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Torjäger Nils Petersen wechselt von Energie Cottbus zum FC Bayern © imago

Der Torjäger wird beim FCB vorgestellt, Nerlinger plant weitere Transfers. Jonker verspricht eine "großartige Mannschaft".

Von Thorsten Mesch

München - Beim FC Bayern laufen die Planungen für die kommende Saison auf vollen Touren, die erste Neuverpflichtung ist so gut wie im Kasten.

Nils Petersen von Energie Cottbus war am Mittwoch bereits zur sportärztlichen Untersuchung in München, am Donnerstagnachmittag wurde der Transfer als perfekt vermeldet und Petersen in München offiziell vorgestellt (241095AKTUELL: Bayerns Planspiele).

"Wenn man ein Angebot von Bayern München bekommt, dann muss man es annehmen - an diesem Spruch ist viel dran", sagte Petersen bei seiner Präsentation an der Säbener Straße.

"Freue mich tierisch"

Den 22-Jährigen macht es stolz, dass Bayern München sein neuer Arbeitgeber ist: "Das ist eine einmalige Sache. Ich freue mich tierisch auf diese Aufgabe und habe einiges vor", erklärte er.

Der Torschützenkönig der Zweiten Liga erhält beim FCB einen Dreijahresvertrag.

Zu seinem alten Arbeitgeber Energie Cottbus sagte er: "Es war eine tolle Zeit, die ich niemals vergessen werde."

Poker mit Schalke läuft

Die finalen Verhandlungen mit dem FC Schalke 04 über den Transfer von Manuel Neuer werden indes nach dem Pokalfinale der Königsblauen beginnen.

"Ich bin mir sicher, dass wir ziemlich schnell zu einem Abschluss kommen können", meinte FCB-Vorstand Karl Hopfner im Gespräch mit SPORT1.

Sportdirektor Christian Nerlinger wird zusammen mit Trainer Jupp Heynckes die Mannschaft für die kommende Saison zusammenstellen. Heynckes war am Montag zu einer ersten Besprechung am Bayern-Vereinsgelände an der Säbener Straße.

Gespräche mit Heynckes

"Es gab schon vor diesem Montag Kontakt zu Jupp Heynckes, allerdings nicht zu intensiv", erzählte Nerlinger bei "FCB.tv": "Jetzt haben wir alles ein bisschen konkretisiert."

Der Rekordmeister wolle sich "punktuell verstärken, um wieder in Richtung Deutsche Meisterschaft zu gehen und auch in Europa wieder anzugreifen", sagte Nerlinger, der vor allem die in der vergangenen Saison schwache Defensive verbessern will.

Nationalspieler Jerome Boateng von Manchester City und der ehemalige Schalker Rafinha (Genua) stehen auf Nerlingers "To-do-Liste".

"Der Abschied wird wehtun"

Wenn Heynckes, der in seiner ersten Schaffensperiode in München von 1987 bis 1991 zweimal die Meisterschaft gewann und 2009 als Interimscoach das Erreichen der Champions League sicherte, am 1. Juli zum dritten Mal seinen Dienst beim FC Bayern antritt, wird Andries Jonker nicht mehr bei den Profis arbeiten.

Der Niederländer, der vor zwei Jahren als Louis van Gaals Co-Trainer nach München gekommen war und die Mannschaft nach der Entlassung seines Chefs auf Platz drei führte, wird sich in Zukunft um die zweite Mannschaft kümmern.

[kaltura id="0_elkeatx1" class="full_size" title="Peterses Vorstellung im Video"]

"Der Abschied wird schon ein wenig wehtun. Ich will es nicht ausschließen, dass es mir sehr nahe gehen wird", sagte Jonker der "Bild".

Kein Abstieg

Als Abstieg empfindet der 48-Jährige seinen Wechsel zur gerade von der Dritten Liga in die Regionalliga abgestiegene Reserve des FC Bayern allerdings nicht.

"Ich habe so eine krasse Veränderung schon einmal erlebt. Ich war beim FC Barcelona und habe anschließend bei einem Zweitligisten in Holland begonnen, bei dem ich alles aufbauen musste. Trotzdem hat es Spaß gemacht", erklärt Jonker.

Angebot von Erstligisten

Es komme "immer darauf an, wie man an solche Veränderungen rangeht", sagte der Coach, der ein Angebot eines anderen Vereins ablehnte.

"Es gab inzwischen einen Verein, der mich in den vergangenen Wochen haben wollte - einen Erstligisten", verriet der Niederländer, ohne den Namen des Klubs zu verraten ("Wer das ist, ist egal.")

"Ich will nur sagen, dass es für mich nie in Frage kam, Bayern zu verlassen. Ich stehe zu meiner Entscheidung", erklärte der Coach

Kein Gespräch mit Trainer-Team

"Mit Heynckes, der Co-Trainer Peter Hermann aus Leverkusen mitbringt und auf Hermann Gerland als zusätzlichen Assistenten vertraut, habe er noch nicht gesprochen", erklärte Jonker.

Eins sei jedoch klar: "Jupp wird Spaß haben können. Wir hinterlassen ihm eine großartige Mannschaft", sagte Jonker und schloss bei "wir" ausdrücklich van Gaal mit ein: "90 Prozent von dieser Mannschaft sind von Louis van Gaal."

Nerlinger optimistisch

Die Mannschaft, die er von van Gaal übernommen habe, "war fit", sagte Jonker der "tz": "Und das deutsche Gerüst auf dem Platz (die langfristig an den Verein gebundenen Lahm, Müller, Schweinsteiger, Gomez, Badstuber, Kroos, Anm. der Red.) ist in der Zusammenarbeit zwischen van Gaal und dem Vorstand entstanden."

An einen großen Umbau in der Profimannschaft glaubt Jonker nicht. "Es kommen keine acht neuen Stammspieler", sagte er der "Bild". "Aber die, die wohl kommen sollen, werden die Mannschaft wunderbar verstärken."

Sportchef Nerlinger geht davon aus, "dass wir innerhalb der nächsten zwei, drei Wochen den einen oder anderen Transfer vermelden können. Bis dahin müssen wir noch ein bisschen arbeiten."

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