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Martin Harnik wechselte im Sommer 2010 von Fortuna Düsseldorf zum VfB © imago

Stürmer Martin Harnik spricht bei SPORT1 über das Positive an der Seuchensaison - und wie Labbadia den VfB gerettet hat.

Von Daniel Rathjen

München - Der VfB Stuttgart spielt auch weiterhin erstklassig. Einen großen Anteil daran hat Stürmer Martin Harnik.

Nach einer katastrophalen Hinrunde des VfB schoss der Österreicher die Schwaben wieder zurück in die Erfolgsspur.

Fünf Tore erzielte er selbst, sechs legte er auf. Fünf Vorlagen gab er alleine an den letzten drei Spieltagen.

"Ich habe mir vorgenommen, die Rückrunde nächste Saison zu bestätigen", sagte Harnik im SPORT1-Interview

Welche Erfahrungen ihm der Abstiegskampf eingebracht hat, was den VfB letztendlich gerettet hat und wie Trainer Labbadia die Mannschaft an den Wendepunkt gebracht hat, erzählt der 23-Jährige im SPORT1-Interview

SPORT1: Herr Harnik, der Abstiegskampf liegt hinter Ihnen und fand ein positives Ende. Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt?

Martin Harnik: Es war eine unglaubliche Erfahrung, die wir gesammelt haben. Ich möchte sie auch, nachdem alles gut gegangen ist, nicht mehr missen. Aber nochmal brauche ich das nicht.

SPORT1: Was nehmen Sie mit?

Harnik: Es war schon eine Saison, die einem viel gibt. Nach der Hinrunde standen wir mit dem Rücken zur Wand. Alle haben uns schon abgeschrieben. Dann spielen wir eine überragende Rückrunde und haben uns trotz der vielen Punkte gerade so gerettet. Es war eine Erfahrung für alle: Spieler, Trainerteam, Fans, den ganzen Verein und das Umfeld. Ich denke, das hat uns noch näher zusammengebracht. Aus dieser Erfahrung hoffen wir, dass wir im nächsten Jahr einiges rausholen.

SPORT1: Hat die Anstrengung das Team zusammengeschweißt?

Harnik: Auf jeden Fall. Alleine hätte es keiner geschafft, das geht nur zusammen. Das hat der Trainer uns vom ersten Tag an in den Kopf rein gehauen. Aber das gilt nicht nur für die Mannschaft, sondern für den ganzen Verein.

SPORT1: Was hat die Verpflichtung von Labbadia bewirkt?

Harnik: Wir haben von Anfang an gelernt, ehrlich miteinander umzugehen. Das hat uns der Trainer vorgelebt, er war zu uns auch absolut ehrlich. Das hat den Wendepunkt gebracht. Dann darf man natürlich auch nicht die beiden Wintertransfers aus den Augen verlieren. Shinji Okazaki und Tamas Hajnal haben einen großen Anteil an der Rückrunde. Das machte in der Summe dann schon einen Riesenunterschied.

SPORT1: Auch Sie haben sich gut entwickelt. Wie groß ist Ihr Anteil am Klassenerhalt?

Harnik: Das ist schwierig zu sagen. Natürlich bin ich froh, dass ich mich in der Rückrunde zum Stammspieler weiterentwickelt habe, dass ich da meine Tore und Vorlagen gebracht habe. Das ist aber nun mal meine Aufgabe gewesen, da möchte ich mir jetzt nicht zu viel in die eigene Tasche stecken. Der Mannschaftserfolg steht im Vordergrund.

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie mit sich?

Harnik: Ich denke, ich habe jetzt den nächsten Schritt gemacht, aber es liegen noch einige Schritte vor mir. Es gilt jetzt, diese Saison zu bestätigen - besser gesagt diese Rückrunde. Das habe ich mir fest vorgenommen für die nächste Saison.

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