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Oliver Bierhoff (r.) nahm im Doppelpass einen Scheck für die Robert-Enke-Stiftung entgegen © getty

Oliver Bierhoff spricht im SPORT1-Doppelpass über die Zukunft des DFB-Kapitäns. Zudem äußert er sich zum Zweikampf Klose/Gomez.

München - Für das Testspiel gegen Uruguay und die EM-Qualifkationspartien hat Bundestrainer Joachim Löw seinen Kapitän Michael Ballack 402015(DIASHOW: Löws Kader) nicht nominiert.

Auch seine ansteigende Form half Ballack nicht.

Doch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff ist überzeugt, dass der Leverkusener noch einmal für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen wird.

Darauf wettete er im SPORT1-Doppelpass , ließ allerdings den Zeitpunkt für Ballacks Einsatz offen.

Spekulationen zufolge soll Ballack am 10. August in Stuttgart gegen Brasilien einen "würdigen Abschied" erhalten.

Löw: "Muss perspektivisch denken"

Bundestrainer Joachim Löw macht dem 34-Jährigen indes wenig Hoffnungen, langfristig wieder den Sprung in die Auswahl zu schaffen.

"Als Trainer ist es neben der Arbeit für den aktuellen Erfolg auch meine Aufgabe, perspektivisch zu denken, wie kann das Team in ein, zwei oder vier Jahren aussehen. Michael weiß, wie ich über seine Situation denke", sagte Löw im "Focus"

Im SPORT1-Doppelpass betonte indes Bierhoff Ballacks Leistungen für das DFB-Team und sprach auch über den Zweikampf der Bayern-Stürmer Mario Gomez und Miroslav Klose.

Zudem ging er auf Dortmunds Meistertitel und den Kurs von Absteiger Eintracht Frankfurt ein.

[kaltura id="0_avi8a9pe" class="full_size" title="Dortmund hat die Schale"]

Oliver Bierhoff über...

Ballacks Zukunft bei der Nationalmannschaft:

"Michael Ballack weiß genau, wie Joachim Löw über die Situation denkt. Ich glaube, er hat sich für Deutschland unglaublich verdient gemacht.

Jetzt lassen wir einfach mal ein bisschen Zeit verstreichen und dann wird man sehen, was in der nächsten Saison passiert. Aber ich denke, für einen Trainer ist es nicht immer notwendig, alle Türen zuzuschlagen."

den Zweikampf Klose und Gomez in der Nationalmannschaft:

"Joachim Löw hat nie gesagt, dass Klose gesetzt ist. Aber er weiß natürlich, was er an Klose hat und er hat das immer wieder in der Nationalmannschaft bewiesen - auch wenn er im Verein Probleme hatte.

Für uns ist es gut, diesen Konkurrenzkampf zu haben. Wir haben jetzt drei Spiele und ich gehe davon aus, dass Mario Gomez da auch auf seine Zeit kommen wird."

die intensive Dortmunds Meisterfeier:

"Obwohl die Distanz zwischen Management und Spielern manchmal da sein muss, zeigt es, dass es trotzdem eine sehr enge und tolle Beziehung auch von den Spielern zu Michael Zorc ist.

Und das freut mich für das Management von Borussia Dortmund. Sie haben schwere Zeiten mitgemacht nach der Krise und haben sich mit sehr viel Seriosität und Ruhe wieder richtig aufgebaut. Der Lohn kam jetzt dieses Jahr."

Dortmunds Meistertitel:

"Die Dortmunder haben ganz souverän die ganze Saison durchgestanden und kaum Schwächen gezeigt. Es gibt, glaube, ich niemanden in Deutschland, der sagt, Dortmund hat die Meisterschaft nicht verdient."

Spieler wie Diego, die den Vertrag nicht einhalten wollen:

"Generell wäre es schön, wenn es eine Strategie der Vereine geben würde. Da geht es nicht nur um Diego, sondern auch um andere Spieler. Sie haben gesagt, sie kommen nicht zurück, obwohl sie bestehende Verträge hatten.

Da sollten sich die Vereine, wenn möglich, europaweit zusammentun und sagen: Wir akzeptieren das nicht. Die Spieler wissen natürlich, dass Diego ein wichtiger Spieler für die Mannschaft sein kann.

Wenn sie sehen, dass ein Bemühen da ist, sich für die Mannschaft einzusetzen, dann dürfte das kein Problem sein. Der Spieler muss auch spüren, welche Alternativen er hat:

Entweder du endest wie Albert Streit in der zweiten Mannschaft, oder du gibst dir mehr Mühe."

mögliche personelle Veränderungen bei Frankfurt:

"Ich glaube für Heribert Bruchhagen wäre es eine große Hilfe. Wenn er der alleinige Mann bei Eintracht Frankfurt ist, dann fehlt vielleicht hier und da auch die Nähe zur Mannschaft und zum Trainer.

Ich wäre eigentlich immer dafür, dass ein Verein von der Vorstandsebene zur Mannschaft jemanden einsetzt, wie es auch Christian Nerlinger bei Bayern München macht.

Er gibt dem Vorstand die entsprechenden Informationen und hat auch Freiheiten zu handeln."

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