, dass er nicht gewillt war, sich die Feierlichkeiten vermiesen zu lassen. Das Führungstor der Westfalen gegen schlecht organisierte und harmlose Frankfurter lag in der Luft.

Doch dieses erzielte schließlich überraschend die Eintracht durch Rode, der aus kurzer Distanz nach einer Flanke von Theofanis Gekas traf. Es folgte der befürchtet unrühmliche Auftritt der Frankfurter Fans, die Feuerwerks- sowie Knallkörper abbrannten und ein Transparent "Randalemeister 2011" entrollten.

BVB-Druck am Ende zu groß

Ermutigt von diesem Treffer präsentierte sich Frankfurt im Anschluss wesentlich kämpferischer und aggressiver.

Dennoch blieb es weiterhin bei nur wenigen Kontern, weil der BVB auf den Ausgleich drängte und die Eintracht einige brenzlige Situationen nur mit sehr viel Glück überstand.

Die Treffer durch Barrios und das Eigentor von Russ waren nur eine logische Folge der intensiven Dortmunder Bemühungen um einen erfolgreichen Saisonabschluss.

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