vergrößernverkleinern
Heribert Bruchhagen ist seit 2003 Vorstandsboss von Eintracht Frankfurt © imago

Heribert Bruchhagen bleibt Frankfurts Vorstandsboss. Bei SPORT1 gibt er einen Hinweis auf die Trainer- und Managersuche beim Absteiger.

Von Mathias Frohnapfel

München - Heribert Bruchhagen ist weiterhin bei Eintracht Frankfurt der oberste Entscheider.

Doch nach dem Abgang von Trainer Christoph Daum (Bericht) muss Bruchhagen mit einem Sport-Manager an seiner Seite die sportlichen Aufgaben erledigen.

Priorität eins: Die abgestürzte Eintracht soll zurück in die Bundesliga befördert werden. Und das am besten ohne Umwege.

Der Aufsichtsrat der Hessen stimmte am Montagabend für einen Vertragsverlängerung mit Bruchhagen bis 2012, der 62-Jährige muss nun die vom Aufsichtsrat gewünschten Strukturen schaffen.

Keine Experimente mehr

Dafür braucht er nicht nur einen Sportdirektor, sondern auch einen Trainer mit entsprechender Ausstrahlung.

Und nach dem Fehlgriff Daum (Einwurf: Das Ende des "Magiers") darf sich die Eintracht kein weiteres Experiment mehr leisten.

Ein Profil für den möglichen Coach möchte Bruchhagen daher ungern vorgeben.

Ohnehin will er sich in den nächsten Tagen bei den Medien rar machen, um sich bestmöglich dem Kandidaten-Casting widmen zu können.

Erst der Sportdirektor, dann der Trainer

Auf SPORT1-Nachfrage bestätigte er allerdings, dass die Eintracht zuerst einen Sportdirektor und dann einen Trainer suchen werde.

"Das ist unser Ziel, wenn es nicht klappt, geht es auch andersrum", sagte Bruchhagen.

Er fügte an: "Unser Ziel ist es über den Sportdirektor auch den Trainer zu finden. Doch falls sich das nicht realisieren lässt, dann ist das nicht in Stein gemeißelt."

Logisch ist, dass die beiden Personalien und auch die Kompetenzen klar abgestimmt sein sollen.

[kaltura id="0_6l0qn5lp" class="full_size" title="Der Messias tritt ab"]

Manager: "Eine Person meines Vertrauens"

Und an der Spitze der Entscheidungspyramide bleibt weiterhin Bruchhagen.

Die neue sportliche Führung sollte daher keine Alleingänge proben.

"Dieser Manager wird eine Person meines Vertrauens sein - genauso wie der Trainer auch", stellte Bruchhagen am späten Montagabend fest.

Den Weg will er vorgeben: "Das letzte Wort hat immer der Vorstand".

Bender will schnelle Entscheidung

Aus Sicht von Aufsichtsratschef Wilhelm Bender soll der Manager "die Verantwortung für die sportlichen Entscheidungen" tragen.

"Er soll ziemlich schnell an Bord kommen, um die offenen Fragen zum Trainer und Spielerkader mitentscheiden zu können", ließ Bender wissen.

Bruchhagen wird sich nun nach Kandidaten umschauen, ohne etwas zu überstürzen.

Kandidaten fallen nicht "vom Himmel"

"Die Zeit drängt, aber jetzt kommt es auf vier, fünf Tage nicht an. Wir haben eine Fülle an Kandidaten. Es besteht Handlungsbedarf, aber keine Panik", sagte er.

Im Gespräch für den Managerposten sind der Ex-Hoffenheimer Sportdirektor Jan Schindelmeiser und Red-Bull-Stratege Dietmar Beiersdorfer.

Bruchhagen bremste die Spekulationen aber: "Es ist nicht vorstellbar, dass wir in den nächsten drei Tagen einen Manager vorstellen. Der müsste ja vom Himmel fallen." Als mögliche Trainer werden der frühere BVB-Coach Thomas Doll und der frühere Bochum-Trainer Marcel Koller genannt.

Interesse an Wollitz

Auch an Cottbus-Coach Claus-Dieter Wollitz ist die Eintracht nach Informationen der "Welt" interessiert. Es soll bereits Kontakt zum 45-Jährigen bestehen.

Wollitz hatte mehrfach wegen Fan-Ausschreitungen der Cottbus-Anhäger von Rücktritt gesprochen, war aber von Präsident Ulrich Lepsch zum Bleiben animiert worden. Im Winter wurde der Vertrag mit dem Trainer verlängert.

Dagegen wird Torwart-Trainer Andreas Menger die Eintracht verlassen

Umbruch steht bevor

Fraglich ist, welche Spieler der Ära Bruchhagen den Weg in die Zweite Liga mitgehen werden 316092(DIASHOW: Die Bundesliga-Wechselbörse)

Zwar haben 17 Lizenzspieler einen Vertrag für das Unterhaus, die Mannschaft muss aber auch dem neuen Trainer und Sport-Manager ins Konzept passen.

Zudem sind viele der bisherigen Leistungsträger bereits weg oder vor dem Absprung.

Amanatidis angezeigt

Noch eine der kleineren Sorgen stellt die Anzeige gegen Ioannis Amanatidis dar. Der Frankfurter Stürmer soll angeblich mit einer Hundehalterin beim Gassigehen aneinandergeraten sein (News).

Indes soll Innenverteidiger Maik Franz unmittelbar vor einem Wechsel zu Hertha BSC Berlin stehen. Halil Altintop und Chris wollen ebenfalls lieber erstklassig spielen.

Und der bisherige Kapitän Patrick Ochs wechselt bekanntlich für drei Millionen Euro zum VfL Wolfsburg.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel