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Der Norweger Stale Solbakken war zuletzt Trainer beim FC Kopenhagen © getty

Der 1. FC Köln vermeldet nach dem 2:1 gegen Schalke die Klärung der Trainerfrage. Die "Geißböcke" verderben S04 die Generalprobe.

Köln - Gleich nach dem Spiel wurde die gute Nachricht veröffentlicht.

Stale Solbakken wird der neue Trainer des 1. FC Köln. 404216(DIASHOW: Der 34. Spieltag)

Der Norweger übernimmt den FC ab dem 1. Juli 2011, Interimscoach Volker Finke wird dann wieder als Sportdirektor tätig sein. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Solbakken (43) hatte bereits einen Vertrag beim norwegischen Verband als Nationaltrainer unterschrieben und musste dort herausgekauft werden.

Köln verdirbt die Schalker Generalprobe

In den 90 Minuten zuvor sorgten die Kölner dafür, dass Schalke 04 die Generalprobe für das Pokalfinale kräftig verpatzt hat und eine Woche vor dem vermeintlichen Saisonhöhepunkt einen neuerlichen Tiefpunkt erreicht.

Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick verlor am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:2 (0:1) beim 1. FC Köln und dürfte in dieser Form auch mit dem Zweitligisten MSV Duisburg im Pokal-Endspiel am kommenden Samstag in Berlin einige Probleme bekommen.

Unfassbar: Nach der sechsten Pflichtspiel-Niederlage in Serie im wahrscheinlich letzten Liga-Spiel von Nationaltorhüter Manuel Neuer als Schalker beendete der Champions-League-Halbfinalist die Saison auf Rang 14 und damit Fünftletzter.

Die Kölner verpassten nach dem Endspurt mit drei Siegen aus den drei Spielen unter Sportdirektor Volker Finke als Interimstrainer und neun Siegen aus den letzten zehn Heimspielen die einstelligen Tabellenränge nur knapp.

Der "Heimtorjäger" trifft

Zudem beendete Milovoje Novakovic nach seinem 17. Saisontreffer zum 1:0 (25.) die Spielzeit als drittbester Torschütze der Liga. Mato Jajalo erhöhte mit einem sensationellen Treffer aus 35 Metern, bei dem Neuer keine gute Figur abgab, auf 2:0 (60.).

Raul gelang mit seinem 13. Saisontreffer (87.) lediglich noch Ergebniskosmetik für die Gelsenkirchener.

Dass es für beide Mannschaften nicht mehr wirklich um etwas ging, wurde von der ersten Minute an deutlich.

Kölner Fans wettern gegen den Vorstand

Origineller als die Akteure auf dem Rasen waren die Kölner Fans: Sie verliehen ihrem Wunsch nach einer Ablösung der Vereinsführung mit Dauer-Gesängen "Vorstand raus!", fast minütlich wechselnden Plakaten und unterschiedlichsten Sprüchen Ausdruck und ärgerten die Schalker mit Gesängen wie "Deutscher Meister wird nur der BVB!".

Die vor allem mit sich selbst beschäftigten Besucher bekamen lange kaum etwas zu sehen. Dies änderte sich bezeichnenderweise, kurz nachdem die Fans ihren Fokus verändert hatten.

Schneller Freistoß begünstigt 1:0

In der 22. Minute feuerten sie erstmals ihre Mannschaft an, keine drei Minuten später führte diese: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Lukas Podolski flankte Miso Brecko den Ball in den Strafraum, Benedikt Höwedes rutschte weg und Novakovic vollstreckte.

Auch nach dem Gegentor wachte Schalke nicht aus seiner Lethargie auf. Rangnick war stinksauer und reagierte eisern: Bereits in der 35. Minute mussten Edu und Alexander Baumjohann vom Feld und ohne Sportgruß in die Kabine. Für sie kamen Klaas-Jan Huntelaar und Julian Draxler.

Dies zeigte zumindest ein wenig Wirkung: Zwei Minuten vor der Pause schlenzte Jose Manuel Jurado den Ball an den Innenpfosten; Kölns Keeper Michael Rensing hatte an seinem 27. Ehrentag das Glück eines Geburtstagskindes, als ihm der Ball von dort an den Unterschenkel prallte, nicht aber ins Tor.

Schalke wacht in der zweiten Hälfte auf

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die FC-Fans die vielleicht ungewöhnlichste Plakatarie der Bundesliga-Geschichte fort, die Schalker verfielen wieder in Schlafmützigkeit.

Davon ließ sich neben dem diesmal völlig indisponierten Abwehrchef Höwedes auch Neuer kurzzeitig anstecken, sein Fehler nach einem Eckball blieb aber unbestraft (47.).

Doch auch beim Gewaltschuss von Jajalo zum 0:2 sah der Nationalkeeper schlecht aus.

Die slowenischen WM-Teilnehmer Brecko und Novakovic waren die besten Kölner, bei Schalke zeigten allenfalls Peer Kluge und Kyriakos Papadopoulos Kampfgeist.

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