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Holger Stanislawski war seit 2006 Trainer des FC St. Pauli © imago

Hoffenheim stellt den Coach offiziell vor - und überschüttet ihn mit Huldigungen. Der Neue fühlt sich schon "zu Hause".

Sinsheim - Ralf Rangnick wollte ihm am Ende zu viel, bei Marco Pezzaiuoli fehlte ihm Ausstrahlung und Durchsetzungsvermögen.

In Holger Stanislawski sieht Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp nun den "idealen Trainer" für die Kraichgauer.

"Er wirkt völlig natürlich, ist total geerdet und hat keine übertriebenen Vorstellungen", sagte Hopp bei Stanislawskis offizieller Vorstellung in Sinsheim.

Er wisse, "dass unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten nicht die schlechtesten sind und verspreche "auch eine ganze Menge". Man merke ihm an: "Er ist ein Typ, der Menschen begeistern kann."(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Stanislawski fühlt sich "gleich zu Hause"

Am Montag hatte sich Stanislawski bereits der Mannschaft vorgestellt, am Dienstag wurde der bisherige Coach von Absteiger FC St. Pauli in Hoffenheim der Öffentlichkeit präsentiert 380254(DIASHOW: Stanislawskis Karriere).

"Nach 18 Jahren Hamburg ist es natürlich ein gewaltiger Tapetenwechsel, der uns bevorsteht. Aber wir wollen in Hoffenheim mit den Fans das Wir-Gefühl leben", sagte Stanislawski und bedankte sich nach seinem ersten Tag bei 1899: "Jetzt fühlen wir uns gleich zu Hause."

Es sei wichtig, so Stanislawski "die Strukturen und die Menschen im Verein kennenzulernen, um gleich zu Beginn mit allen durchstarten zu können. Dann werden wir auch nicht mehr aus der Kantine geschmissen, weil uns vielleicht jemand noch nicht kennt."

Kein Zweifel an der Verträglichkeit

Manager Ernst Tanner meinte: "Die Gespräche mit den Spielern haben gezeigt, dass er den Nerv der Jungs trifft. Es ist sehr viel positives Feedback."

Insbesondere Hopp hat keinen Zweifel daran, dass der alles andere als kühle Hamburger mit seiner Art in Hoffenheim gut ankommen wird.

"Wenn ein Spieler ausgewechselt wird, nimmt Stani ihn in den Arm. Dass Spieler grußlos in die Kabine gehen, das hat es bei ihm nicht gegeben", frohlockt der Mäzen.

Schon jetzt ein "tolles Verhältnis"

Stanislawski attestiert er schon jetzt ein "tolles Verhältnis zur Mannschaft", in dem gleichzeitig der nötige Respekt und die nötige Distanz vorhanden sei.

"Er kann gerade mit den Jungen sehr, sehr gut umgehen und davon haben wir ja eine Menge", sagte Hopp.

Stanislawski wird am 22. Juni seinen Dienst als neuer 1899-Trainer antreten. An diesem Tag starten die Kraichgauer in ihre Saison-Vorbereitung.

Trainingslager in Österreich

Nach drei Testspielen brechen die Profis und ihre Betreuer ins Trainingslager vom 6. bis 17. Juli nach Feldkirchen an der Donau in Oberösterreich auf.

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager steht am 21. Juli ein weiterer Test beim Nachbarklub Waldhof Mannheim an.

Danach beginnt für Stanislawski und Co. dann bis zum Bundesliga-Start Anfang August die heiße Phase.

50:50-Chance bei Beck

Bis dahin wird auch Klarheit über die Zukunft von Nationalspieler Andreas Beck herrschen.

Der Rechtsverteidiger liebäugelt mit einem Wechsel zu Juventus Turin, doch Hopp hat finanziell noch einmal eine Schippe draufgelegt und will Beck nun unbedingt halten.

"Ich würde mich freuen, wenn wir ihn halten können. Andererseits können wir ihn nicht fesseln, um ihn hier zu halten. Ich sage, es steht fifty-fifty", sagte Hopp:

"Der Andi ist eine Symbolfigur für uns. Wir haben ihm ein Angebot gemacht, das deutlich besser ist als das, was er bislang gehabt hat. Damit hoffe ich, dass er bleiben kann."

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