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Sebastian Tyrala (l.) begann seine Karriere in der Jugend von Borussia Dortmund © getty

Dynamo Dresden erkämpft vor heimischer Kulisse im Relegations-Hinspiel gegen Osnabrück nur ein Unentschieden. Koch lässt hoffen.

Dresden - Drittligist Dynamo Dresden lässt den VfL Osnabrück weiter um Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zittern.

Nach dem 1:1 (0:0) im Relegations-Hinspiel zwischen dem sächsischen Drittliga-Dritten und dem Zweitliga-Drittletzten aus Niedersachsen fällt die Entscheidung erst am Dienstag im Rückspiel an der Bremer Brücke in Osnabrück.

Robert Koch hielt den achtmaligen DDR-Meister Dresden durch seinen Ausgleich (76.) nach der Gästeführung durch ein Eigentor von Lars Jungnickel (66.) im Rennen um die Rückkehr ins Unterhaus.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beim Rückspiel am Dienstag in Osnabrück entscheidet sich, wer den letzten Zweitliga-Startplatz für die kommende Saison erhält.

"Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Wir waren die Mannschaft, die 90 Minuten nach vorne gespielt hat, wir waren taktisch und spielerisch überlegen, und haben nach dem Rückstand große Moral bewiesen. Das Unentschieden ist für Osnabrück schmeichelhaft, lässt uns aber für Dienstag noch eine kleine Chance", sagte Dynamo-Trainer Ralf Loose.

Sein Gegenüber Heiko Flottmann bilanzierte: "Wir wollten ein Tor machen, und das haben wir geschafft. Wir haben oft nicht so gespielt, wie wir es uns vorgestellt haben, denn wir können besser Fußball spielen."

Sahin scheitert noch

Vor 28.760 Zuschauern unterstrichen die Gastgeber fünf Jahre nach ihrem Abstieg aus der zweiten Liga im ersten Durchgang mit enormem Engagement ihren Aufstiegswillen.

Allerdings konnte Dresden aus seinen größeren Spielanteilen kein Kapital schlagen.

Die beste Chance der spürbar auf die Führung drängenden Platzherren vor der Pause vergab Dani Schahin zwei Minuten vor der Pause, als der 21-Jährige mit einem Schuss aus zwölf Metern an Osnabrücks Schlussmann Tino Berbig scheitert.

Zuvor schon hatten zweimal Timo Röttger (11. und 34.) sowie Thomas Hübener (21.) nach einem Fehler von Berbig gute Gelegenheiten für die Dresdner ausgelassen.

Osnabrück sichert Defensive

Osnabrück, das 2009 in der ersten Zweitliga-Relegation gegen den damaligen Drittligisten SC Paderborn den Kürzeren gezogen und erst am vergangenen Wochenende durch einen 1:0-Sieg beim FC Ingolstadt den direkten Wiederabstieg in die 3. Liga verhindert hatte, bemühte sich nach anfänglicher Absicherung seines Strafraumes erst Mitte der ersten Spielhälfte um offensive Akzente.

Allerdings entsprang die einzige nennenswerte Möglichkeit der Gäste einer Einzelleistung von Konstantin Engel, der mit einem Schuss aus gut 20 Metern an Dynamo-Torhüter Benjamin Kirsten scheiterte (19.).

Jungnickel fälscht unglücklich ab

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine offenere Begegnung, weil die Gäste besser mitspielten und ihrerseits prompt zu guten Chancen kamen. (GAMES: Der SPORT1 Tipp-König)

Doch Alexander Schnetzler (54.) fand ebenso in Kirsten seinen Meister wie Flamur Kastrati (55.).

Lohn für die Leistungssteigerung des VfL war die glücklich zustande gekommene Führung: Nach einer Ecke misslang zunächst ein Kopfball-Versuch von Kevin Mauersberger, doch der Ball prallte Dresdens irritiertem Abwehrspieler Lars Jungnickel auf die Füße und von dort ins Dynamo Tor.

Der Treffer war das erste Tor eines Zweitligisten seit Einführung der Relegation in der Saison 2008/09.

Dresden auf Aufstieg angewiesen

In der Schlussphase drängte Dynamo auf den Siegtreffer, hatte aber Pech im Abschluss.

So verfehlte ein Schahin-Freistoß in der 90. Minute das Ziel nur um Zentimeter.

Dresden, für das die Relegation angesichts geforderter Bürgschaften über 2,045 Millionen Euro für die Erteilung einer Lizenz für ein weiteres Jahr in der 3. Liga beinahe existenzielle Bedeutung hat, antwortete wütend und kämpfte wenigstens um ein Remis.

Einen Fehler in Osnabrücks Abwehr nutzte Koch denn auch zum verdienten Ausgleich.

Beste Spieler im Team von Dresdens Trainer Ralf Loose waren Röttger und Schahin. In Osnabrücks Mannschaft ragten Sebastian Tyrala und Schnetzler heraus.

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