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Antonio da Silva und Andreas Görlitz bejubeln den 1:0-Siegtreffer © getty

Der KSC befreit sich dank einer kompakten Mannschaftsleistung vom Tabellende. Die Krise bei Werder geht dagegen weiter.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC hat das Tabellenende der Bundesliga verlassen und Trainer Edmund Becker einen Sieg zum Jubiläum beschert.

Die Badener beendeten ihre schwarze Serie von neun Spielen ohne Sieg in Beckers 50. Bundesliga-Spiel auf der KSC-Bank mit einem 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen.

Stefan Buck (83.) erlöste die Fans und sorgte für den ersten Karlsruher Sieg seit dem 3. Oktober 2008.

Die Bremer, die seit elf Wochen auf einen Auswärtssieg warten und weiter graues Bundesliga-Mittelmaß sind, verpatzten die Generalprobe für ihren vorerst letzten Champions-League-Auftritt.

Am Dienstag im abschließenden Gruppenspiel der "Königsklasse" geht es gegen Inter Mailand nur noch um den Einzug in den UEFA-Cup.

Bremens Claudio Pizarro sah in 90. Minute wegen einer Tätlichkeit von Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) die Rote Karte.

Riesenpech für Bremen

Vor 29.373 Zuschauern im Wildparkstadion war den Karlsruhern, die wegen der Ausfälle von Kapitän Maik Franz (Fersenödem) und Tim Sebastian (Muskelfaserriss) ihre komplette Innenverteidigung ersetzen mussten, die Verunsicherung nur zu Beginn anzumerken.

Bereits nach 28 Sekunden hatte die KSC-Abwehr das Nachsehen, doch Bremens Torjäger Claudio Pizarro traf völlig freistehend aus 14 Metern nur den Innenpfosten.

Am vergangenen Wochenende hatte gegen Eintracht Frankfurt (5:0) noch drei Treffer erzielt.

Kompakte Mannschaftsleistung

In der Folge fand die Elf von Becker über den Kampf ins Spiel.

Besonders über den rechten Flügel mit Stefano Celozzi und Timo Staffeldt kamen die Badener immer wieder gefährlich vor das Werder-Gehäuse, in das Nationalkeeper Tim Wiese nach seiner Adduktorenverletzung wieder zurückgekehrt war.

Zudem ließ Antonio da Silva endlich einmal seine Qualitäten als Spielmacher aufblitzen und setzte vor allem Stürmer Sebastian Freis wiederholt in Szene.

Der KSC-Angreifer verfehlte das Ziel dreimal äußerst knapp (12./27. /28.).

Bremen fehlt Durchschlagskraft

Die in dieser Saison auswärtsschwachen Bremer verließen sich indes auf die wenigen Geistesblitze von Regisseur Diego, blieben aber lange ohne Durchschlagskraft.

Werder-Trainer Thomas Schaaf brachte nach dem Wechsel den zuletzt gesperrten Mesut Özil als weitere Offensivkraft.

Die klar bessere Mannschaft war aber weiterhin der KSC, der die Schwächen der Gäste-Abwehr schonungslos offenlegte.

Doch Martin Stoll (50.) und Freis (51.) vergaben aus aussichtsreicher Position, ehe Buck doch noch das 1:0 gelang.

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