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Torsten Frings (M.) kehrte 2005 vom FC Bayern zu Werder Bremen zurück © getty

In Bremen sind noch viele Personalien offen. Frings könnte bleiben, Marin wechseln. Auch die Zukunft der Pfälzer ist ungewiss.

Kaiserslautern - Kaum war die Achterbahnfahrt für Werder Bremen endlich zu Ende, sprangen die Hanseaten sofort auf das Personalkarussell.

Die Zukunft von Torsten Frings und Marko Marin ist ungeklärt, Vertragsverhandlungen mit Tim Wiese und Per Mertesacker stehen an, über Neuzugänge und Abgänge wird kräftig spekuliert.

Nach dem 2:3 (1:3) am letzten Bundesliga-Spieltag beim Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (Spielbericht) und dem Ende einer völlig verkorksten Saison ist Arbeit statt Urlaub bei den Hanseaten angesagt.

Zukunft von Frings weiter offen

"In der nächsten Woche wird es eine Entscheidung geben", antwortete Klub-Chef Klaus Allofs auf die Frage, ob die Karriere von Frings mit einer Niederlage in der Pfalz zu Ende gegangen ist.

Auch der Kapitän selbst wollte sich noch nicht festlegen.

"Meine Personalie ist doch nicht so wichtig. Die Gespräche in den kommenden Tagen werden Klarheit bringen", sagte der Vize-Weltmeister von 2002.

Der 34-Jährige, der im Februar seinen Rücktritt angekündigt hatte, wird wohl zu deutlich reduzierten Bezügen eine weitere Saison dranhängen.

Kein Bekenntnis von Marin

Eine schnelle Entscheidung wird es mit Blick auf Marin wohl kaum geben. Der WM-Teilnehmer steht angeblich auf dem Wunschzettel des FC Liverpool, zehn Millionen Euro Ablöse stehen im Raum.

Ein Treue-Bekenntnis zu Werder ließ sich Marin nicht entlocken - ganz im Gegenteil.

"Es ist natürlich schön, wenn man solche Anfragen hört. Ich habe noch nicht darüber nachgedacht. Mal schauen, was in den kommenden Wochen passiert", sagte der Mittelfeldspieler, der 2009 für acht Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach an die Weser gekommen war.

Viele offene Personalien

Sicher ist bei Werder bisher nur, dass Petri Pasanen, Daniel Jensen, Jurica Vranjes und der Brasilianer Samuel den Klub verlassen werden.

Als Neuzugänge werden Spielmacher Mehmet Ekici vom 1. FC Nürnberg, die Verteidiger Didac Villa und Sokratis Papastathopoulos (beide AC Mailand) sowie Ze Roberto (Hamburger SV) gehandelt.

Zudem sollen die Verträge von Mertesacker und Wiese, die bis zum Ende der kommenden Saison laufen, verlängert werden.

Allerdings sind die Bremer, die am Ende auf einem enttäuschenden 13. Platz landeten, aufgrund der verpassten Qualifikation für den Europacup zu einem Sparkurs gezwungen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Es muss dringend was getan werden"

Trotz der eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten forderte Frings aber eine Verstärkung des Kaders. "Wir haben in dieser Saison Glück gehabt. Es muss dringend was getan werden, so können wir nicht oben mitspielen", sagte der Routinier.

Das belegte auch der Auftritt vor 49.780 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion.

Das "letzte Aufgebot" der Bremer, die mit lediglich 15 Spielern angereist waren, lag nach einer halben Stunde durch die Treffer von Adam Nemec (7.), Rodnei (9.) und Srdjan Lakic (30.) bereits deutlich zurück.

Frings (43.) und Marko Arnautovic (55.) machten die Niederlage halbwegs erträglich. Ein mögliches Remis verhinderte FCK-Torwart Kevin Trapp, der einen Foulelfmeter von Frings parierte (52.). 404216(DIASHOW: Der 34. Spieltag)

Lautern vor ungewisser Zukunft

Wie die Bremer schauen auch die Lauterer in eine ungewisse Zukunft.

Torjäger Lakic wechselt zum VfL Wolfsburg, sein kroatischer Landsmann Ivo Ilicevic ist von zahlreichen Klubs umworben.

Der FCK, der angesichts des kleinsten Etats der Liga (13, 5 Millionen Euro) in der Abschlusstabelle einen hervorragenden siebten Platz belegt, ist weiter von der guten Arbeit seines Trainers Marco Kurz und seines Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz abhängig.

"Auch nächste Saison nur um den Klassenerhalt"

Beide arbeiten bereits an den Planungen für die kommende Spielzeit.

"Für uns geht es auch in der nächsten Saison nur um den Klassenerhalt", äußerte Kuntz, der sich die Freude über die erste Spielzeit in der Bundesliga nach vier Jahren Abwesenheit aber nicht nehmen lassen wollte: "Der FCK hat sich wieder einen gewissen Stellenwert in der Liga erarbeitet."

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