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Toni Kroos erzielte das erlösende Siegtor © getty

Den sicher geglaubten Sieg verloren, die Führung im WM-Rennen - und womöglich die große Chance auf die Nummer eins im eigenen Team verpasst?

Von Marc Ellerich

München - Was sagt man, wenn man in so einer Situation gefragt wird, wie es einem geht?

Felipe Massa, der große Unglücksrabe des Ungarn-Grand-Prix, fand nach dem spektakulären Motorplatzer seines Ferrari auf dem Hungaroring nur wenige Worte.

Dafür waren sie sicherlich ehrlich gemeint. "Ich fühle mich wirklich beschissen", antwortete Massa auf die Frage nach der Gefühlslage.

Wochenende im Rauch

Wer wollte dem kleinen Brasilianer seinen Kummer übel nehmen?

Denn zwei Runden vor Schluss des Rennens ging für Massa - ungefährdet in Führung liegend - ein eindrucksvolles Wochenende im Rauch seines zerstörten Aggregats auf.

Hartnäckig und entschlossen

Statt als Triumphator von Ungarn die WM-Führung zu übernehmen vom nach einem Plattfuß fünftplatzierten McLaren-Konkurrenten Lewis Hamilton und dem teaminternen Rivalen Kimi Räikkönen, stand danach das bittere Resultat zu Buche: Hamilton: 62 Punkte, Räikkönen: 57, Massa: 54.

Dabei war es imponierend gewesen, wie hartnäckig und entschlossen der Mann aus Sao Paulo in Budapest daran ging, die eigene Krise und die seines Teams endlich zu meistern.

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Im Schlingerkurs durch die F 1

Die Roten taumeln ja seit geraumer Zeit im Schlingerkurs durch die diesjährige F-1-Saison.

Massas wie Räikkönens Auftritte schwanken seit geraumer Zeit wie Fieberkurven. Räikkönens Bilanz der letzten sechs Rennen: Neunter, Ausfall, Zweiter, Vierter, Sechster, Dritter. Und Massa? Wurde Dritter, Fünfter, Erster, Dreizehnter, Dritter, Siebzehnter.

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